SAT.1-Star Matthias Killing: Warum die meisten auf der Bühne versagen
Shownotes
Warum scheitern die meisten auf der Bühne, im Meeting oder vor der Kamera? Und noch wichtiger: Warum wirken einige sofort souverän, während andere trotz guter Inhalte komplett untergehen?
Heute bei TOMorrow:
SAT.1-Star Matthias Killing, einer der erfahrensten Live-Moderatoren Deutschlands. Über 4.000 Live-Sendungen, fast 20 Jahre Frühstücksfernsehen, Auftritte bei Champions League, Olympia und vor 70.000 Menschen.
Er weiß genau, warum die meisten versagen. Und was die wenigen anders machen.
Das ist dein Wake-up Call: Egal ob Pitch, Präsentation, Bewerbung, Sales-Call, Bühne oder Kamera.
Genau hier entscheidet sich: Karriere oder Stillstand.
Das lernst du in dieser Folge:
- Warum 90 Prozent der Menschen auf der Bühne scheitern
- Der größte Denkfehler bei Präsentationen
- Was sofort unsicher wirken lässt (ohne dass du es merkst)
- Wie du unter Druck ruhig und souverän bleibst
- Die Unterschiede zwischen durchschnittlichen und Top-Performern
- Warum viele Influencer im echten TV versagen
- Der persönliche Performance-Code von Matthias Killing
Die Wahrheit: Es liegt nicht an deinem Wissen. Es liegt daran, wie du wirkst.
Wichtig: Schreib mir, welche Erfahrungen du vor Publikum gemacht hast. Ist alles schiefgegangen oder hast dun die Bühne gerockt.
Und bitte: Abonniere den Channel. Das kostet dich nichts. Es hilft uns aber, dir hier jede Woche die besten Gäste zu präsentieren, die dich erfolgreicher machen.
Transkript anzeigen
00:00:01: Hier ist Tom Junkersdorf
00:00:04: mit
00:00:04: Tomorrow.
00:00:05: Denn Nummer
00:00:06: eins,
00:00:06: Podcasts mit einem neuen Rekord.
00:00:10: noch nie haben so viele Menschen tomorrow gehört geschaut und gestreamt.
00:00:16: uns Reichweite im März Million allein,
00:00:22: eins
00:00:22: Komma sieben Millionen Aufrufe auf YouTube.
00:00:26: Wahnsinn wahnsinn.
00:00:28: danke dafür.
00:00:29: ihr seid wirklich die krassen.
00:00:36: heute haben wir den mann der deutschland jeden tag
00:00:39: aufwägt
00:00:40: und hier ein wake-up call macht für alle im management Die auf sendung sind die mal präsentieren müssen die eine rede halten oder Ein produkt verkaufen müssen.
00:00:51: hier ist da Vom Sat.Eins Frühstücksfernsehen, der Moderator und Mediencoach Matthias Killing!
00:01:04: So dann kommen die zu mir ins Coaching Und haben sie siebzehnt Zettel in der Hand.
00:01:08: Ja da hab ich mir alles aufgeschrieben.
00:01:10: Dann habe ich diese Zetteln genommen und habt ihr alle zerrissen.
00:01:13: Wenn du auf eine Bühne gehst ist für mich das Zauberwort Authentizität.
00:01:18: Sei wie du bist.
00:01:20: Schreibt euch nichts auf.
00:01:21: Seid authentisch.
00:01:23: Mein Arbeitsziel ist immer, erzähle es deiner Mutter.
00:01:25: Erzähle es Deiner Tochter!
00:01:27: Erzähl es deinem Bruder wem auch immer.
00:01:31: Netzwerken, Netzwerke,
00:01:32: Netzwerk...
00:01:33: Freunde ich sage es euch immer wieder.
00:01:35: Meinen Gast heute habe ich beim Basketball kennengelernt
00:01:39: NBA
00:01:40: Orlando Magix.
00:01:42: Er saß zufällig neben mir und konnte jeden Spielzug irgendwie schon voraus sagen.
00:01:46: Ich dachte er ist ein Basketballcoach.
00:01:49: Nein in Wahrheit ist er bei SattEins Matthias Killing Und natürlich haben wir gleich Nummern getauscht.
00:01:56: Ein paar Tage später saß ich dann bei ihm im Sat-Eins Frühstücksfernsehen und habe mein Spiegelbesteller der Code zum Erfolg vorgestellt, um kein Witz nur durch seine Sendung hab' ich über einhundert Bücher verkauft!
00:02:11: Jetzt ist er hier und nimmt uns mit in sein Business.
00:02:14: Und das ist spannend!
00:02:16: Matthias hat über viertausend Sendungen gemacht, der hostet Live-Events.
00:02:20: wie bei den Olympischen Spielen gibt er mittlerweile weiter an Manager die wichtige Auftritte
00:02:29: haben.
00:02:29: Die sich fragen,
00:02:30: wie bewege ich mich denn richtig auf der Bühne?
00:02:32: Wie halte ich eine gute Rede?
00:02:35: Wie überzeuge ich und wie wirklich am besten sympathisch gerade heute wo alles live gestreamt wird?
00:02:43: Matthias Killing killed it!
00:02:45: Yes, here in tomorrow Und als Tomorrow Video
00:02:48: Podcast auf YouTube
00:02:50: Live aus dem The Flag Hotel in München Und Netzwerken Freunde, sag mir was sind eure besten Tricks on Stage?
00:02:58: Schreibt es mir am Besten in die Kommentare und abonnier den Channel damit wir dir hier jede Woche die Gäste präsentieren können.
00:03:07: Die dich im Business besser und erfolgreicher machen!
00:03:15: Hey Matthias willkommen weitomorrow.
00:03:18: Vielen Dank.
00:03:18: ich freue mich hier zu sein.
00:03:20: Es ist Viertel nach drei Nachmittags.
00:03:23: Das ist doch gar nicht deine Zeit, Matthias!
00:03:26: Weil alle natürlich denken Mensch der Frühstücksonkel... Der Mann der Frühsstücksfernsehen moderiert muss doch immer nur nachts wach sein und tagsüber schlafen.
00:03:32: zur Wahrheit gehört ich moderiere ja nur sieben bis zehn Tage im Monat des Frühstück Fernsehens und ansonsten führe ich ein ganz normales Leben.
00:03:39: Und selbst an Tagen wo ich Frühstuck Fernsehen moderiere ist mein Leben auch normal.
00:03:42: Nur sieben bis zehn Tage, aber dafür wirklich zu krassen Zeiten.
00:03:47: Und ich war ja gerade bei dir in der Sendung.
00:03:49: Vielen Dank für die Einladung und ich hab's jetzt auch mal live erlebt was es bedeutet im Frühstücksfernsehen zu sein.
00:03:55: Das bedeutet zunächst einmal super früh ready zu sein und wirklich zu funktionieren.
00:04:02: Genau, wirklich zu functionieren.
00:04:04: Für mich ist das ein Job den ich seit siebzehn Jahren mache und für mich war das Frühstück Fernsehen der Einstieg in die große... vermeintlich große Fernsehwelt, in die große weite Welt des TV in Deutschland.
00:04:13: Ich habe vorher Regionalfernsehen gemacht aber das war schon ein Traum von mir wobei meine Motivation eigentlich eine andere war.
00:04:21: aber da kommen wir sicherlich später noch dazu.
00:04:23: ich wollte echt zu Rannen und ich wurde zur Sportmarke ran und dachte wenn ich jetzt schon mal bei Sat.Eins bin dann ist der Weg zu Rennen auch gar nicht mehr so weit.
00:04:29: und so war es dann tatsächlich auch.
00:04:31: Aber ich hab mich sehr früh dann schon in das Frühstücksfernsehen verliebt und muss gestehen.
00:04:36: Ich habe das vorher gar nicht so viel geguckt, meine heutige Frau und damalige Freundin hat aber damals mich vorbereitet auf das Casting und hat mir genau alles erklärt weil für sie gehört es zum Leben dazu.
00:04:47: Und ich habe mich dann, als ich dort war sehr schnell in diese Sendung, die Menschen vor allem und in die Themen verliebt.
00:04:53: Und mache das heute wahnsinnig gerne weil es eben ein großer bunter Strauß ist.
00:04:57: Ich sage immer, die Sendung ist so bunt wie das Leben!
00:04:59: Und für alle, die uns zuhören und dass sie an den Frühstücksfernsehen nicht kennen wir haben...ich sag mal von Bikini-Test bis Tom Junkersdorf Wir haben eine große Bandbreite.
00:05:10: Ja
00:05:10: sensationelle Bandbreitte, sensationelle.
00:05:13: Aber Matthias, nehm uns bitte mal mit in das Business.
00:05:16: Und ich find' das so interessant weil... Ich war zum allererst mal im Frühstücksfernsehen und ich hab mich natürlich total gefreut über die Einladung.
00:05:23: vielen Dank dafür!
00:05:24: Und als ich dann den Schedule bekommen habe und da stand drauf irgendwie, ich werd um fünf Uhr abgeholt vom Taxi dachte ich's okay wow, d.h.
00:05:30: so viertel nach vier Wake-up Calls und dann muss man rüber und man stellt dann doch fest wenn man so vierzell nach vier halb fünf aufwacht und du weißt ok, ich hab gleich ein Live-Slot Ich gebe zu, da hat man schon eine gewisse Anspannung.
00:05:44: Aber für dich ist das ja der Daily Business.
00:05:47: Ja völlig normal!
00:05:48: Ich habe auch die Anspanung nicht und ich hab' auch die Nervosität nicht sondern ich hab einfach jeden Tag und das seit... ...zweitausendneun.
00:05:55: eine große Freude auf diese Sendung.
00:05:56: Das Satteins Frühstücksfernsehen gibt es bald vierzig Jahre, ist eine lange Geschichte und eine lange Tradition, das ist die erfolgreichste Morgensendung in Deutschland.
00:06:04: Die meisten Zuschauer gestern wieder twenty-fünf Prozent Marktanteil also jeder vierte Fernseher der morgens läuft da läuft Sat eins so was zumindest gestern.
00:06:13: wir haben sonst im Schnitt so achtzehn neunzehnt Prozent ähm und sind wie gesagt eine Sendung die vor allem deswegen auch so erfolgreich ist weil wir als Hosts sein dürfen, wie wir sind.
00:06:27: Es gibt keinen Plan und irgendwie gibt es natürlich schon einen.
00:06:32: aber wir können eben doch sehr frei auch gestalten das was wir tun und wir haben natürlich feste Talkzeiten, wir haben feste Beiträge die dann auch ganz normal anmoderiert werden.
00:06:43: aber es gibt eben doch eine sehr bunte Spielwiese und deswegen ist diese Sendung für ein jungen Moderator wie ich damals war ein wahnsinnig gutes Feld, um zu lernen und sich auszuprobieren.
00:06:55: Und das ist das Allerwichtigste!
00:06:57: Das wirst du von vielen deiner Gästen hier kennen, die wahrscheinlich auch aus ihrem Leben erzählen... Wir haben einen wahnsinnigt tollen Chef der für uns, der für mich mein TV-Papa Mein Mentor war und ist.
00:07:09: Der ist bis heute Chefredakteur des Frühstücksfernsehens Jürgen Meschede.
00:07:13: Er hat mich damals entdeckt.
00:07:15: Meine DVD entdeckte in einem riesengroßen Stapel.
00:07:19: Der lässt uns sein, wie wir sind.
00:07:22: Und das ist aus meiner Sicht das Geheimnis dieser Sendung.
00:07:25: Hast du dich für den Job meiner DVD noch beworben?
00:07:27: Ja, ich habe mich für diesen Job tatsächlich noch mit der DVD geworben.
00:07:30: Da gab es nichts anderes!
00:07:31: Also es war kurz nach der VHS-Kassette... Ich hab meine ersten Demo-Wender die ich noch rumgeschickt habe waren VHS Kassetten und dann ging es bei mir irgendwann los mit DVDs.
00:07:40: also gefühlt jede Fernsehredaktion in diesem Land hat sicherlich noch meine DVD.
00:07:44: Ich fürchte die wenigsten haben sie gesehen Aber er hat sie damals gesehen und hat mich dann zu einem Casting eingeladen.
00:07:50: Die DVDs habe ich selber noch beklebt, also ich hab die gebrannt an meinem Rechner zwei Minuten lang... ...und dann habe ich so mir Aufkleber gekauft und die habe ich da draufgeklebt damit das schön professionell aussieht.
00:08:01: Und das habe ich dann verschickt ja.
00:08:04: So ging es los!
00:08:07: Das braucht eben ein Mentor.
00:08:10: Jede Karriere braucht einen Mentor und für mich war das eben Jürgen.
00:08:15: Damit war Jürgen für mich ein ganz, ganz... Und bis heute ist er für mich einen ganz wichtiger Mensch.
00:08:20: Der uns eben der mir sehr vertraut und ich vertreue ihm auch und deswegen glaube ich funktionieren wir als Moderatoren dieser Sendung genau so wie wir funktionieren.
00:08:29: Es ist ein ganz wichtiger Punkt, den du gar nicht ansprichst, der Mentorship.
00:08:32: Ich komme gerade von LinkedIn.
00:08:34: Da war heute der große International Talent Summit von LinkedIn, größte Business-Netzwerk in der Welt und kleine Geschichte.
00:08:47: In Deutschland, dass so viele Menschen einen Job gesucht haben.
00:08:49: Es haben noch nie so viele in Deutschland wie jetzt ein Job gesuchten.
00:08:52: und das zweite ist war noch nie schwierig einen Job zu finden.
00:08:55: Warum?
00:08:56: Weil alle heute ihre Bewerbung mit KI schreiben.
00:08:59: Und dadurch sehen natürlich alle CVs, alle Lebensläufe gleich aus!
00:09:04: Du hast überhaupt keine Unterscheidung mehr.
00:09:05: Das heißt für ein Rekruter ist es unglaublich schwer zu sagen okay wo ist das unterscheidungsmerkmal für dich?
00:09:11: Und jetzt kommt genau das ins Spiel, was du gesagt hast.
00:09:14: Netzwerk!
00:09:14: Dass du ein Netzwerk hast, dass du einen Mentor hast... ...dass du irgendjemanden hast der dich rauspickt und der dir vielleicht hilft oder dir diesen Tipp gibt.
00:09:23: Das fand ich heute bei LinkedIn, bei dem International Talent Summit so interessant.
00:09:30: der einfach Vertrauen hat.
00:09:32: Trust ist so wichtig, Vertrauen zu haben und eben diese Person zu finden.
00:09:36: Also Glückwunsch an dich dass du diesen Mentor da gefunden hast und deine DVD rausgezogen hat und ich meine das will aber alle siebzehn Jahre da!
00:09:42: Das heißt hast ja auch mit Vertrauens zurückgezahlt?
00:09:44: Mit Vertrauen zurück gezahlt, das ist das eine aber vor allem auch natürlich gleich zu Beginn dieses Vertrauen gespürt.
00:09:51: Ein anderes Beispiel aus meiner Zeit auch was Führungskraft angeht und was mich auch sehr geprägt hat... Ich bin dann ein Jahr später ... zu ran gekommen, weil ich den damaligen Sportschef einfach gefragt habe.
00:10:03: Hi!
00:10:04: Darf ich für dich arbeiten?
00:10:05: Und er hat ja
00:10:05: gesagt.".
00:10:06: Das war jetzt also nicht ganz so leicht das Gespräch.
00:10:08: Es war aber ein vierstündiges Gespräch was wir geführt haben.
00:10:11: Aber am Ende des Gesprächs hatte ich einen Vertrag als Fieldreporter in der Fußball Champions League.
00:10:15: Ich stand also auf einmal neben Leuten um mal ganz oben anzufangen und ins Regal zu greifen wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo, aber auch Rafael van der Vaart und vielen anderen Arjen Robben, Franck Ribéry und wie sie alle damals hießen.
00:10:27: Und habe diese berühmte Frage gestellt – Sie haben drei Null verloren!
00:10:30: Wie fühlen Sie sich?
00:10:31: Genau die habe ich eben nicht gestellt, aber diese Rolle direkt nach dem Spiel.
00:10:35: Sven hat damals zu mir gesagt, zwar der Sportchef, damals Sven Frohberg, der hat zu mir gedacht «Pass auf!
00:10:41: Wir reden gar nicht nach der ersten Sendung, wir reden auch nicht nach einer zweiten Sendung.
00:10:45: Du machst jetzt mal twenty-fünf Sendungen und dann reden wir.».
00:10:49: Und das ist etwas, was mich wahnsinnig geprägt hat.
00:10:51: Weil er hat gar nicht angefangen, mich nach der ersten Sendung voll zu quatschen und mir so und so viele Tipps zu geben sondern er hat erst einmal mich entwickeln lassen um dann ein erstes Fazit nach fünfundzwanzig Sendungen zu ziehen.
00:11:04: Das ist für mich wahre Führungskraft.
00:11:07: auch hier Vertrauen zu schenken erstmal eine Person sich entwickeln zu lassen gucken wo entwickelt sie sich aus eigener Kraft hin ein erstes Feedback zu geben, fand ich damals total beeindruckend.
00:11:21: Bis heute ehrlich gesagt!
00:11:23: Ich finde das sensationell, aber du hast gerade gesagt.
00:11:25: Du fannst das damals total beeindruckend?
00:11:27: Jetzt natürlich die Frage funktioniert das heute noch genau so?
00:11:30: hat heute noch jemand überhaupt die Geduld.
00:11:32: Fünfundzwanzig Sendungen abzuwarten?
00:11:35: nicht meine.
00:11:35: wir leben in der Zeit von Social Media.
00:11:37: Die neuesten TikTok-Zahlen sind so erschreckt.
00:11:39: Null Komma vier Sekunden ist die Aufmerksamkeitsspanne von von Usern und wenn es innerhalb von null Komma Vier Sekunden nicht sofort dich begeistert hat dann Swipes zu weiter.
00:11:49: Dann kommt das nächste dran.
00:11:51: hat Heute In deinem Business, in dem Fernsehbusiness überhaupt noch jemanden die Geduld für fünfundzwanzig Sendung?
00:11:58: Ich hoffe ja und ich würde mir wünschen dass es genauso ist.
00:12:01: Ich glaube immer noch an ein Wort was für mich und das begleitet mich durch mein ganzes Berufsleben, dass das Wort Authentizität mehr hat mal und das kommt gar nicht von mir sondern es kommt von einem Mediencoach mit dem ich als ganz junger Moderator also ich noch so messen und Veranstaltungen moderiert habe.
00:12:19: von einem Kreuzfahrtschiff und habe dann über viele Jahre Messen und Veranstaltungen moderiert, was ich bis heute auch mache.
00:12:26: Das ist so mein zweites Standbein.
00:12:28: aber mir hat damals ein Coach gesagt zu dem ich gegangen bin als einundzwanzigjähriger du brauchst genau drei Dinge.
00:12:35: Authentizität, Glaubwürdigkeit und Sympathie.
00:12:39: die Glaubwirklichkeit entsteht weil Du authentisch bist.
00:12:43: Die Sympathie entscheidet dein Zuschauer, die Zuschauerin.
00:12:45: Ob er dich sympathisch findet oder sie dich sympathische findet oder nicht.
00:12:48: Das ist so ein bisschen auch die Glückssache.
00:12:50: Wenn du da die Hälfte erreichst super Du kannst nicht allen gefallen Aber wenn du authentisch bist das kannst du selber steuern.
00:12:56: Wenn du anfängst irgendeine Rolle zu spielen dann ist es falsch!
00:13:00: Die Leute müssen wenn Dich mögen, dich Matthias Killing Und nur dann wirst du glaubwürdig sein.
00:13:07: Das treibt mich durch mein gesamtes Berufsleben.
00:13:12: Ich stehe auf Bühnen seit und habe diesen Satz gehört.
00:13:18: Bis heute leitet es mich, ich bin wie ich bin... ...und ich lasse mich nicht verstellen!
00:13:24: Gibt es in der heutigen Zeit noch die Zeit dafür?
00:13:30: Wenn du authentisch bist, dann ja!
00:13:33: Das gilt übrigens nicht nur fürs Fernsehen, das gilt auch für jede Führungskraft.
00:13:37: Das gilt für jeden der da draußen vor Menschen sprechen muss!
00:13:41: Ich erlebe das immer wieder weil ich so Coachings ab und an mache und irgendwelche Menschencoaches und Sorge-Nähme und Angstnähe vor Menschen zu sprechen.
00:13:51: Kennt ja vielleicht jeder CEO, jeder Abteilungsleiter, jeder Managing Director kennt dass er jetzt vor Mitarbeitern muss.
00:13:58: auf einmal reden So, dann kommen die zu mir ins Coaching.
00:14:01: Das ist ganz interessant.
00:14:02: und dann haben sie siebzehnt Zettel in der Hand.
00:14:05: Da habe ich mir alles aufgeschrieben!
00:14:08: Und es gab Situationen... ...dass ich beispielsweise von einer Führungskraft von Telefonika ist.
00:14:14: Schon zwei drei Jahre her im OOII.
00:14:16: Dann hab' ich diese Zetteln genommen und hab' ihr alle zerrissen.
00:14:20: Vor seinen Augen?
00:14:21: Vor seinen Augern.
00:14:21: Habt ihr alle zerrissen?
00:14:24: Das kannst du dich bei jedem machen
00:14:26: ne?!
00:14:27: Kann auch sein, dass er dann irgendwie direkt was will der denn rausgeschmissen wirst.
00:14:30: Und Reaktion?
00:14:31: Was war die Reaktionen?
00:14:32: Warum?
00:14:33: Warum machst du das?
00:14:34: Warum zerreißt du meine ganzen
00:14:35: Zettel?!
00:14:35: Und da hab ich gesagt weil Du Dir alles aufgeschrieben hast... ...was Du doch sowieso weißt!
00:14:41: Warum schreibst Du Dir Alles Auf, was DU
00:14:44: weißt!?
00:14:45: Warum?
00:14:45: Ja damit ich's nix vergesse!
00:14:48: Ich sag aber wenn Du Dein Herz zu deinen Leuten sprechen lässt Das womit Du Dich seit zwanzig Jahren in deinem Job beschäftigst dann brauchst du dir doch nichts aufschreiben.
00:14:59: Versuch das doch mal!
00:15:00: Und das ist immer mein Ansatz, dass ich den Leuten sage, lernt nichts auswendig, schreibt euch nichts auf, seid authentisch.
00:15:10: Mein Arbeitszitel ist immer Erzähle es deiner Mutter, erzähle es Deiner Tochter, erzähles deinem Bruder wem auch immer.
00:15:17: Das heißt wenn Du jetzt zum Beispiel zu Deiner Mutter gehst also du stehst auf einer Bühne Und könnt es natürlich jetzt anfangen zu reden und sagen, Hallo Leute!
00:15:25: Und herzlich willkommen.
00:15:27: Schön, dass ihr alle da seid so.
00:15:29: Das macht vielleicht ein Showmaster aber das mache ich doch nicht als Führungskraft.
00:15:33: Authentisch würde ich doch sagen Hi hier bin ich, bin bisschen nervös Aber ich freue mich total heute bei euch zu sein und ich habe euch ein paar Dinge mitgebracht die ich euch gerne erzählen will.
00:15:43: So würde ich's doch meiner Mutter auch erzählen.
00:15:45: Weißt du was ich meine?
00:15:45: Das ist der Unterschied Und damit ist irgendwie für mich Authentizität Das große Schlagwort und das große Wort, was eben die Glaubwürdigkeit angeht.
00:15:58: Und jetzt bin ich bei TikTok und Nullkomma vier Sekunden.
00:16:02: Da sind übrigens die Creator erfolgreich, die glaubwürdig sind und die authentisch sind.
00:16:09: Und ich habe einige der Großen kennengelernt.
00:16:12: in meiner Zeit ist zuletzt wieder Papa Platte Rumatram.
00:16:18: Mein Sohn war völlig aufgeregt, dass ich die jetzt alle kennenlerne und dachte, das gibt Papa!
00:16:22: Ich hab sogar die Nummer von Papa Platte.
00:16:24: Das konnte er gar nicht glauben.
00:16:27: Aber warum ist der Typ erfolgreich?
00:16:29: Und Millionen folgen dem, weil er einfach isst wie er isst... ...und nichts spielt.
00:16:34: Damit ist für mich, wenn du auf eine Bühne gehst, das Zauberwort Authentizität sei, wie du bist.
00:16:43: Total spannend.
00:16:45: Aber eine Frage, kann man den dritten Punkt lernen?
00:16:47: Sympathie.
00:16:48: Kann man Sympathy lernen?
00:16:50: Ganz so aus meiner Sicht nicht lernen.
00:16:52: auch hier gilt es sei wie du bist und entweder finden dich die Menschen sympathisch oder nicht.
00:16:55: Ich mache ja viel im Sportbereich.
00:16:57: ne und in der Sportberichterstattung guckt ja kein Mensch.
00:17:01: ein Fußballspiel was weiß ich der FC Bayern oder Borussia Dortmund oder HSV Schalke wäre auch immer spielt heute Abend und denkt sich so Und da ist heute Abend als Fieldreporter oder als Moderator dabei, Matthias Killing.
00:17:14: Heute Abend gucke ich die Bayern.
00:17:16: Sondern ich gucke die Bayern, weil ich die bayern gucken will.
00:17:18: so das heißt Als moderator einer fußball sendung bin Ich für den zuschauer Beiwerk Für Den manchen lästig und für den manchen für Manchen auch.
00:17:29: schön dass er dabei ist.
00:17:31: wenn ich Die Hälfte der menschen erreiche dann habe ich viel gewonnen.
00:17:36: Das ist gar nicht mein Satz.
00:17:37: Ernst Huberti immer gesagt, die große Kommentatorenlegende der über viele Jahre auch uns selbst mich noch als ganz junger Kerl gecoached hat und er hat immer gesagt wenn ihr die Hälfte auf dem Sofa erreicht dann habt ihr sehr viel gewonnen.
00:17:52: du kannst Sympathie aus meiner Sicht nicht lernen.
00:17:55: ich habe dich kennengelernt Tom und Du warst mir sympathisch Und umgekehrt war es glaube ich genauso.
00:18:00: Wir hatten einen wunderbaren Abend als wir uns kennengelernen haben.
00:18:02: Es hätte aber genau so sein können dass wir nach zwei Minuten kein Thema mehr haben.
00:18:07: Das ist ja ganz normal, kennt doch jeder!
00:18:09: Dann versuchst du das irgendwie noch... So dann ist man sich aber eben vielleicht nicht so sympathisch und so geht's dem Fernsehzuschauer, den Social Media-Zuschauer eben auch.
00:18:17: Das müssen Sie gleich mal erzählen wie wir uns kennengelernt haben.
00:18:20: So ein kleiner Cliffhanger.
00:18:21: es war beim Basketball.
00:18:23: da saß jemand neben mir der plötzlich alle Basketballregeln kannte alles Spielzüge voraus gesagt hat sofort den Sieg vorauss gesagt hat.
00:18:31: Später haben wir uns kennengelernt, dazu kommen wir aber gleich.
00:18:34: Was ich so krass bin und weshalb ich froh bin dass du heute im Podcast bist weil bei Tomorrow geht es ja immer für alle darum so Learnings raus zu ziehen Und das was Du machst im Fernsehen lässt sich ja wunderbar übertragen in das Leben von uns allen.
00:18:46: Wir leben alle ins Social Media!
00:18:47: Wir müssen alle vor Kameras funktionieren.
00:18:50: Und nochmal, ich komme gerade vom International Workshop von LinkedIn Global.
00:18:55: Da waren die Chefs aus San Francisco da und das war so interessant angefangen von dem was du sagst mit Zetteln bis hin zu Sympathie oder nicht?
00:19:04: Und da würde ich gerne noch mal ein paar Take-Aways von dir mitnehmen.
00:19:07: also zettel haben wir definitiv gelernt ist nicht gut.
00:19:10: habe Ich auch schon im podcast gehabt dass ich Gäste hatte die gesagt haben hey es ist okay wenn ich hier ein paar zetteln hinlege.
00:19:15: ich hab immer gesagt hey konzentriere dich auf das Gespräch Es lenkt dich nur ab wenn du nach unten Schaust.
00:19:20: Ich dachte, das sei so gelernt aber ich habe es heute auch wieder gesehen bei LinkedIn.
00:19:25: dann kommen doch wieder Leute on stage und halten sich sehr an ihr Script.
00:19:29: Dann gucken nicht auf die Leute sondern gucken immer ein bisschen nach unten.
00:19:32: Halten Sie sich daran fest wahrscheinlich in der Hoffnung Sicherheit zu kriegen?
00:19:37: Aber du sitzt da in der Audience und denkst Guck mich doch an.
00:19:41: Oder warum weißt du deinen Text nicht?
00:19:43: Warum musst du das ablesen?
00:19:44: Warum muss du ablese, womit du dich eigentlich immer beschäftigst?
00:19:47: Ich habe neulich eine Freundin von uns gecoached.
00:19:52: Die ist einer der führenden Ärztinnen in Deutschland zum Thema Schmerztherapie mit Cannabis und musste auf einem Ärzte-Kongress einen Vortrag halten.
00:20:04: Und war unfassbar nervös!
00:20:07: kam dann zu mir und sagte, Matze kannst du mir helfen?
00:20:10: Und ich bin so nervös.
00:20:12: Dann kam sie auch mit ihren zwanzig Zetteln die ich dann alle wieder zerrissen habe.
00:20:17: Sie hat mich angeguckt und war natürlich völlig konsterniert.
00:20:20: Und dann hab' ich aber mit ihr so einen halben Tag drei Viertel Tage gearbeitet und habe mit ihr im Prinzip eine Strategie entwickelt wie sie sich auf der Bühne verhalten soll.
00:20:31: als jemand also ich weiß ja wie ich mich auf einer Bühnen verhalte weil ich bin ja... Ich mach das ja nun seit was weiß ich Aber sie ist Ärztin und macht das halt irgendwie zweimal im Jahr.
00:20:43: Und da kannst du ja nicht jetzt meine Art auf einer Bühne zu funktionieren mit ihrer Art vergleichen, und du kannst auch nicht meines Skills auf Sie durch einen Coaching-Tag übertragen.
00:20:54: Das geht nicht!
00:20:55: Also brauchst Du eine Strategie wie sie sich vertraut – und da ist für mich immer wieder der Ansatz Vertraue in das was Du sowieso weißt lese den Raum, fühle die Menschen.
00:21:10: Aber erzähle ihnen einfach deine Geschichte!
00:21:12: Menschen interessieren sich für Menschen und sie hat eben gemeinsam mit ihrem Vater dieses ganze Thema in Deutschland sehr weit vorangebracht natürlich auch aus einer Nische heraus und ich habe einfach gesagt vertraue auf dich, vertraube auf das was du kannst.
00:21:29: und damit hat sie dann und ich hab gesagt wenn Du mir vertraust, dann gehst Du auf diese Bühne ohne einen Zettel.
00:21:35: Du kannst an dem Tag entscheiden, schreib dir noch mal alles auf von mir.
00:21:39: Aber wenn du mehr vertraust, denk an mich zehn Minuten vorher und dann gehst du so auf die Bühne ohne Zettel!
00:21:44: Und dann versuchst du es mal... Was soll passieren?
00:21:47: Du bist ja eh eine der führenden Ärztinnen in diesem Land.
00:21:50: Also du wirst ja nur weil du das Ding vielleicht verhaust, wirst du ja nicht was weiß ich alles verlieren.
00:21:56: Das ist ja Quatsch.
00:21:58: So.
00:21:58: Du hast nichts zu verlieren, du hast nur zu gewinnen.
00:22:02: Und sie ist dann auf die bühne gegangen Und hat mich abends völlig euphorisch angerufen, hatte also die Zettel weggelassen und hat einfach ihre Geschichte erzählt.
00:22:10: Das kam bei den Leuten super an weil die Leute sie als sympathisch empfunden haben.
00:22:15: Weil sie nichts abgelesen hat, weil sie nichts auswendig gelernt hat sondern weil sie einfach erzählt hat.
00:22:20: und sie selbst war so!
00:22:23: Da war sie dann ganz glücklich und ganz zufrieden und ganz happy und ich kann mir gut vorstellen was du da heute von LinkedIn erzählst.
00:22:33: Ja, das machen viele.
00:22:33: Das machen übrigens auch viele Fernsehleute mit diesen Moderationskarten permanent in der Hand und so.
00:22:38: Ich hatte bei dir auch zwei oder drei Moderationskartens auf dem Tisch liegen wenn du als du jetzt bei mir in der Sendung warst.
00:22:43: ich habe aber gar nicht drauf geguckt.
00:22:44: großartig.
00:22:46: Und trotzdem ist es im Fernsehen ja auch wieder was anderes Wenn du in fünf Minuten ein bestimmtes Thema in dem Fall warst dein Buch rüberbringen willst.
00:22:54: da muss man sich das schon so ein bisschen strukturieren.
00:22:56: Aber ich zum Beispiel schaue fast nie auf diese Moderationskarten oder in den Teleprompter, sondern ich versuche meinem Interview-Gast zuzuhören.
00:23:04: Genau das was du gerade sagst ne?
00:23:05: Die sind dann mit ihren Gedanken schon wieder alle wahnsinnig woanders wenn sie denn irgendwie die Zetteln arbeiten.
00:23:11: Ich versuche zuzohören in meinen Interviews und versuche daraus eine nächste Frage... ...zuentwickeln!
00:23:18: Und nicht die nächste Frage zu stellen, die ich mir auf meinem Zettel aufgeschrieben haben.
00:23:23: Das nennt man das vertikale und das horizontale Fragen.
00:23:27: Das horizontale Frage ist, zehn Fragen vorbereitet ich arbeite alle ab?
00:23:33: Und vertikal ist Ich gehe rein ins Interview.
00:23:36: D.h.,
00:23:36: ich höre zu und daraus entsteht meine nächste Frage.
00:23:41: Okay, also definitiv ins Vertikal.
00:23:43: Immer vertikal!
00:23:45: Ich weiß nicht so viele, die uns zuhören machen jetzt nicht Interviews den ganzen Tag.
00:23:49: Aber das ist für mich meine ganz tiefe Strategie!
00:23:53: Ich habe neulich einen großen Talkabend im Deutschen Fußballmuseum geleitet oder moderiert.
00:24:00: Unter anderem zu Gast war der DFB-Präsident Bernd Neuendorf.
00:24:03: Es war Horst Rubeisch zu Gast und es war der Schalke Erfolgsmanager Frank Baumann zu Gast.
00:24:08: Der hat die Schalkel gerade auf links gedreht und den Verein wieder an die Tabellenspitze der zweiten Liga geführt hat.
00:24:14: Ich hatte nicht eine Frage vorbereitet.
00:24:15: Und wir haben fast drei Stunden Talkabend gehabt.
00:24:18: Nichts, ich hatte gar nichts!
00:24:19: Dann haben sie mich hinterher gefragt, boah, wie lange hast du dich denn noch vorbereitet?
00:24:22: Da habe ich gesagt, gar nicht null!
00:24:25: Ich wusste halt wer meine Gäste sind und ansonsten hab' ich zugehört.
00:24:31: Aber sorry, dass ich danach... Null vorbereitet.
00:24:33: Ist null vorbereitet nicht einfach echt der größte Fehler?
00:24:36: Ja natürlich!
00:24:37: Dass man weiß um was es geht, dass man weiß.
00:24:39: hey ich versteh es.
00:24:40: ah er hat ein Buch geschrieben und ich weiß auch in etwa etwas drin steht.
00:24:43: Ich kann mich an so viele Interviews erinnern Auch mit Hollywoodstars.
00:24:47: Wenn dir gefragt haben Hey wie fandest du meinen Film Dann sagen die Leute immer ja fand ich super Superfilm.
00:24:51: Und dann fragen sie ganz oft Was war deine Lieblingsszene?
00:24:54: Und dann sagen die Reporter Ja ich habe den jetzt gar nicht zu Ende geguckt oder gar nicht so richtig geguckt und noch halb.
00:25:03: Und dann fragt er nochmal, hast du ein Film gesehen?
00:25:06: Und dann, ne sorry ich hab den noch nicht gesehen.
00:25:08: Dann gibt's einige Hollywoodstars die sagen wirklich, ey dann steh' ich auf!
00:25:12: Dann guck dir einen Film an und wenn du ihn gesehen hast kommst du nochmal wieder, dann führen wir das Interview zu Ende.
00:25:16: Also das meine ich zum Thema nicht vorbereitet.
00:25:19: Mein Verständnis aber korrigier mich weil du bist der Bro.
00:25:21: ist es so dass man schon genau sein Business kennen muss, wie du von deine Ärztin das beschrieben hast.
00:25:27: Die ist eh die Expertin, die weiß ja über was sie redet und was ihre Mission und ihre Vision ist aber sie kennt es aber so gar nicht zu kennen.
00:25:34: Das ist schon ein Fehler oder?
00:25:36: Ein
00:25:36: Riesenfehler sogar, sondern natürlich musst du dein Thema kennen.
00:25:39: Das ist ja überhaupt keine Frage!
00:25:40: Also ich bin eigentlich nicht in den Talkabend gegangen ohne zu wissen wer Horst Rubesch is'.
00:25:45: Ich weiß das der dreimal deutscher Meister war, ich weiß dass er denn Europapokalerlandesmeister gewonnen hat... ...ich weiß dass Erfizeweltmeister und Europameister mit der deutschen Nationalmannschaft gewesen ist.
00:25:53: Alles Fakten die ich weiß.
00:25:56: Und ich weiß da seit über fünfzig Jahren mit seiner Frau verheiratet ist so.. Da entsteht ja.. Da ist ja schon ein Thema nur fünfzig Jahre verheiratet, wie geht das denn?
00:26:06: Was ist das Geheimnis dahinter?
00:26:08: und so weiter.
00:26:08: Also da habe ich ja schon ein Thema mit dem zu besprechen!
00:26:12: Für mich ist grundsätzlich bei solchen Dingen immer wichtig... Natürlich musst du ein Wissen haben in meinem Job klar, genauso deinem Job auch.
00:26:21: Ich will nur damit sagen und ich habe keine Fragen vorbereitet.
00:26:24: also ich bin jetzt nicht in diesen Abend gegangen und hab mehr als zwanzig Fragen für jeden vorbereitet.
00:26:28: Ich wusste aber aus der Vita, ich wusste zum Beispiel weil ich das irgendwo gelesen hatte dass der eine, Frank Baumann, zweimal unter Horst Rubisch in der A-II Nationalmannschaft gespielt hatte.
00:26:44: Das wusste ich.
00:26:47: Solche Geschichten gehört zu einer journalistischen Aufgabe dazu aber ich lese halt auch jeden Tag alles was mir in die Finger kommt über Fußball und Sport im Allgemeinen.
00:27:00: Ich habe heute auf der Fahrt hierher mich ganz intensiv mit der deutschen Basketball-Nationalmannschaft der Frauen beschäftigt, weil ich im September die Weltmeisterschaft der Frauen für ProSieben kommentieren werde.
00:27:15: Das heißt aber meine Arbeit beginnt jetzt schon in dem ich alles lese und kucke über diese Mädels, über den neuen Bundestrainer ... Also meine Arbeit läuft eigentlich immer meine Vorbereitung!
00:27:29: Aber ich gehe dann nicht speziell in einen solchen Job und sage so, jetzt mache ich nochmal drei Stunden.
00:27:35: Wie so ein Beklopptown schreibt mir alles auf?
00:27:37: Das tue ich eben nicht.
00:27:39: Zu dem was du uns gerade erklärt hast wie es richtig geht auf der Bühne oder vor der Kamera oder vor dem Handy.
00:27:44: Wie es für mich
00:27:45: richtig geht ist wichtig.
00:27:46: Für mich richtiggeht aber ich kann nur jedem das empfehlen sich nicht so beklopt zu machen.
00:27:51: Ich glaube von dir kann man schon viel lernen.
00:27:53: Du machst das seit siebzehn Jahren, du machst das super erfolgreich und ich meine ... die Garantie für fünfundzwanzig Sendungen im Moment sind.
00:28:00: Wie viel hast du gemacht?
00:28:00: Zweihundertfünfzig, Fünfhundertsendung also von daher.
00:28:03: Fernsehsendungen, wie viele ich gemacht habe, live weit über viertausend.
00:28:07: Viertausende okay das heißt wirklich das was man glaube ich Proof of Concept nennt.
00:28:11: es gibt eine Sache die fand ich gerade noch total spannend.
00:28:13: Du hast so in so einem Nehmensatz gesagt fühl den Raum!
00:28:19: Das finde ich einen ganz tollen Satz.
00:28:21: Was meinst du damit?
00:28:22: Für wen sende ich?
00:28:24: Kenne dein Publikum?
00:28:26: Meine erste Frage, wenn ich eine Eventmoderation mache und eine Agentur oder ein Marketing-Mensch oder wer auch immer ruft mich an und sagt oder schreibt mir eine E-Mail.
00:28:37: Und dann telefonieren wir.
00:28:38: Das sind meine ersten Fragen immer für wen mache ich das?
00:28:41: Wer sitzt da im Publikum?
00:28:44: Danach baue ich die Art auf wie ich moderiere was ich sage in welcher Form ich das mache.
00:28:51: Auch da ist mein Spektrum relativ breit von Schnörerschnauze bis hochförmlich.
00:28:58: Also da ist alles dabei und kenne dein Publikum, damit meine ich fühle den Raum.
00:29:06: wie sind die Leute drauf?
00:29:08: Ich mache das ganz oft bei Events dass ich wenn ich in so ein Raum reinkomme mich erstmal an die Seite stelle weil vielleicht noch irgendwas anderes gerade stattfindet oder ich beobachte einfach nur wie die Leute reinkommen wie sie sich hinsetzen.
00:29:18: was haben Sie an?
00:29:20: alle im Anzug oder doch eher legär, eben im Hoodie.
00:29:24: Alles Dinge die wichtig sind.
00:29:25: Sind die Leute konzentriert?
00:29:26: Lachen sie?
00:29:27: Sind Sie offen gegenüber den Menschen, die um sie herum sind?
00:29:32: wird gequatscht oder wird nicht gequartscht?
00:29:34: wie sind sie drauf?
00:29:35: so und das meine ich mit fühle den Raum.
00:29:37: Das ist ganz entscheidend weil das passiert ja auch häufig zumindest in meiner Wahrnehmung.
00:29:43: Ich habe manchmal oder öfter auch den Eindruck es wird da irgendetwas vor sich hin gesendet oder auch bei Veranstaltung passiert irgendetwas vor sich hin.
00:29:52: Und dann merke ich so, wissen die eigentlich für wen die das hier machen?
00:29:56: Also wissen kennen die ihr Publikum!
00:29:59: Ich finde es total spannend dass du das gerade sagst.
00:30:01: und nochmal sorry dass ich jetzt hier so linked in Stress war weil ich war den ganzen Morgen da seit viertel nach acht heute morgen beim LinkedIn Summit und das war wirklich so interessant mit diesem fühlten Raum.
00:30:13: Es war so spannend die deutschen Speaker zu sehen die uns stage gehen.
00:30:17: Die gehen on stage, haben ihr Skript oder haben ihr iPad?
00:30:20: Oder haben einen Telepompter wo sie dann ablesen und fangen sofort an.
00:30:24: Sofort der erste Satz ist so Präsentation der Kino, ne?
00:30:27: So bam-bam-bamm.
00:30:28: das sind meine Themen.
00:30:29: ich führe euch dadurch.
00:30:30: Schau mal hier chart eins, chart zwei, chart drei.
00:30:32: vielen Dank schöne Reise noch!
00:30:34: Und dann Amerikaner Ganz anderes Game, ganz anderes Game.
00:30:38: Hier mal ein Shoutout an Jessica Jensen!
00:30:41: Jessica Jenssen ist CMO von LinkedIn aus San Francisco war schon CMO bei booking.com und war Plattformverantwortliche von Meta & Facebook.
00:30:53: Die kommt auf die Bühne Mit einer Superenergie und sagt als allererstes mal, ich habe mir gerade eine Breze gekauft.
00:31:00: Und für meine Tochter, weil die hat gesagt hey wenn du nach München fährst das erste Mal der Essen noch alle Leute brezen muss meine Brezen mitbringen.
00:31:07: Fängt sie erst einmal so an und alle Leute sind so total happy in München connected.
00:31:11: wow kommt aus San Francisco kauf sich als erstes ne Brezen hat auch gleich im ersten Satz schon erzählt dass sie eine Tochter hat Dass sie auch an ihre Tochter denkt, dass sie der Tochter die Brezen mittbringt In einen halb Setzen.
00:31:23: so viel Informationen.
00:31:25: Und du hast sofort gemerkt, was der Unterschied ist zwischen sorry wieder mal Amerikanern, die eine Keynote halten und vielen, vielen Deutschen, die es im Jahr zu technisch machen, zu gescriptet machen.
00:31:37: Also wunderbares Beispiel?
00:31:40: Dann bin ich vielleicht ein amerikanischer Deutscher weil das ist genau das, was ich auch tue ohne jetzt da jetzt so sagen, boah mache ich das gut.
00:31:49: Es ist einfach nur meine Art, die oft ankommt manchmal auch nicht ankommt.
00:31:53: Aber wenn du jetzt von Jessica hier so erzählst, dann ist es ja ein total einfaches Mittel einen Raum nicht nur zu fühlen sondern einen Raum zu gewinnen.
00:32:05: Denn sie hat in anderthalb Setzen den Menschen erklärt ich bin eine von euch.
00:32:11: Ich habe vielleicht ne Visitenkarte die ist irgendwie was weiß ich wie groß und da steht alles mögliche drauf.
00:32:16: aber ich hab' ne Tochter und ich hab mir ne Brezel gekauft und die hat sich so gefreut.
00:32:19: Ich hab zum Beispiel das Beispiel nun mal so nen Beispiel Frank Baumann Als Schalke-Manager sitzt letzte Woche auf meiner Bühne und ich will von ihm wissen, ob der Torwart einen Vertrag für die Bundesliga hat.
00:32:31: Loris Karius, der eine herausragende Saison spielt.
00:32:34: Hat der Kerl jetzt einen Vertragt für diese Saison oder nicht?
00:32:36: Jetzt kann ich ihn fragen.
00:32:37: Herr Baumann ist hier neben mir.
00:32:39: Eines wollen wir natürlich alle noch wissen.
00:32:41: Er hatte jetzt den Torwart ein Vertrag zur neuen Saison.
00:32:45: Mir kam aber zwanzig Sekunden vorher ein Gedanke.
00:32:50: Und dann habe ich das so gestellt Ich muss von meinem Sohn zehn Jahre alt selber Torwart schöne Grüße bestellen und er macht sich riesige Sorgen.
00:33:01: Ob Loris Karius bleibt oder nicht?
00:33:05: Publikum, fünfhunder Leute.
00:33:06: können wir ihm die Sorge nehmen.
00:33:11: Und der mich auch noch sagt, sag ihm schön Gruß, er brauchst dich keine Sorgen
00:33:16: machen.".
00:33:16: Und damit war alles gesagt!
00:33:18: Es ist nur ein Beispiel für das was Jessica gemacht hat nämlich einen menschenden Moment in einer professionellen, an der ein oder anderen Stelle zu steife Veranstaltung.
00:33:33: Ich weiß nicht da aber zu geben und wenn ich dich jetzt frage was war der schönste oder eine der schönsten Momente vielleicht den du da auf der Bühne erlebt hast könnte ich mir vorstellen als Jessica von der Brezel erzählt hat ist zumindest etwas, was dir im Kopf geblieben ist.
00:33:48: Neben vielen anderen, die dir nicht im Kopf blieben sind?
00:33:50: Weil ich dachte, totales Entertainment hat uns sofort getatscht damit und dann war irgendwie die Stimmung im Raum eine andere.
00:33:57: Sie hat die Stimmung in dem Raum verändert.
00:33:59: In dem Moment hast du gemerkt, es ist Energy drin.
00:34:02: In diesem Moment war das klar für alle.
00:34:04: Das ist jetzt hier kein Frontalunterricht.
00:34:06: Hier kommt die Oberlehrerin aus einem Silicon-Welle rein spaziert und sagt immer wie doof wir sind sondern eben wie du sagst...
00:34:12: Connected.
00:34:13: Und das sage ich auch immer den Leuten, wenn ich jetzt berate oder so.
00:34:17: Ich sag dann auch immer, erzähle was von dir!
00:34:22: Erzähle erst einmal eine kleine, mini-kleine Geschichte nur von dir.
00:34:27: Das holt die Leute gleich ganz anders ab.
00:34:30: Erzähl, wenn du vor deinen Mitarbeitern sprichst Natürlich bist Du der meisten verdient weil Du bist der CEO Oder Du bist ja etwas was ich Marketingchef.
00:34:39: Aber wenn du den Leuten das Gefühl gibst, die im Publikum sitzen.
00:34:43: Du bist einer von ihnen und hast die gleichen Sorgen!
00:34:45: Und du hast auch heute Morgen Kopfschmerzen gehabt.
00:34:47: oder die Kinder wollten nicht zur Schule... ...oder die Mathehausaufgaben haben gestern nicht funktioniert.
00:34:51: Whatever!
00:34:53: Holst dir die Menschen mit ganz wenigen Sätzen zu Beginn gleich ab?
00:34:56: Und du hasst eine höhere Aufmerksamkeit, eine höre
00:34:59: Attention?!
00:35:00: Und so mache ich das in meinen Event-Moderationen.
00:35:02: Das geht natürlich im Fernsehen nur bedingt ja aber da geht es auch.
00:35:05: Aber so mache ich bei Ihnen in fast allen Eventmoderationen.
00:35:08: Ich stehe dann für eine Brand XY auf der Bühne, vor allem Mitarbeitern, was lasse ich?
00:35:12: Jahrestagung.
00:35:15: und dann frage ich erst mal so einmal Handtuch wer hat heute Nacht schlecht geschlafen?
00:35:20: Und dann meistens heben nur drei die Hände oder so.
00:35:23: und dann sage ich hallo ihr drei ja das erste erste lacher So und dann sei werden gut geschlaven.
00:35:30: Dann heben was weiß ich auch nur hundert die Hende.
00:35:33: Und dann sage ich, okay herzlichen glück von Schaumann.
00:35:35: Was ist eigentlich mit dem Rest?
00:35:36: Seid ihr alle zu faul die Hand zu heben?
00:35:37: Habt ihr alle jetzt schon keinen Bock mehr oder was so?
00:35:40: also in der Sprache beginne Ich.
00:35:43: auf einer Bühne ist jetzt nur ein Beispiel wenn es im Sportkontext ist wo sind die Fans von Bayern München?
00:35:47: Wo sind die fans von Borussia Dortmund?
00:35:49: und wo sind Die Fans von wat weiß ich ja Oder oder oder aber erst einmal die Leute direkt ansprechen oder auch etwas zu sagen wie was das eigentlich für eine schöne erste Reihe hier?
00:35:58: wow Ja So Und da sitzen nur Kerle.
00:36:03: Ich sag, wieso ist es eigentlich nur Kerle?
00:36:04: Wo sind die Mädels?
00:36:06: So egal.
00:36:07: Also immer auf eine Situation reagieren was dir auffällt und das eben authentisch mit einbeziehen und du hast automatisch einen Raum viel leichter im Griff.
00:36:17: so ist das.
00:36:18: Du hast gesagt, dass du nie nervös bist.
00:36:20: Und ich muss sagen... Ich kann das bestätigen!
00:36:22: Ich war ja bei dir in der Sendung und ich würde gerne verstehen wie du das machst.
00:36:27: Wir saßen da um sechs Uhr.
00:36:29: dreißig war unser Slot, dass wir über das Buch hier sprechen konnten, der kurz zum Erfolg.
00:36:36: Dazu sitzen bei dir im Studio und die ganzen Leute sind da, und Kameras werden dahingestellt.
00:36:42: Und du kriegst dann so eine Ansage ja noch... ...fünf vierzig Sekunden, noch dreißig Sekunden!
00:36:46: Und du sitzt da ja Tom und so wie geht's?
00:36:48: Und was machst Du?
00:36:49: Und hast ein gutes Hotel gehabt
00:36:51: usw.,
00:36:52: ja noch fünfzehn Sekunde, noch zehn
00:36:53: Sekunden?!
00:36:54: Und du redest nur wenn wir dich denken!
00:36:56: Hey, wir sind gleich auf Sendung.
00:36:57: Wir sind gleich off-Sendung!
00:36:58: Aber wenn du fünf Sekunden dann nehm ich dir den Tatsch und ich so deinen Arm und sag' viel Spaß, es wird gut.
00:37:01: Genau.
00:37:02: Und da gehst du rauf und machst dein Text.
00:37:05: Wie schafft man das?
00:37:07: So wenig nervös zu sein, dass du wirklich bis fünf Sekunde vorher noch einen ganz normalen Smalltalk machen kannst und bist dann aber ready für deine Moderation.
00:37:17: Zwei Dinge sind glaube ich dafür wichtig.
00:37:18: Das eine ist die Routine.
00:37:21: Die Routine meine ich in dem Falle gar nicht negativ sondern das ist einfach das weil ich's... Das ist das eine.
00:37:28: Und das zweite, ist sicherlich auch ein Stück weit Talent!
00:37:35: Ich wäre wahnsinnig gerne Fußballprofi geworden oder Basketball-Profi geworden.
00:37:39: Das war mein Traum aber mir hat das Talent gefehlt und das ist natürlich auch ein ganz wichtiger Faktor in meinem Job also einen Talent irgendwie vom lieben Gott in die Wiegel gelegt zu bekommen und dieses Talent auch zu erkennen und aus diesem Talent etwas zu machen Auch das Vertrauen der eigenen Eltern beispielsweise als achtzehn, neunzehnjähriger zu haben.
00:37:58: Als ich meiner Mutter gesagt habe mit achtzehnt, ich gehe jetzt auf ein Kreuzfahrtschiff und werde animateur.
00:38:03: Ich komme aus einem Akademikerhaus, mein Vater war Landarzt meine Mutter hat in einem Reisebüro gearbeitet ganz, ganz schmießig.
00:38:11: Jeder andere hätte gesagt animatör aber sie zu, dass du deinen Hintern auf den Boden kriegst Und dann wird BWL studiert.
00:38:19: Der Junge macht was vernünftiges.
00:38:20: Nein, meine Eltern haben gesagt gute Reise kommen gesund zurück.
00:38:23: größte Geschenk, was meine Eltern beide verstorben mir in meinem Berufsleben gemacht haben.
00:38:27: Mir von Anbeginn an zu vertrauen.
00:38:29: und dieses Talent habe ich halt für mich erkannt und hab versucht etwas daraus zu machen.
00:38:34: Und zum Glück ist es mir bis hierhin gelungen so dass sich meine Familie davon ernähren kann das ich davon gut leben kann und mit vielen Menschen wahnsinnig viel Freude habe.
00:38:43: Ich gehe jeden Tag gerne zur Arbeit.
00:38:45: Jeden, jeden Tag!
00:38:47: Und ich kenne nicht mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit gehen.
00:38:50: natürlich gibt's mal Momente wo Die habe ich auch gehabt in meinem Leben.
00:38:53: Auch Krisen gehabt, wo es mir nicht ganz so leicht gefallen ist.
00:38:57: Aber ich hatte noch nie das Gefühl, dass ich gedacht habe, dieser Arbeit hab' ich jetzt keinen Bock und wie gesagt, das ist eben auch dank meines Talentes was ich für mich erkannt habe und was dann zum Glück auch andere erkannt
00:39:10: haben.".
00:39:13: und auch entschieden, dass du genau das machen möchtest.
00:39:16: Du hast ja gerade deine Karriere angesprochen!
00:39:18: Und du bist in NRW geboren?
00:39:20: In Hagen...in
00:39:21: Hagen geboren, genau ich habe mein Abi-Ball moderiert und irgendwie war das ein ganz lustiger Abend und es kam irgendwie gut an und ich hatte aber eigentlich nach dem Abitur das erste mal so am Mikrofon.
00:39:37: Es hatte keiner Bock, den Abi-Ball zu moderieren und ich dachte auch, warum denn nicht?
00:39:41: Ich habe mit drei Zehn als ich Johannes Bekerna gesehen habe bei Rann.
00:39:47: Ich habe für mich mit dreizehnt visualisiert – ich glaube man hat das damals noch nicht Visualisieren genannt aber ich habe damals den Wunsch geboren Rann Moderator zu werden.
00:39:57: Und als dann die Chance kam, den Abi-Ball zu moderieren, hab ich gesagt, probier's immer.
00:40:01: Du willst ja sowieso zum Sportjournalist werden?
00:40:03: Da brauchst du auch einen Mikrofon und machst das mal!
00:40:05: Sondern war das ein ganz lustiger Abend... ...und dann bin ich auf ein Kreuzfahrtschiff gegangen.
00:40:09: Eigentlich war mein Berufsplan.
00:40:11: Ich gehe aufs Kreuzahrtsschiff, werde animateur und studiere Tourismus weil das eine sichere Nummer.
00:40:17: Die Menschen fahren immer in Urlaub.
00:40:19: Da wird es immer Jobs geben.
00:40:20: Das war mein Gedanke.
00:40:21: Und kurz nachdem mich eine kurze Zeit auf diesem Schiffer wenige Wochen Das war die erste AIDA.
00:40:27: Es gab damals noch eine AIDa, wenige Wochen da war sagte mein damaliger Chef zu mir du musst heute Abend bingo moderieren.
00:40:34: Ich habe gesagt naja bald bingo-moderieren.
00:40:36: also nein nein nein ich bin hier für Sportanimation und Kinderanimationen und so Du musst bingo moderen.
00:40:43: von dem abend hab ich jeden Abend binggo moderiert weil es einfach gut ankam Und daraus ist die Idee entstanden ich versuche es zum fernsehen.
00:40:50: ich versuchte das wirklich was auf einem kreuzfahrtschiff jeden abend beim bingo später dann noch bei Karaoke-Shows und beim Bordfernsehen funktioniert, das muss ich doch auch in Deutschland schaffen.
00:41:01: Was
00:41:01: war der Punkt für dich?
00:41:02: Dass es für dich sofort klar war okay auf dem Schiff ist nice und du machst sogar bingo aber nicht für immer.
00:41:08: was war dieser Moment wo du einfach auch deine Karriere verändert hast und wir nennen das ja auch immer... Ja, diese Kunst sich neu zu erfinden.
00:41:15: Das ist ja gerade heute in dieser Welt wo so viele Jobs wegfallen, alte Jobdescriptions wegfallen und man muss sich neu anpassen... Du hättest ja auch noch auf dem Kreuzfall sein können und vielleicht wärst du heute auf einem Traumschiff und wurdest um die Welt reisen?
00:41:29: Wahrscheinlich sogar wenn ich nicht Ende deiner Neunzehneunzig eingezogen worden wäre von der Bundeswehr.
00:41:36: Die haben
00:41:37: dich vom Schiff geholt!
00:41:38: Ganz einfach, das ist die Geschichte.
00:41:39: Und dann bin ich zur Bundeswehr eingezogen worden und dann war ich Soldat so.
00:41:44: Dann habe ich eigentlich einen Vertrag unterschrieben, dass ich nach der Bundeswehrzeit, das waren damals zehn Monate zurück aufs Schiff gehehren.
00:41:49: Ich habe mich zwei Jahresvertrag unterscherben.
00:41:51: Der war unterschreiben!
00:41:53: Und da wachte ich einen Morgen auf... ...ich weiß gar nicht mehr, wodurch bedingt aber ich wachte auf und wusste jetzt wieder auf's Schiff gehen.
00:42:04: also das wäre in acht Wochen gewesen irgendwie so... ...ist falsch.
00:42:08: Du willst es doch in Deutschland versuchen.
00:42:10: Du willst auch in Deutschland zum Fernsehen, du musst das hier
00:42:14: versuchen.".
00:42:15: Und dann habe ich da angerufen – da gab's ja noch keine Handys, in der vorhin so eine Festnissnummer da angeruften bei der Deutschen See-Touristik in Rostock und hab gesagt Hallo!
00:42:23: Dann habe ich diesen Vertrag gekündigt, dann haben die natürlich um Gottes Willen, du spinnst oder einen richtig Ärger hatte ich dann.
00:42:30: aber ich bin dann rausgelassen worden und bin dann zum Fernsehen, habe mich dann beworben beim Fernsehen und habe die ersten Praktika gemacht Ganz klassisch tommen, der ganz normale Medienweg.
00:42:41: Ein Praktikum nach dem anderen eine Bewerbung nach der anderen... Dann habe ich immer im DSF zum Beispiel, stand ich da im Studio und dann hab' ich den Moderator gefragt, darf ich auch mal moderieren in diese Kamera rein?
00:42:54: In irgendeiner Werbepause und so, nee, nee das kannst du wann anders machen!
00:42:57: Das waren immer meine Antworten die ich bekommen habe.
00:42:59: Und dann habe ich gesagt bitte, bitte irgendwann durfte ich einmal dastehen für so dreißig Sekunden und dann durfte War ganz aufgeregt und dann war natürlich das Feuer in mir da, ich will das unbedingt schaffen.
00:43:15: Aber mein Weg hin zu Sat.Eins, das waren zwischen AIDA Ende neunundneutzig und Anfang Sat.einzwanzzehn Jahre, war gepflastert von Niederlagen, war geflastered vom verlorenen Castings, war geflasterd von hunderten DVDs die ich verschickt habe und war geplastert von Hunderten Absagen.
00:43:37: Krass!
00:43:37: Wie bist du damit umgegangen?
00:43:38: Na ja, also früh zu lernen mit Niederlagen umzugehen ist tatsächlich etwas was mein Weg geprägt hat.
00:43:48: Es hat vieles nicht funktioniert.
00:43:49: wie bin ich damit umgegangen?
00:43:50: immer wieder neu aufgestanden?
00:43:52: Immer wieder die Extrameile immer wieder nochmal ein.
00:43:55: das werden viele kennen.
00:43:56: Ich weiß viele hören dich dir selber nun berufliche Karriere gemacht haben werden das kennen, dass ein solcher Weg niemals von alleine funktioniert.
00:44:04: Dass du immer wieder neu aufstehen musst, dass du immer mit Absagen umgehen musst.
00:44:09: Ich habe am Anfang immer wieder gehört, du bist uns zu jung, dein Gesicht ist zum Milchbubihaft, meld dich wenn der Bartwuchs da ist, weißt du solche Geschichten?
00:44:19: Von bis oder auch so.
00:44:22: ja es passt gerade nicht richtig.
00:44:24: und sich bewerben!
00:44:27: Hört ja bis heute nicht auf.
00:44:29: Ich bin ja bis Heute in einem Prozess immer wieder Menschen davon zu überzeugen, zu wollen.
00:44:36: Das mache ich heute gemeinsam mit einem fantastischen Team natürlich Aber ein wunderbares Management mit dem ich zusammen arbeite.
00:44:43: aber Natürlich Bin ich bis Heute In der Situation Immer Wieder auch Menschen Zu sagen hi hier bin ich Habt ihr Bock Mit mir zu Arbeiten?
00:44:55: Und das hört ja nie auf.
00:44:57: So, und bis heute gibt es Niederlagen!
00:45:00: Und mein Beruf hat mich auch an die größte berufliche Niederlage... Ich spreche gar nicht weiter drüber, welche das war, aber für mich will ich nur sagen ... Es gab eine beruflichen Niederlager für mich, die hat mich wirklich sehr tief an meinen eigenen seelischen Abgrund gebracht weil ich's nicht verstanden habe.
00:45:17: Jetzt
00:45:18: musst du es
00:45:19: erzählen.
00:45:21: Es ist ein Cliffhäger!
00:45:23: Deshalb sage ich das vorher, ich will nur damit sagen... Ich weiß was es bedeutet mit Niederlagen umzugehen und ich weiß, was es auch bedeutet morgens aufzustehen und zu wissen Scheiße, was kommt als nächstes?
00:45:35: Oh Gott, ich weiß überhaupt nicht weiter.
00:45:36: Und ich weiß übrigens nächste Woche nicht wie mein Kühlschrank vollmachen soll.
00:45:40: Das sind alles Zeiten gewesen durch die ich gegangen bin.
00:45:45: Diese Niederlagen gehört dazu.
00:45:46: so ein bisschen wie ich arbeite, viel Motorsport.
00:45:48: Wenn twenty-fünf Autos im Motorsport, im Kreisfahren, dann kann genau einer gewinnen.
00:45:56: Also bei vierundzwanzig haben wir das Rennen verloren und so war es eben in meinem Leben auch.
00:46:01: Ich habe wahnsinnig viele Runden gedreht und bin Wahnsinnig auf achter, sechster oder vierter geworden.
00:46:07: aber am siebenzwanzigsten März zwei Tausend neun als sich das Casting bei SatEins gemacht habe da war ich erster.
00:46:13: Da hab' ich gewonnen Und das hat dann mein Leben verändert.
00:46:16: Glückwunsch dazu!
00:46:18: Es klingt immer so, sorry, so einfach du musst lernen mit Niederlagen umzugehen.
00:46:22: aber wie machst du es konkret?
00:46:24: Weil ich meine viele kennen das.
00:46:25: die machen tausend Bewerbungen und kriegen auch nur Absagen und natürlich werden sie dann unsicher was machst Du wenn Du eine wirklich schmerzliche Absage bekommen hast oder bekommst?
00:46:35: nimmst Du dann dein Basketball und wirfst ein paar Körbe gehst Du laufen?
00:46:44: Ich
00:46:45: besinne mich auf das, was ich habe.
00:46:47: Ich bin ein Mensch in dessen Leben, dass Glas immer halb voll ist und mein Glas nie halb leer.
00:46:52: Das ist tatsächlich eine Mindset-Frage und das sage ich auch nicht nur so.
00:46:55: daher, da bin ich wirklich.
00:46:57: Es gibt natürlich auch Momente wo ich mich tierisch ärgere und dann muss der Ärger auch mal raus und dann kommt er in meinem Umfeld raus.
00:47:04: überhaupt keine Frage.
00:47:06: Wichtig ist glaube ich über Niederlagen zu reden gute Freunde zu haben, ein gutes Umfeld zu haben.
00:47:12: Eine gute Partnerschaft vielleicht auch zu haben wo man über eine solche Niederlage reden kann und eine Niederlager nicht als Schwäche zu verstehen.
00:47:19: Ich glaube das ist ganz wichtig.
00:47:23: Kein Weg nach oben ist gepflastert von nur Erfolg.
00:47:27: Michael Jordan hat das so schön gesagt.
00:47:29: ich bin deswegen so gut geworden weil ich achtundzwanzig tausendmal daneben geworfen habe Nicht weil ich dreißigtausend mal getroffen habe.
00:47:34: sinngemäß gibt es Zitat ist etwas anders aber da ist viel dran.
00:47:41: Und jetzt kann man sich vornehmen, ein Mindset, ein solches Mindset irgendwie so in seine Birne zu kriegen.
00:47:46: Ich glaube wenn man es immer und immer wieder sich sagt... ...und immer wieder auch demütig auf das eigene Leben schaut und sagt was habe ich eigentlich alles erreicht?
00:47:53: In meinem Leben!
00:47:53: Was hab' ich eigentlich Gutes
00:47:55: geschaffen?!
00:47:55: Was hab ich Gutes
00:47:56: getan?!
00:47:57: Ich bin vielleicht eine wunderbare Familienvater, ich hab' eine glückliche Frau oder ich hatte auch drei glücklichen Eden von mir aus oder was aber immer!
00:48:03: Ja?
00:48:03: Und ich bin mit allen noch gut oder vielleicht nur mit einer nicht mehr keine Ahnung.
00:48:07: Aber Sich darauf zu besinnen auch Gutes schon hat, dann glaube ich tut die Niederlage nicht so weh.
00:48:15: Das ist mein Weg dazu!
00:48:17: Du hast ja auf jeden Fall dein Weg gemacht und deinen Code zum Erfolg definitiv gefunden.
00:48:26: Auch ein Personal Brand aus dir gemacht.
00:48:28: Das ist ja auch interessant, dass du einfach nicht Moderator geblieben bist und du hast gesagt, Fernseher reicht nicht!
00:48:32: Du machst die ganzen Events nebenher.
00:48:34: Du weißt jetzt auch gerade bei den Olympischen Spielen.
00:48:36: Du moderierst Events, du moderierest Veranstaltungen, machst sehr viel im Bereich Corporate.
00:48:41: Du hast dann einen Podcast mittlerweile.
00:48:44: Du machst super viel fürs Personal Branding.
00:48:48: Wie wichtig ist dir das und was ist deine Strategie dabei, diesen Brand immer auch aufzubauen um dich vermutlich auch wahrscheinlich unabhängig zu machen vom Fernsehen oder?
00:48:59: Also die erste Motivation all diese Dinge zu machen ist vor allem erst mal Spaß.
00:49:03: Ich komme von der Bühne ich komm aus dem Eventbereich.
00:49:05: dass mache ich achtundzwanzig Jahre lang und deswegen habe ich das nie sein lassen.
00:49:09: Ich hab also nicht zwei tausend neun entschieden als es Fernsehen begonnen hat so sagen Hör jetzt auf mit Veranstaltungen und Events, sondern ich mache genau das weiter.
00:49:19: Ich mache viel im Charity-Bereich aber auch genauso eben im Corporate Bereich sprich für Unternehmen und für Veranstaltung von, was weiß ich?
00:49:28: Von Brands die man kennt, aber genauso auch von ganz kleinen oder auch ganz kleine Veranstalten.
00:49:34: Und ich habe das große Glück heute auch so entscheiden zu können dass wenn ich auch etwas Bock habe dann mach' ich es!
00:49:41: Dann ist vielleicht sogar das Preisschild egal Weil wenn ich wirklich Bock drauf habe, dann ist mir das Preisschild wirklich egal.
00:49:47: Ich mache es aber auch um natürlich unabhängig oder unabhängiger von meinem festen Job beim TV zu sein.
00:49:53: Überhaupt keine Frage so!
00:49:54: Das zweite Personal Brand klar ist total wichtig und da bin ich ehrlicherweise gar nicht so gut drin.
00:50:03: Da werde ich auch immer wieder mal gerügt von Matthias und von Denise die beide meinen... wunderbares Management machen und sagen, auf die Veranstaltung soll das jetzt aber schon gehen.
00:50:14: Weil heute Abend ... Und dann sage ich, muss ich wirklich?
00:50:19: Also bin aber froh, dass ich auch solche Profis an meiner Seite habe und wir da gemeinsam im Austausch sind, weil da bin ich tatsächlich eher schlecht.
00:50:27: Was so dieses strategische angeht.
00:50:30: Da bin ich jetzt erst durch die beiden besser geworden.
00:50:33: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:50:34: Ich hab mich viele Jahre auch schleifen lassen Aber ich mache Dinge eben vor allem auch aus Freude.
00:50:39: Deswegen habe ich meinen Podcast begonnen, der ist übrigens im Frühstücksfernsehen entstanden in einer Live-Situation.
00:50:44: Meine Kollegin und ich wir saßen so nebeneinander und die Regie sagte wieder fertig werden, fertig werden kriegten wir aufs Ohr ihr müsst jetzt hier weitermachen weil wir redeten irgendwas und haben gesagt wir haben aber Redebedarf!
00:50:53: Wir wollen noch ein bisschen reden.
00:50:54: und dann haben wir gesagt weißt du was?
00:50:55: Ihm unten!
00:50:56: Wir machen einen Podcast!
00:50:57: Sollte nicht ein Podcast
00:50:58: machen?!
00:50:58: Ja wir machen den Podcast!
00:50:59: Und haben wir eben Fernseh, die Zuschauer gefragt wie soll denn unser Podcast heißen?
00:51:03: Dann kam Tausende Vorschläge natürlich.
00:51:06: Tausenden!
00:51:07: Wir haben dann entschieden, wir nennen ihn wirklich einfach Redebedarf.
00:51:10: Wir haben Redebedarfe.
00:51:12: Das hauen wir einmal die Woche Karen Heinrichs und ich raus und quatschen über Gott und die Welt ohne Sinn und Verstand.
00:51:20: Einfach, wir laden die Zuhörer an den Küchentisch ein.
00:51:23: aber die Idee dahinter wie gesagt war keine Strategie sondern war ein spontanes ein spontanes Ding, aber das ist natürlich heute jetzt ein Vehikel und auch eine Öffentlichkeit die wir schon auch strategisch in Zukunft mehr nutzen wollen.
00:51:36: Ist ja klar!
00:51:37: Also wenn ich jetzt sagen würde, ich mache alles im Leben immer nur weil ich gerade Bock drauf habe... Nein, natürlich gehört Personal Branding auch mit dazu und natürlich sind es Dinge, die mich auch wieder ehrlicherweise vermehrt beschäftigen.
00:51:49: Aber lasst uns da bitte mal über diese ganze Kraft des Fernsehens und vor allen Dingen auch das linearen Fernsehen sprechen, über das Business-Fernsehen was das möglich macht.
00:52:00: Und ich sage mal vor allem in der heutigen Zeit wo ja alle nur noch im Handy hängen und Social unterwegs sind dass dieses Fernsehen Ja, immer noch funktioniert.
00:52:09: Oder wie ist deine Perspektive darauf?
00:52:11: Was funktioniert in Zweifel auch nicht?
00:52:13: Fangen wir mal damit an was du gerade beschrieben hast.
00:52:14: Du startest deinen eigenen Podcast aus der Sendung heraus und er funktioniert weil Fernsehen dann der Treiber ist.
00:52:20: für die Zuschauer haben dich im Fernsehen gesehen zack gehen sie ja auf deinem Podcast das funktioniert.
00:52:25: ich glaube ein podcast heutzutage überhaupt zu etablieren ist wahnsinnig schwer Und das haben ja auch alle Experten gesagt, dass es ein Marathon und kein Sprint ist.
00:52:33: Also nur weil ich im Fernsehen arbeite und irgendwie dreimal im Fernsehensage – ich habe jetzt auch einen Podcast – gewinne ich also keine fünftausend Hörer dazu.
00:52:41: Okay?
00:52:41: Nein!
00:52:41: Das funktioniert nicht.
00:52:43: Aber
00:52:43: ich muss sagen, das hat funktioniert.
00:52:44: Frühstücksfernsehen hat funktioniert.
00:52:45: nach dem Frühstückfernsehen.
00:52:46: Exakt die Stunden danach haben wir über einhundert Bücher verkauft.
00:52:49: Unmittelbar nachdem Frühstucksfernsehen Zuschauer dieses Buch gekauft.
00:52:54: Danke dafür!
00:52:57: Bücher funktionieren auch tatsächlich gut, aber einhundert Bücher und nicht zehntausend Bücher.
00:53:01: Es haben aber in dem Moment vielleicht fünfhunderttausend Menschen geguckt.
00:53:05: Also ich will jetzt gar nicht die... Nur weil Fernsehen ist halt briseln?
00:53:12: Ja.
00:53:12: Und aktiv dann loszugehen und sagen, ich abonniere jetzt einen Podcast.
00:53:15: Ich suche den jetzt auf meinen Händen.
00:53:16: Ich gehe jetzt zu Amazon, zu was auch immer Talia oder wie sie alle heißen und klicke auf das Buch und kaufe das jetzt.
00:53:23: Auch das ist ein Marathon.
00:53:27: Und deswegen glaube ich, dass es ganz wichtig ist natürlich den Spaß dabei zu haben aber eben dann auch wirklich mit Strategie irgendwie voranzugehen und sagen okay ich habe jetzt hier diesen Podcast.
00:53:37: Ich mache das jetzt weil ich da irgendwie Bock drauf habe Aber ich will das natürlich auch in irgendeiner Form gemeinsam mit meiner Freundin und Partnerin also beruflichen Partnerin Karen Heinrichs.
00:53:46: wir wollen das zusammen monetarisieren Wir wollen da zusammen irgendwie gucken, ob wir damit wachsen können.
00:53:52: Aber das Fernsehen an sich hat immer noch einen Zauber der Berieselung und das Fernsehen wird auch glaube ich so schnell nicht aussterben?
00:54:00: Also zumindest werden wir beide die Rente erleben und es Fernsehen wird's noch geben.
00:54:05: Ganz sicher!
00:54:05: Das liegt ja im Fernsehen.
00:54:07: Das glaube ich ja, denn also das Fernseen wird nämlich seitlich beim Fernsehen-Arbeit schon totgeschrieben.
00:54:13: Natürlich ist die Entwicklung TikTok usw.
00:54:15: heute sehr viel schneller.
00:54:17: aber Die Kiste in unserem Wohnzimmer, die wird nach wie vor da sein.
00:54:20: Wir werden sie nur anders nutzen.
00:54:23: Das Fernsehen wird auf Streamingplattformen stattfinden und das Fernsehen ... und die Mahnt viel mehr stattfinden, tut sie ja jetzt schon ehrlicherweise.
00:54:31: Und bestimmte Sachen werden aber auch weiter live funktionieren.
00:54:33: ich glaube nach wie vor an die Kraft des Lagerfeuers.
00:54:36: Ich glaube nachwie vor daran mit der Familie zusammen.
00:54:39: wenn dann im November Bill Kaulitz und Tom Kaulits wenn das eben Fernsehen, eben zweiten deutschen Fernsehen machen werden Dann werden wir alle wieder lagerfeuermäßig für der Glotze sitzen.
00:54:48: Ich sitze lager Feuer.
00:54:49: mäßig bin meine Familie bei Schlank den Star.
00:54:52: Wir gucken The Voice.
00:54:53: Diese lange, vollen Momente sind auch für die Kinder schön.
00:54:58: Das ist das eine.
00:54:59: Ich glaube, dass morgens – und jetzt werde ich wieder strategisch – das Fernsehen weiter es noch lange geben wird, weil keiner sagt, halb sieben!
00:55:07: Jetzt ne schöne Netflix-Serie?
00:55:09: Das macht keiner, sondern da machst du morgens das Frühstücksfernsehen an und guckst, lässt dich berieseln neben dem Zähne putzen... Was glaubst Du wie oft Menschen zu mir kommen und sagen hey Matthias, das ist so schön, dich kennenzulernen….
00:55:21: Ich gucke Dich immer nackt.
00:55:22: Ja, das stimmt.
00:55:25: Kann ich mir vorstellen!
00:55:27: Dass du mich gerne nackt guckst, ne?
00:55:28: Nach mal aufstehen und bist immer bei mir, darf ich dich meinen Arm nehmen.
00:55:31: Passiert mir heute im Zug passiert.
00:55:34: Passieren wir jeden Tag.
00:55:36: Das heißt also diese Kraft morgens wird da sein und im Live-Sport.
00:55:40: Im Live-Sport wird es auch weiter zu des Fernsehen geben.
00:55:44: Live Sport kaufe ich sofort.
00:55:46: Frühstücksfernsehen bin ich total interessant.
00:55:47: Ich habe mein New York gelebt.
00:55:51: Da war das Frühstücks-Fans in Amerika, das größte überhaupt.
00:55:53: Da habe ich so gelernt dass das die Biggest Shows sind.
00:55:56: Good Morning America und wie die alle heißen... ...zwanzig Millionen Leute, fünfundzwanzig Million Leute!
00:56:02: Und da war ich total geflasht.
00:56:03: und alle großen Artists von
00:56:05: Beyoncé
00:56:06: und Jay-Z wie sie alle heiße waren immer wenn sie damals einen neuen Hit hatte eine neue ein neues Album hatten.
00:56:13: Sind Sie immer ins Frühstücksfernsehen gegangen?
00:56:14: Ich habe mir gedacht, warum machen die das?
00:56:16: Warum tun sie sich das an so früh morgens?
00:56:18: und hab dann gelernt, weil da einfach
00:56:19: Multimillionen
00:56:20: Leute im Jahr morgens sich fertigmachen und den Fernseher dabei laufen
00:56:25: lassen?".
00:56:26: Wir haben jetzt in Deutschland auch eine Zeit lang gehabt dass wir also ich hatte gefühlt jeden Hollywood-Star auf meiner Couch Also wo du gesessen hast von Harrison Ford Daniel Craig Jennifer Aniston Will Smith Cameron Diaz wie sie alle waren alle da Genau in diesem Studio.
00:56:43: Das haben wir auch eine Zeit lang gehabt, warum waren sie da?
00:56:46: Weil Sie aus Amerika wussten okay bei uns ist das Frühstücksfernsehen so groß dann gehen wir natürlich auch nach Deutschland ins Frühstück Fernsehen.
00:56:52: dass mir viel kleiner sind wussten die da zu dem Moment gar nicht aber Wir sind für den deutschen markt immer noch groß genug.
00:56:58: Das ist das eine.
00:56:59: das zweite die artist.
00:57:01: ich war selber mal zu Gast in der today show.
00:57:03: The German Matt Also der deutsche matt bekam die Einladung.
00:57:09: Matt Lauer hieß nämlich einer der Hosts damals, der ist irgendwann unehrenhaft entlassen worden.
00:57:14: Da war irgendwie auch eine Skandalgeschichte.
00:57:15: was genau weiß ich nicht mehr aber er ist immer entlassen wurden viele Jahre später Aber das muss so zwölf zu zwölft gewesen sein.
00:57:21: weil ich also eingeladen und Ich kam dann nach New York in dieses Studio und habe gesehen wie groß das alles ist.
00:57:28: Und auf der anderen Seite aber auch nur ein Gästeraum Wie unsere also jetzt auch kein Marmor Fußboden aber diese Leute die da auftreten halt alle totale Stars.
00:57:38: Und Matt Lauer kam jeden Morgen mit dem Hubschrauber, wo der abgeholt aus den Hamptons.
00:57:44: Um dann morgens da seine Today-Show zu moderieren und fragte mich wie das denn bei uns sei?
00:57:51: Und dann habe ich so wortwörtlich gedacht, na ja eigentlich veräßbaren.
00:57:56: Das beschreibt ganz gut den Unterschied.
00:57:59: Ich fahre natürlich mit meinem eigenen Auto aber weiß was ich meine es beschreibt den Unterschied.
00:58:02: der bekommt wahrscheinlich dass hundertfache pro Sendung Ganz anderer Stellenwert dieses Frühstücksfernsehen in Amerika als bei uns.
00:58:11: Aber auch bei uns ist es eben so, dass... Und jetzt bin ich wieder beim wichtigen Punkt von vorhin, kenne deine Zuschauer!
00:58:21: Ich bin halt auch wie Axel aus Bordtrop.
00:58:24: Weißt du?
00:58:25: Ich bin der Matze aus Hagen.
00:58:27: Der isst wahnsinnig gerne Röstzwiebeln und quatscht er auch gerne drüber und geht genauso beim Aldi einkaufen wie mein Zuschauer.
00:58:37: So bin ich.
00:58:38: Und wenn man mich privat sieht, dann habe ich eine Cappy auf, eine Brille auf und eine alte zerrissene Jogginghose an und dann latsche ich irgendwie durch die Gegend.
00:58:46: Das ist mein ganz normales Leben.
00:58:48: und da bin ich wieder beim Authentischen.
00:58:53: Mit dem Hubschrauber zur Arbeit kommen wäre in Deutschland ein fatales Signal.
00:58:58: Ich bin sehr schnell, sehr unglaubwürdig.
00:59:01: Hättest du aber auf jeden Fall einen gewissen Fame?
00:59:03: Dass die Leute sagen, wenn hier kommt, dann kommen Matze aus Hagen zu arbeiten.
00:59:06: Jetzt kommen wir mit dem Hubschrauber.
00:59:10: Ein ehemaliger Chef von mir war auch Hagener und es ging um irgendeine Diskussion wie ich also von A nach B komme und dann habe ich zu ihm gesagt, sie kommt aus der gleichen Stadt wie ich.
00:59:19: Dann hab ich gesagt, weißt du was?
00:59:20: Wir kriegen das doch irgendwie hin!
00:59:21: Du musst halt einfach ein Privatjet
00:59:23: bezahlen.".
00:59:23: Und da hat er mich angeguckt und gesagt so.
00:59:25: Was hast du nur
00:59:26: geraucht?!
00:59:27: Jungs, wir fliegen nicht privat.
00:59:31: Ich sage ja stimmt, hast du recht?
00:59:32: Du bist Bescheid!
00:59:35: Das ist tatsächlich zwischen Amerika und Deutschland ein riesen Unterschied.
00:59:40: Riesig groß.
00:59:40: Wann muss Matze aus Hagen eigentlich morgens aufstehen wenn er um fünfo-dreißig schon auf Sendung geht und vierundhalb Stunden sendet?
00:59:46: Drei Uhr dreißig klingelt man weg.
00:59:48: Zwei Stunden vorher Ich habe sehr viel Vorbereitungsarbeit, mache ich am Abend vorher.
00:59:53: Als du mein Gast warst zum Beispiel, habe ich dein Buch zu Hause gehabt und hab das abends durchgeblättert oder mal geguckt.
00:59:59: wer ist da alles drin?
01:00:00: Ich habe gemerkt viele Menschen in deinem Buch kenne ich tatsächlich auch ein sehr schöner Impuls gewesen.
01:00:08: oder habe ich auch interviewt?
01:00:10: eine wunderbare Auswahl an Menschen.
01:00:13: Und das schaue ich dann abends durch und dann mache ich mir so zwei, drei Gedanken... Das mache ich nicht nur mit dir, das mache ich eben mit jedem meiner Talk-Gäste.
01:00:20: Das heißt also bei mir findet Vorbereitungsarbeit erst am Abend statt.
01:00:25: Ich schlafe dann lieber ein bisschen länger.
01:00:27: Haha!
01:00:28: Bis drei Uhr dreißig.
01:00:29: Gibt aber einige Kollegen die auch deutlich früher aufstehen.
01:00:32: Dann fahre ich relativ knapp zur Arbeit, sodass ich gar nicht so viel Vorbereitungzeit mehr im Studio habe.
01:00:37: Aber der Wecker geht.
01:00:38: Drei Uhr Dreißig erbarmungsschloss.
01:00:40: Und der Abend vorher, das heißt du kannst nicht erst einmal
01:00:42: mit zwanzig Uhr bin ich im Bett.
01:00:44: Knallhart!
01:00:45: Das war früher auch mal anders aber mit zunehmendem Alter... Ich bin jetzt sechsundvierzig.
01:00:50: also mit dreißig habe ich die Nummer noch anders gemacht.
01:00:52: da bin ich sogar mal aus dem Club.
01:00:54: Direkt in die Sendung?
01:00:55: Ja direkt
01:00:55: in diese Sendung gab es auch.
01:00:57: Warst du eine gute Idee?
01:00:58: Also das hat so gut funktioniert dass ich das mehrmals gemacht hab.
01:01:01: ja
01:01:03: Matthias, lassen Sie mal über dieses Fernsehwissens reden.
01:01:05: Weil ich finde es ist so faszinierend zu sehen dass jemand so wie du siebzehn Jahre dabei ist.
01:01:11: wir leben in einer Zeit wo alle Jobs noch so kurz machen nichts ist beständig und dann siehst Du dieses Fernsehen und du machst siebzen jahre diese Karriere.
01:01:19: Und Ich finde Es gibt So viele im Fernsehen komischerweise die so lange schon dabei sind auch frauke ludwig die auch hier in dem buch ist.
01:01:29: Warum Ist das so?
01:01:30: warum gibt es Im Fernsehen weniger Fluktuation als in den normalen Jobs draußen.
01:01:35: Ist das so einmal Fernsehen, immer Fernsehen?
01:01:37: Nein!
01:01:38: Ich glaube es gibt viel Fluktuation.
01:01:40: wir kümmern uns aber oder beschäftigen uns vor allem mit den Leuten die wir lange schon kennen oder die wir lang sehen.
01:01:47: und dann denken wir ach guck mal Frau Gludewig ist da jetzt schon dreißig Jahre Das geht ja allen so.
01:01:55: Aber ich glaube diejenigen die wirklich lange Auf diesen Positionen im On bleiben, so wie Frau Kuludowich.
01:02:01: Wie meine Kollegin Marlene Lufen.
01:02:04: Wie ein Stefan Raab das über viele Jahre gemacht hat.
01:02:07: Wie das gerade im Nachrichtenbusiness ja auch der eine oder andere macht.
01:02:10: Das sind Leute, denen sind wir Peter Klöppel.
01:02:13: Die sind lange bei uns und so bin ich eben auch sehr lange bei den Menschen die morgens aufstehen... ...oder mit den Menschen, die gerne Sport schauen!
01:02:23: Ich habe aber viele auch kommen und gehen sehen auf diesem Weg.
01:02:26: Das heißt, ich würde gar nicht zustimmen und sagen das Fernsehen ist so gemacht dass ganz viele immer ewig bleiben sind aber einige oder einige ein paar pro Sender würde ich sagen die einfach schon lange mit dabei sind.
01:02:39: ja aber auf meinem weg habe ich doch auch viele gehen sehen.
01:02:45: So weißt du was ich meine?
01:02:46: Aber ich bin wiederum jemand der sehr Auch ich bin der ProSiebenSatEins-Gruppe sehr loyal gegenüber.
01:02:52: Es ist jetzt nicht so, dass es nie den Moment gab, gehen zu können oder auch gehen zu wollen aber eher können.
01:03:01: Aber ich bin bisher immer sehr loyal geblieben weil ich da aber auch glücklich bin und weil ich eben... Ich wollte mit drei Zehnen Rannmoderator werden und ich habe dreißig Jahre später, zwei Tausend Zweiundzwanzig die große Fernsehshow Dreißig jahre ran moderiert.
01:03:17: Da war meine Geschichte rund.
01:03:18: Wow, Dream
01:03:20: comes true!
01:03:23: Ich glaube ich bin jetzt keine Blaupause für jeden der beim Fernsehen arbeitet.
01:03:26: Aber lasst uns mal mit einem Mythos aufräumen, weil man ja bedenkt so Fernsehen ist ja genauso wie Social Media.
01:03:31: Aber scheinbar gibt es einen Riesenunterschied zwischen Social Media – ich mache mal schnell eine Instastore oder ein TikTok-Video und ich mach eine Show im Fernsehen!
01:03:38: Weil ganz offensichtlich, es gibt so viele erfolgreiche Social Media Stars Influencer die aber trotzdem nicht im Fernsehnt funktionieren oder nicht ins Fernsee kommen oder keine große Fernsehsthow bekommen.
01:03:51: Warum ist das so?
01:03:52: weil sie glaube ich in dieser kleinen, vermeintlich kleinen Social Media-Welt funktionieren auf ihrer Art und Weise.
01:04:01: Und bestimmte Skills die du für eine große Fernsehshow brauchst gar nicht mitbringen.
01:04:06: Wir haben das ne Zeit lang im Frühstücksfernsehen gehabt als wir erfolgreich hier YouTuber versucht haben morgens als Experten für Thema X oder Y Schminktipps keine Ahnung bei uns in die Sendung zu bringen.
01:04:18: Die sind entweder von Nervosität gestorben rübergebracht auf die Art und Weise, wie das das Fernsehen braucht.
01:04:25: Das sind einfach zwei verschiedene Sprachen.
01:04:27: Social Media ist eine andere Sprache als das Fernsehen.
01:04:31: Und nur weil beide mit einer Kamera oder weil beide vor der Kamera miteinander zu tun haben, sind es trotzdem zwei unterschiedliche Welten.
01:04:38: Umgekehrt ist es übrigens genauso!
01:04:40: Ich habe zwar auch bei Instagram Hundertzwanzigtausend Follower, die hab ich aber nicht, weil ich so ein wahnsinnig guter Influencer bin sondern die habe ich aufgrund meiner Tatsache, weil.
01:04:51: Aber ich bin auch kein... Ich kann das nicht.
01:04:55: Ich kann mich da hinstellen und weh, Leute!
01:04:59: Es bin ich nicht, es kann ich nicht aber ich habe keinen Talent für und somit sind das zwei Welten die so parallel zueinander herlaufen.
01:05:08: Mein zehnjähriger Sohn, der wie gesagt freut sich dann wenn ich ihm erzähle dass ich Influencer Streamer XY kennengelernt habe.
01:05:17: was ich aber mache interessiert den Null.
01:05:20: Da bin ich einfach nur der Papa, der leider manchmal nicht ganz so oft zu Hause ist.
01:05:24: Das ist dann der nächste Struggle in deinem solchen Leben.
01:05:28: Ja
01:05:28: wobei du machst das!
01:05:29: Als ich bei dir an der Sendung sein durfte hat man abends vorhin noch telefoniert und da warst du am Fußballplatz mit deinem Sohn habe ich noch gedacht hey du machst alles richtig.
01:05:37: Aber ich hoffe du verstehst was ich meine?
01:05:38: Das sind zwei Welten.
01:05:39: Aber klär mir die zwei Welte.
01:05:41: Was ist der Unterschied zwischen?
01:05:42: Ich moderiere wie Du eine Vier-Einhalb Stunden Show?
01:05:45: Vier einhalb Stunden von morgens um halb sechs bis zehn Uhr Muss ready sein.
01:05:50: Habt tausend Themen, habtausend Gäste, hab Nachrichten, hab einen Gast wie Tom der über seinen Buch sprechen will.
01:05:56: Hab noch irgendwie in anderen Experten das Wetter zwischendurch.
01:06:01: Muss alles auf dem Schirm haben?
01:06:04: Was muss man für Skills haben um das zu können?
01:06:07: Skills die ja ganz offenbar Influencer nicht haben.
01:06:12: Das haben auch viele Fernsehmoderatoren nicht.
01:06:15: morgens eine solche Sendung zu machen.
01:06:17: Ich nenne mal ein Beispiel, als ich meine Kollegin Alina Merkau gekastet wurde habe ich die Castings gemacht weil es war ja damals meine Partnerin die neu gesucht wurde und ich habe zwei in siebzig Frauen gecastet über einen halben Jahr.
01:06:31: Zwei und Siebzig bis wir Alina hatten.
01:06:34: also du brauchst schon ganz bestimmte Skills genau das was du gerade beschrieben hast Morgens um diese Sendung da zu reiten.
01:06:44: Und du musst in allem irgendwie so ein bisschen gefährliches Halbwissen haben.
01:06:49: Du musst spontan sein, du musst an der einen oder anderen Stelle witzig sein.
01:06:53: Du muss zuhören können!
01:06:55: Du musst dich weniger mit dir selbst als viel mehr mit deinem Gast beschäftigen.
01:06:58: also wenn du damit beschäftigt bist wie heute deine Haare liegen dann bist du da schon mal völlig falsch was im Fernsehen aber auch bei manchen eine große Rolle spielt.
01:07:07: und du musst auch Teamplayer sein miteinander moderieren wollen.
01:07:11: Wenn du in dieser Sendung beispielsweise, wenn wir anfangen würden darüber zu diskutieren wer mehr Rederanteil an welcher Stelle hat dann wären wir beide ganz schnell gefeuert.
01:07:21: sondern die Kraft der Doppelmoderation ist nur dann gegeben wenn du dich gegenseitig mit deinem Partner hebst.
01:07:28: nur dann bist du ein gutes Team.
01:07:30: wenn du anfängst ne ich will den talk machen, ne Ich will der Tom kommt, ich will ihn talk machen ne ich ne ich denn schon scheiß ist schon vorbei.
01:07:38: so Weißt du, was ich meine?
01:07:39: Das sind eben diese Skills die du mitbringen musst.
01:07:43: Also Talent, Menschlichkeit zuhören können, hohe Allgemeinbildung Interesse.
01:07:51: Menschen interessieren sich für Menschen das Publikum kennen.
01:07:54: Es sind schon sieben Punkte jetzt spontan, die da alle mitbringen muss und das hat eben auch nicht jeder.
01:07:59: deswegen wurden seventy zwei Frauen gecastet bis wir Alina gefunden haben.
01:08:03: Und wenn ich dich richtig verstanden habe, bedeutet das, dass viele Influencer ihm einfach das für sechzig Sekunden können.
01:08:08: Für einen Real-Können und fokussiert
01:08:10: auf dieses
01:08:12: eigene Handy?
01:08:13: Genau!
01:08:13: Eigene Handy in die Hand zack, zack... Das ist zum Beispiel etwas, da tue ich mich total schwer.
01:08:20: Das kann ich nicht, weil ich aber auch jemand bin.
01:08:22: Ich rede dann immer drei Minuten und dann wird mir gesagt, es hört sich aber keiner an.
01:08:25: Ja stimmt scheiße.
01:08:27: Durchschnittliche Dauer was hast du gesagt?
01:08:28: Null Komma vier Sekunden bei TikTok weiter.
01:08:31: Ich habe jetzt bei Instagram wieder neulich ein etwas längeres vier Minuten aus meinem Podcast, so einen Snippet auch gepostet.
01:08:37: Vier Minuten lang und dann hat mich Instagram schon gewarnt!
01:08:40: Das ist zu lang!
01:08:42: Du verlierst Reichweite!
01:08:44: Dann hab ich gedacht es mir egal, ich will das trotzdem, dass es geposted wird.
01:08:47: So viel zu meiner Strategie.
01:08:50: Aber ja... aber auch das ist eine Welt bin ich ganz ehrlich Tom also die Influencer-Welt und auch diese Social Media-Weld und auch die Welt wo unsere Kinder sich bewegen Die hat sich bisher bei mir auch nur in Teilen erschlossen.
01:09:04: Ich bin aber eins, ich bin wahnsinnig interessiert und ich nehme das sehr, sehr wahr- und sehr ernst.
01:09:13: Als ich jetzt Papa Platte und Rumadraer und Hugo so alle kennengelernt habe – die waren bei mir im deutschen Haus bei Olympia – die haben live gestreamt, sie haben eine Schneereise gemacht, eine Woche Snow Trip und haben das alles live gestREAMT über viele, viele Stunden!
01:09:29: Und dann waren die bei mir und irgendwann war ich da Und dann musste ich die da rumführen und alles Mögliche zeigen.
01:09:34: Da waren vierzigtausend Menschen gleichzeitig im Stream, vierzig tausend!
01:09:40: Ich habe immer nur gedacht das gibt es doch gar nicht.
01:09:43: Aber ich lasse mich darauf ein, ich lasso mir das erklären... ...und ich lerne aus dieser Welt wahnsinnig gerne dazu.
01:09:51: Wahnsinnig Gerne.
01:09:52: Lass uns noch aus deiner Welt lernen und du hast die Namen schon erwähnt.
01:09:55: Jetzt gibt es ja den einen Sprung, nämlich mit Wetten das.
01:09:58: Du hast schon Tokio Hotel erwähnend, Bill & Tom, die Wetten dass übernehmen.
01:10:03: Das ist wahrscheinlich die Fantasie vom ZDF zu sagen okay, das vom Hartes Tod Wiederbelebung hat auch nicht funktioniert.
01:10:11: und jetzt nehmen wir halt Leute, die einfach Influenz haben auf Social Media stark sind, die einen starken Podcast haben.
01:10:18: setzt dir auf das Format in der Hoffnung, dass es funktioniert.
01:10:21: Was ist deine professionelle Einschätzung als TV-Experte?
01:10:26: Funktioniert das oder funktioniert's nicht?
01:10:28: Die erste Ausgabe wird funktionieren weil die Neugierde unglaublich groß sein wird und ich rechne damit sieben acht vielleicht zehn Millionen zu schauen bin ich mir ganz sicher.
01:10:38: also die erste ausgabe würde funktionieren
01:10:40: bis sieben achten millionen.
01:10:41: isst das in
01:10:42: der heutigen zeit wahnsinnig viel?
01:10:43: ja Wahnsinnig Also alles zweistellige im Millionen-Bereich, ich müsste jetzt wirklich... Jetzt muss ich nachdenken und überlegen wann wir das letzte Mal irgendwas... Das muss ein Fußballspiel gewesen sein was mal zweistellig Millionen gemacht hat.
01:10:59: WM wird es natürlich sein.
01:11:01: Aber zehn, acht Millionen, neun Millionen werden das gucken.
01:11:06: Früher wetten das hatte zwölf Millionen so.
01:11:09: Dann sag mir mal bitte... Früher
01:11:10: also vor zwanzig Jahren?
01:11:11: Ja!
01:11:12: So die erste Folge wird funktionieren Und dann wird sich zeigen, und da wage ich noch keine Prognose.
01:11:20: Aber dann wird es sich zeigen ob das Publikum Bock darauf hat oder ob das Publicum keinen Bock drauf hat?
01:11:27: Ist das Publikum bereit alle zwei Monate jeden Monat wie auch immer?
01:11:31: Keine Ahnung was ZDF plant!
01:11:32: Das weiß ich nicht.
01:11:34: aber werden sie bereits sich das wieder reinzuziehen?
01:11:36: lagerfeuermäßig Ich behaupte dieses Brett ist sehr dick.
01:11:42: Das Interesse am Anfang wird riesig Und dann wird es schwer.
01:11:45: Ein gutes Beispiel, Stefan Raab kommt zurück.
01:11:48: Ja?
01:11:50: Einen riesen Interesse!
01:11:51: Ich zum Beispiel war total abgeholt.
01:11:53: ich saß da und hab das alles geguckt dieser Boxkampf, dieser Leiter die vom Himmel kommt... ...ich fand das alles mega und ich habe dann noch die ersten...und ich hab dann gedacht geil ich gucke jetzt weiter so.
01:12:02: und dann habe ich auch weitergeguckt und ich fühlte mich erinnert in meine zwanziger damals.
01:12:07: der Humor wie mich hat das total ab geholt.
01:12:12: aber das Publikum Das breite Publikum ist anders geworden, ist keine Ahnung.
01:12:18: Erwachsener ist geworden und es funktioniert eben in der Breite nicht mehr.
01:12:22: Ich könnte mir das immer noch stundenlang angucken und mich kaputtlachen.
01:12:25: Aber du musst dich ja weiterentwickeln.
01:12:28: Und Stefan hat sich offensichtlich vielleicht auch nicht weiterentwicklede.
01:12:31: Ich stecke dazu wenig drin um das irgendwie zu beurteilen zu können.
01:12:34: Das Einzige was ich weiß ist dass eine Sendung unter anderem floppt.
01:12:38: Es tut mir persönlich total leid für alle die im Hintergrund hart daran arbeiten.
01:12:43: Und das kann wetten, dass genauso gehen.
01:12:47: Vielleicht funktioniert es aber auch?
01:12:48: Ich weiß nur eins – am Anfang ist das Interesse bei so etwas immer riesengroß.
01:12:53: Lassen Phänomenes!
01:12:55: Lassen wir da einmal kurz bei Stefan Raab bleiben.
01:12:57: Ich meine, einhundert Millionen hat er tellt ihn bis jetzt.
01:12:59: Einhundert
01:12:59: Million?!
01:13:00: Aber wenn ihr die Sendung siehst, sieht ja aus als würde er das Programm machen eben was er schon vor fünfzehn Jahren gemacht hat, vor zwanzig Jahren gemacht
01:13:06: hatte.
01:13:06: Es scheint sich gar nicht verändert zu haben.
01:13:08: Er versucht ja im Grunde genommen ... Das Programm von gestern heute noch mal neu zu verkaufen.
01:13:12: oder wie beurteilst du das professionell?
01:13:16: Ich traue mir da gar keinen Urteil zu, weil ich dafür zu wenig drin stecke.
01:13:19: Oder
01:13:19: tausse dich nicht, weil Stefan Raff dann dich anruft
01:13:21: oder anschleift
01:13:22: und sagt hey, wie kannst du
01:13:23: das jetzt sein?
01:13:24: Jetzt erzählst Du dafür den Scheiß!
01:13:25: Nein überhaupt nicht, nein ganz im Gegenteil.
01:13:26: Ich leide da eher mit, weil natürlich auch einige handelnde Personen im Hintergrund kenne.
01:13:31: irgendwie sehe, dass sie das jetzt versuchen und ich wiederhole es.
01:13:34: Ich sage mich halt das ja abgeholt.
01:13:36: also ich gucke das ja und denke mir so geil fühlt sich an wie zwei tausend eins.
01:13:39: aber vielleicht ist genau das das probleme?
01:13:41: Es ist nicht mehr zweitaus.
01:13:41: Ja
01:13:42: weil's eben nicht mehr zweitausend Eins ist.
01:13:43: Ich bin aber auch in meinem kopf ich sag das immer scherz ist halber ich bin mit meinem Kopf mit acht zwanzig stehen geblieben.
01:13:49: Und vielleicht ist es auch deswegen also so in mit achtenzwanzig Stehen geliebt im Sinne von jung geblieben.
01:13:53: Da kommen wir mir nicht vor wie ein sächsundvierzigjähriger.
01:13:56: du kennst es vielleicht Aber Ich traue mir keinen Urteil zu, weil ich zu wenig über die Hintergründe kenne.
01:14:05: Als Zuschauer sehe ich etwas das genau so aussieht wie in dem Jahr zwei Tausend Eins oder zwei Tausend Fünf und offensichtlich ist es so dass das den Menschen nicht mehr gefällt.
01:14:17: trotzdem muss man sich auch die Frage stellen der heutigen Fernsehzeit was gefällt den Menschen eigentlich im linearen Fernsehen?
01:14:24: Was funktioniert eigentlich?
01:14:25: Was ist eigentlich ein Erfolg?
01:14:28: Und da, glaube ich, haben wir eine große Challenge innerhalb oder eine große challenge auch für die nächsten sagen wir mal zwei drei vier jahre.
01:14:35: schafft es das lineare fernsehen in irgendeiner form ein turn around zu schaffen dass menschen wieder sagen war ich gehe da abends um achtzehn uhr vor die glotze um zwanzig Uhr vor der glotte.
01:14:47: Ich lasse netflix amazon oder wie sie alle heißen aus und ich gucke mir etwas live an wo auch noch alle zwanzi minuten acht minuten werbung kommen.
01:14:55: Das ist glaube ich die ganz ganz große aufgabe.
01:14:58: Wiederhole mich, wenn ich sage, Live-Sport wird funktionieren und morgens das glaube ich würde auch noch lange funktionieren.
01:15:02: Alles andere ist wahnsinnig schwer.
01:15:06: Live-Podcast vielleicht?
01:15:08: Vielleicht klappen solche Sachen.
01:15:09: Vielleicht sind das Dinge die wir in Zukunft vermehrt sehen werden.
01:15:13: gibt ja einige, die das jetzt da versuchen.
01:15:16: aber Fakt ist, wenn wir zwei Tosend Eins stehen bleiben dann werden wir das Publikum nicht weiter erreichen und das spüren die Kollegen in Köln gerade sehr massiv
01:15:26: Und die Kollegen in Mainz, ist es aus deiner Sicht ein guter Move vom ZDF Bill und Tom Kralitz zu holen?
01:15:32: Es
01:15:32: ist auf jeden Fall einen Move der smart ist.
01:15:36: Der irgendwie auch mutig.
01:15:42: Das ist ein mutiger Schritt!
01:15:44: Die Frage ist nur... Ist das so einfach dass ich sage Ich will jetzt junge Leute erreichen Ich muss irgendwie junge Menschen hier, ne?
01:15:52: Dein Team im Hintergrund.
01:15:53: Alles junge Leute alle zwanzig, zweiehnzwanzig fünfundzwanzzig so.
01:15:59: Wir müssen diese leute wir müssen die kids fragen.
01:16:02: Die jungen leute fragen was also?
01:16:03: wir fragen viel zu wenig als die die schon zwanzi Jahre fernsehen machen.
01:16:06: Wir versuchen immer noch etwas und jetzt nehmen wir bill und tom Und jetzt sollen die werden das moderieren keine ahnung ob sie haben die die skills können die dass Das weiß ich nicht.
01:16:19: Ich weiß nur, dass es irgendwie ein smarter Move ist um uns auszuprobieren.
01:16:24: Es kann natürlich grandios scheitern.
01:16:26: wird's mit der ersten Folge nicht?
01:16:28: da bleibe ich dabei und danach wird man sehen dann ist die Wahrheit auf dem Platz.
01:16:32: aber am Anfang wird das Interesse riesen riesengroß sein.
01:16:34: insofern ja der move is smart.
01:16:38: und trotzdem Stelle ich mir grundsätzlich auch die Frage, wie kann ich eigentlich als sechsenvierzigjähriger Fernsehdödel heute noch im zwanzigjährigen oder eine zwanzigerige Begeistern?
01:16:49: Im Zweifel kann ich das morgens mit dem Frühstücksfernsehen wenn der Matze lustige Sachen erzählt.
01:16:54: Okay aber klär es mir nochmal...
01:16:56: Aber das ist das Schwere weiß man nicht.
01:16:58: Diese
01:16:58: Sendung zu übernehmen dieses Wetten dass Was ist die größte Challenge für Bill und Tom?
01:17:05: Diese zwei, drei Stunden zu füllen.
01:17:07: Alles im Griff zu haben.
01:17:09: Nicht nur ein Song oder eine Insta-Story zu machen.
01:17:11: Glaub ich nicht!
01:17:12: Da sind natürlich tolle Menschen im Hintergrund, gute Autoren usw.
01:17:16: Ich glaube sie werden eins machen.
01:17:18: Die werden einfach sein wie sie sind authentisch.
01:17:20: Da bin ich wieder am Anfang unseres Gesprächs.
01:17:22: Und wenn Bill und Torm authentisch sind... von den ganzen Leuten im Hintergrund, ihnen irgendeine Richtung gedrängt werden.
01:17:28: Sondern wenn sie wirklich vertrauen und sagen macht was ihr wollt habt Spaß dann kann es zumindest an diesem ersten Abend ganz lustig werden.
01:17:38: Das ist für mich das Geheimnis.
01:17:40: Sie müssen die zwei.
01:17:41: also wenn du Bill und Tom Kaulitz holst Dann musst du auch bill und tom kaulitz zulassen.
01:17:46: und da bin ich gespannt Und ich wünsche es so sehr und ich kenne so viele Frauen in meinem umfeld Die finden es alle mega Weil die natürlich auch den Podcast hören, weil sie das so lustig finden.
01:17:56: Und wenn Sie genauso sein dürfen und es alles vielleicht ein bisschen verplant sein darf ... Ich glaube dann wird's zumindest da am Anfang erst mal gut.
01:18:06: Wenn Sie jetzt aber sagen, Bill und Tom, jetzt bringen wir euch bei wie eine Doppelmoderation funktioniert... Dann ist das Kind schon in Brunnen gefallen!
01:18:16: Und ich bin sicher erster Gast wird sein Heidi Klum
01:18:19: wahrscheinlich?
01:18:21: Aber dann muss man auch sagen, da würde ich Sie aber auch anmoderieren.
01:18:24: Nicht im Sinne von Herzlich willkommen hier ist Heidi Klum!
01:18:26: Dann würde ich immer sagen herzlich Willkommen hier ist mein Schatz!
01:18:31: Das meine ich mit authentisch und wir bräuchten.
01:18:34: Wahrscheinlich wird sie aber zu Gast... Ich wünsche es auch ihr.
01:18:38: Und wenn Sie dann wieder bei Germany's Next Top Model im ZDF sprechen darf, dann freut sich ProSieben.
01:18:42: Dann wird die Welt immer bunter.
01:18:46: Wir müssen noch die Geschichte erklären, wie wir uns nicht kennengelernt haben.
01:18:48: und was ich total spannend dabei finde ist noch ein Punkt.
01:18:51: Da geht es um das Thema Networking und Chancen sehen, Chancennutzen!
01:18:55: Wir
01:18:55: beide
01:18:55: waren zusammen beim Basketball NBA in Berlin, haben wir zusammengesetzt Orlando Magix
01:19:04: Gegen die Memphis Grizzlies.
01:19:06: Und du weißt wahrscheinlich noch das Ergebnis, oder?
01:19:08: Orlando gewinnt knapp!
01:19:11: Und du hast es prophezeit.
01:19:12: Das
01:19:12: mache ich fünfzig glaube ich.
01:19:14: Genau und das Rückspiel in London.
01:19:15: ein paar Tage später haben dann die Grizzles sehr deutlich gewonnen.
01:19:18: aber ich hatte es prophezeit und sah lange anders aus dem Abend.
01:19:22: Was sich krass war, danach waren wir noch zusammen bei der Aftershow Party mit Tissot, die da Sponsor des Amts waren und uns netterweise eingeladen hatten Aber dass du sofort auch in Chancen denkst, wir standen da und haben sofort an dem Abend geredeelt.
01:19:37: Hey so wow!
01:19:38: Du kommst in meine Sendung, du machst das Buch ich lad dich ein und wir haben gesagt hey du kommst immer im Podcast.
01:19:44: Dass du auch nach so einem ja langen Tag... Ich meine es war dann auch irgendwie fast Mitternacht als
01:19:48: wir da
01:19:48: waren.
01:19:51: Anstrengender ganze Event war super, aber dann kam man eben noch zu der
01:19:55: Party
01:19:55: und musste mit dem Bus fahren.
01:19:57: Überall was Stau dass du immer noch richtig Bock hast an Chancen zu nutzen und zu sagen okay ich mach das und obwohl du schon so viel erreicht hast und ja eigentlich sagen könntest her ich brauche das nicht geschlafen mache morgen früh meine Sendung bist Du ready?
01:20:09: Ist es das was heute so wichtig ist?
01:20:11: jede Chance zu sehen und Möglichkeiten zu nutzen?
01:20:14: Klingt wahnsinnig strategisch!
01:20:16: Ich glaube dass es trotzdem wichtig ist, dann Chancen zu nutzen wenn sie tatsächlich auf dem Tisch liegen.
01:20:25: und ich habe mich wahnsinnig an dem Abend darauf gefreut dich kennenzulernen.
01:20:29: ehrlicherweise weil ich dich nur aus Editorials, aus Vorwort in verschiedenen Zeitschriften für die du in deinem Leben mehr gearbeitet hast kannte also dein Name war mir ein absoluter Begriff.
01:20:41: Ich bin jemand wenn ich einen Artikel lese ich schaue immer wer ihn geschrieben hat immer schon Und deswegen kannte ich natürlich deinen Namen und auch deinen Weg.
01:20:49: Was mich beeindruckt hat, war eben dein Code zu einem neuen Erfolg aufzusehen, okay als klar das ganze Printgeschäft stirbt, ich mache jetzt was anderes und überlege mir etwas anderes.
01:20:58: Da bist du ja ein Musterbeispiel dafür!
01:21:00: Ich habe an dem Abend oder an dem Tag vorher, zwei Tage vorher nur gedacht – ich hab es nicht eingefordert oder auch nicht den Veranstalter die Littiso-Leute danach gefragt sondern Gehofft habe ich mir gedacht, ob wir Tom Junckerstorff an dem Abend kennenlernen.
01:21:14: Das wäre cool!
01:21:15: Da hätte ich irgendwie Bock drauf, da möchte ich mal kennenlern so... Und dann auch hier wieder, war es vielleicht die Vision.
01:21:22: Wir saßen ja sogar noch nebeneinander oder fast nebeneinanders, da saßen noch ein zwei Leute dazwischen.
01:21:27: aber wir haben an dem Abend während des Spiels miteinander geredet und ich habe vom Basketball erzählt
01:21:33: usw.,
01:21:33: das war für mich nicht so strategisch dass ich gedacht hab doch jetzt habe ich den Tom, jetzt quatsche ich den zu?
01:21:38: Das nicht überhaupt nicht!
01:21:40: Sondern es war eher eine Freude dessen, dass wir uns irgendwie sympathisch waren.
01:21:46: Und natürlich ist so ein Abend dann auch Business und Natürlich Ist So Ein Abend Dann Auch Netzwerk?
01:21:50: Ja Klar, und Natürlich Tauscht Man Dann Nummern Aus Nicht Weil man sich überlegt Mensch an nächstes Jahr Könnten wir zusammen wahnsinnig super nach Mallorca Fliegen Sondern Er Gibt Es Synergien Wo Wir Voneinander in IrGend Einer Form Profitieren Können wo wir miteinander Dielen Können Wo wir miteinander Business Machen Können und Wo wir ehrlicherweise auch mit einer Spaß Haben Können.
01:22:10: so und das war Das War Dann Für mich oder dass es für mich eigentlich immer die Motivation bei solchen Events, bei solchen Abenden und ich bin da immer fröhlich.
01:22:25: Bin da immer grundpositiv naiv, gehe da so rein und guck mal was passiert und habe dann einfach einen guten Abend oder ein gutes Gefühl.
01:22:38: und das ist da zum Beispiel total aufgegangen sonst wäre es ja nicht einige Wochen später bei mir in der Sendung gewesen.
01:22:44: Das ist nicht so, dass ich das dann entscheide.
01:22:46: Da kommst du zu mir in die Sendung und da muss ich natürlich in der Redaktion fragen, Vorschlag machen, etwas erzählen, warum.
01:22:52: ich glaube, dass es für unsere Sendungen gut ist.
01:22:54: Du weißt selber wie ein Chefredakteur
01:22:55: entscheidet.".
01:22:56: Und das ging aber, das war bei dir ein sehr weiches, irgendwie soll ich sagen eine sehr weiche Butter.
01:23:02: Da ist das Messer so durchgeflutscht.
01:23:04: Das war ganz einfach!
01:23:05: Aber was dich krass finde, was dich gezeigt hat einfach dass du eben auch ein Macher bist.
01:23:09: Weil es gibt ja so viele die einfach reden und sagen Ja, ja mache ich machen wir irgendwann mal bla bla bla und am nächsten Tag ist es vergessen.
01:23:15: Aber man macht so einen Deal mit dir um Mitternacht und der steht und du setzt es um und du kämpfst dafür... Ich in deine Sendung komme das Buch in deiner Sendung kommt du ziehst es einfach durch.
01:23:26: Ja
01:23:27: ich ziehe mal alles durch und deswegen werde ich irre wenn Menschen nicht antworten.
01:23:32: also es gibt ja einen ist in der heutigen Zeit ist auch ein in der Business Welt zum Teil eine Ghosterei, wenn man irgendwelche Anfragen stellt oder wenn man mit Menschen kommunizieren möchte und man kriegt noch nicht mal Antworten.
01:23:42: da werde ich zb völlig irre.
01:23:44: von mir krieg immer jeder eine Antwort außer ich vergesse es weil es in einem WhatsApp Channel irgendwie runter rutscht.
01:23:50: dann entschuldige ich mich aber hinterher.
01:23:52: Wenn nicht, dann nochmal ein Reminder kommt.
01:23:55: Aber dieses einfach NICHT antworten!
01:23:57: Neulich hat einen Freund von mir gesagt, boah ich würde so gern mit meinen Kindern die Allianz Arena ausgeben und es gibt keine Karten und Bayern München, das ist scheiße schwierig... Ich habe gesagt, ich verspreche dir, ich kümmere mich und am nächsten Tag hab' ich mich gekümmert Und da sind jetzt zweitglückliche Kinder.
01:24:11: So, ich will nur damit sagen im Kleinen wie im Großen ich versuche immer mein Wort zu alles gelingt mir auch nicht immer, ich vergesse auch mal Dinge Aber ich versuche es immer im besten Wissen Menschen zu respektieren.
01:24:26: Und wenn ich dir sage um Mitternacht, ich hätte Bock dass du mit deinem Buch zu uns in die Sendung kommst dann mach' ich das.
01:24:34: Sonst würde ich's ja nicht sagen!
01:24:36: Ich finde es macht heute einen Unterschied.
01:24:37: Das ist wirklich ein Game-Chinder einfach nicht nur reden sondern einfach machen.
01:24:39: Ich glaube das ist einfach der Vibe den wir im Moment brauchen.
01:24:44: Matthias, ich würd gerne noch zwei... Fragen stellen.
01:24:47: Eine, die nach vorne geht und eine dann zurückgeht?
01:24:50: Die nach vorne gehen.
01:24:51: Wo führt das hin?
01:24:52: Was ist dein Ziel?
01:24:53: Was is deine Vision?
01:24:54: Was willst du noch
01:24:55: machen?
01:24:56: da wo ich bin wollte ich immer sein Punkt.
01:25:01: Ich hoffe damit ist alles gesagt.
01:25:04: Alles was jetzt kommt Ist nice to have.
01:25:08: Ich würde gerne Ich würde so wahnsinnig gerne nochmal irgendwann Das wäre ein großer Traum ein Preis gewinnen.
01:25:17: Ich würde so wahnsinnig gerne mal irgendwie einen Preis gewennen, nicht weil ich diesen Preis haben will sondern weil ich auf einer Bühne stehen will und weil es drei vier Menschen gibt den ich unglaublich gerne mal von einer großen Öffentlichkeit Danke sagen möchte, die meinen Weg geprägt haben.
01:25:30: das zum Beispiel ist so ein Ding.
01:25:32: wofür das hin?
01:25:33: was ist ein Traum?
01:25:35: Ich habe lange Jahre immer gesagt olympische Spiele zu erleben war ja mein Traum.
01:25:38: das hab ich jetzt seit Ne, ich bin da wo ich bin sehr glücklich.
01:25:47: Wollen wir eine kleine Generalprobe machen?
01:25:49: Hier sind die Kameras, Mathias!
01:25:51: Du könntest jetzt den zweimal
01:25:53: menschen... Das ist auch sehr liebste, genau richtig natürlich dass du hier nachfragst, siehst du zuhören.
01:25:58: das ist auch wieder vertikal.
01:25:59: Jetzt nutze die Chance.
01:26:02: Die wissen das ja auch.
01:26:03: einen habe ich genannt gerade zwei hab' ich genannt Jürgen und Sven große Mentoren meines Lebens.
01:26:10: Matthias, mit dem ich heute ganz eng zusammen arbeite von meinem wunderbaren Management Captain F. Das sind alles Menschen die meinen Weg pflastern und natürlich meine Familie, meine Frau, die mich mehr aushält als erlebt.
01:26:24: das sind alles Dinge, die mein Sohn wie soll ich sagen auch... Papa ist oft nicht da.
01:26:32: Papa ist sehr intensiv, aber auch in wichtigen Momenten nicht da, weil der Beruf ein anderer ist.
01:26:39: Das sind die Menschen.
01:26:41: Aber irgendwann mal auf einer Bühne das sagen zu dürfen wäre ein großer Traum.
01:26:48: Obwohl ich diese Bühnen hier sehr mag!
01:26:50: Shout out an die Tomorrow Community.
01:26:52: Wir müssen sehen, dass Matthias seinen Preis bekommt damit wir die Rede hören.
01:26:57: Für einmal diese Rede genau.
01:26:58: Dann brauche ich aber auch zwei Dreißig's müsste mir versprechen.
01:27:01: Zwei dreißig und du weißt ja auf der Bühne schön erstmal den Raum fühlen.
01:27:05: Ja
01:27:05: dann würde
01:27:06: er aufhören zum Partys sein.
01:27:07: Ich war jetzt zweimal nominiert für einen deutschen Fernsehpreis und dann sind diese berühmten Schüsse wenn es dann ein anderer wird.
01:27:15: Aber ich freue mich ehrlicherweise!
01:27:21: Freude für andere, tatsächlich.
01:27:22: Ich bin kein missgünstiger Mensch und ich habe mich da auch wirklich für die Kollegen damals gefreut.
01:27:27: Und trotzdem hatte ich mir schon bereit gelegt was ich sagen über wem ich danken möchte.
01:27:30: Da muss ich noch ein bisschen warten.
01:27:32: Hast du es dir im Kopf bereit gelegt oder hast du?
01:27:34: Ganz klassisch viele haben das ja so einen Sack wo dann... Nein,
01:27:37: wenn ich jetzt sagen würde, dass würde ich mir aufschreiben, dann konterte ich hier alles was ich erzählt habe.
01:27:41: Natürlich ist das in meinem Kopf!
01:27:44: Matthias und Wenn du jetzt einmal zurückschaust auf alles, was du in deinem Leben gemacht hast und da reichtest.
01:27:49: Du bist bis forty-six jetzt.
01:27:51: Welchen Businessrat würdest du deinen zwanzigjährigen Ich geben?
01:27:57: Dann nochmal eine schwere Frage.
01:27:58: zum Schluss aber eine wichtige Frage.
01:28:00: ich würde meinem zwanziger jährigen Ich raten nicht so verbissen zu sein Und ich würde meinen zwanzijährigen ich raten Dinge bestimmte Dinge etwas lockerer zu sehen.
01:28:15: Ich war mit zwanzig sehr, sehr ehrgeizig.
01:28:18: ich glaube dass dieser Ehrgeitz mich auch dahin gebracht hat wo ich heute bin.
01:28:22: das ist das ein aber ich habe auf diesem Weg einiges liegen lassen.
01:28:25: Ich habe viele Partys liegen gelassen weil ich Zuhause saß und Bewerbungen geschrieben habe und das nächste Demo Band zusammengeschnitten habe.
01:28:34: Ich hab Freundschaften zurückgelassen weil immer für den Job umgezogen bin.
01:28:38: knallhart.
01:28:40: Ich bin oft umgezogen, wenn der nächste Job in München war.
01:28:43: Bin ich nach München gezogen?
01:28:44: Wenn dann sechs Monate später, ah es geht in Köln weiter, dann war ich in Kologne.
01:28:49: Ich habe meinem zwanzigjährigen Ich nicht erlaubt ein gesundes soziales Leben zu führen weil ich so fokussiert und so ärgerlich waren.
01:28:57: das würde ich heute anders
01:28:58: machen.
01:28:59: Bedauerst du das?
01:29:00: Ja!
01:29:01: Das bedaure ich und das bedauere auch vor allem für die Menschen die ich da auf dem Weg an der einen oder anderen Stelle zurückgelassen habe.
01:29:07: Weil ich wirklich über leichten gegangen bin.
01:29:09: Das ist ein hartes Wort, aber vor allem in der heutigen Zeit.
01:29:13: Aber ich hoffe, das versteht jeder was ich meine!
01:29:15: Ich habe nie abgewägt oder nie großartig abgeweckt... Was mache ich als nächstes?
01:29:23: Oder abgewogen?
01:29:24: Abgewogen.
01:29:25: Ich glaube Neudeutsch darf man das sagen.
01:29:27: Egal.
01:29:29: Ich habe immer mich für den Job entschieden und das würde ich heute an der einen oder anderen Stelle anders machen.
01:29:41: Danke für deine ehrlichen Worte.
01:29:43: Für all die Learnings.
01:29:45: Ich hoffe, also Learnings ist ja auch mal relativ, es geht ja immer um Inspiration bei sowas ne?
01:29:49: Ich habe ja auch Menschen denen ich gerne zuhöre wo ich mich inspirieren lasse, wo ich etwas mitnehme viele deiner Gäste deinem Podcast, Menschen wo ich an den Lippen klebe wenn sie ihre Geschichte erzählen und wenn ich den einen oder anderen erreiche mit dem was ich erzähle freue ich mich darüber sehr.
01:30:09: das ist eine große Ehre.
01:30:11: Definitiv, ich glaube da kann alle was mit anfangen die jetzt irgendwie ihre nächste Instastory machen oder auf den nächsten Stage gehen.
01:30:18: Sei du selbst!
01:30:19: Seidu selbst!
01:30:20: Wo auch immer du eine Präsentation machen musst ne Keynote halten musst ja sei authentisch Seiduselbst und ja fühl den Raum.
01:30:28: Ich finde das ist so das was ich definitiv noch mitnehme Und dafür wirklich vielen vielen Dank.
01:30:33: Vielen dank Matthias.
01:30:34: Vielen Dank an dein manischer Matthias der auch hier ist
01:30:38: in
01:30:38: Podcast Die ganze Zeit hier verfolgt hat und natürlich hier.
01:30:42: vielen dank an the flag das war hier wieder produzieren konnten sie flag mönchen wirklich
01:30:46: schön
01:30:47: Ja, es ist sensationell.
01:30:48: Der Blick demaniat und gerade heute wo schon so ein herrliches Coolings-Wetter ist man einfach draußen chillen kann du kannst dir bis auf die Alpen gucken.
01:30:55: also vielen Dank an das Team Und natürlich hier vielen dank an Maxi der immer die Videos macht und an Oscar Head of Operations.
01:31:03: und Vielen Dank an euch aus der Tomorrow Community.
01:31:06: Schreib bitte DMs oder in die Kommentare was ihr daraus für euch mitgenommen habt und dann sehen wir uns wieder am nächsten Sonntag um achtzehn Uhr bei YouTube Montagmorgen auf Spotify und Apple Podcast.
01:31:20: Vielen Dank!
01:31:20: Danke euch.
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