BRABUS-Boss Constantin Buschmann: Das ist Deutschlands gefährlichster Fehler
Shownotes
Eine Ansage mit 1000 PS: Wir sind bei BRABUS, im Headquarter von Deutschlands berühmtester Luxus-Manufaktur. Weltstars wie Drake oder Cristiano Ronaldo zahlen hier gern mal 1 Million Euro für ein Supercar. Es gibt High-End-Boote, Motorräder, bald sogar ganze Inseln.
Amazon Prime startet am 26. Februar eine eigene Doku darüber. Der Titel: „One Second Wow“. Weil hier echte Wow-Momente gebaut werden.
BRABUS-Inhaber und CEO Constantin Buschmann nimmt uns mit behind the Scenes.
Im TOMorrow Podcast spricht er über mutiges Unternehmertum, weltweiten Erfolg und welchen Preis der am Ende wirklich hat.
Inside BRABUS, die legendären Tuner. Wir haben den Podcast gleich mitgetunt: auf eine Doppelfolge!
Teil 1 heute: Was der größte Fehler ist, den Deutschland gerade macht.
Teil 2 morgen: Die neue Brabus-Welt, echte Wow-Effekte und Leadership im Extrembereich.
Jetzt abonnieren und keine Folge verpassen.
Transkript anzeigen
00:00:01: Hier ist Tom Junkersdorf mit Tomorrow.
00:00:05: Ab jetzt der Spiegel Bestseller unter den Podcast.
00:00:10: Ja, es ist offiziell Tomorrow.
00:00:12: Und das Tomorrowbuch der Code zum Erfolg sind Spiegel Bestseller.
00:00:18: Wir haben den Code zum Erfolg offiziell geknackt.
00:00:22: Aber heute reden wir darüber, warum Erfolg in Deutschland gerade massiv gefährdet ist.
00:00:29: Er sagt es uns, der bekannteste Super Cartooner der Welt von Brabos, der Inhaber und CEO Konstantin
00:00:38: Buschmann.
00:00:44: Wir wissen nicht zu schätzen, was wir hier haben.
00:00:47: Und wir verspielen Wohlstand leichtfertig.
00:00:49: Es ist eine Katastrophe, dass ich hier sitze und das sagen muss.
00:00:52: Es gibt keinen Grund, in Deutschland einen Unternehmen zu gründen.
00:00:55: Wir können direkt alle zu Hause bleiben, wenn das jetzt unser Anspruch ist.
00:01:01: Das tut weh.
00:01:02: Also mir tut das jeden Tag weh, wenn ich das alles sehe.
00:01:05: Wir sind keine Supermacht.
00:01:07: An vielen Tischen werden wir nicht sitzen in Zukunft.
00:01:10: Die Diskussion, die mich im Moment aber zunehmend auch interessiert, ist das Framingdomrum.
00:01:14: Und das Framingdomrum ist, dass wir gerade als deutscher Wirtschaftsraum insgesamt weniger wettbewerbsfähig werden, und zwar jeden Tag.
00:01:19: Ich sage mal gerne, der Patient liegt schon in der Notaufnahme und schreit, blutend, um Hilfe.
00:01:23: Und dann kommt kein Arzt.
00:01:27: Das wird.
00:01:28: Ein krasser Podcast heute.
00:01:30: Wir sind bei Brabus im Headquarter von Deutschlands berühmtester Luxus-Schmiede.
00:01:35: Autoträume made in Bordrop.
00:01:38: Superstars wie Drake oder Cristiano Ronaldo zahlen dafür zwischen fünfhunderttausend und einer Million Euro.
00:01:46: Amazon Prime startet ab des sechsenzwanzigsten Februar eine eigene Doku darüber.
00:01:52: Der Titel One Second Wow.
00:01:54: In einer Sekunde muss hier alles Wow
00:01:58: machen.
00:01:59: Jetzt haben Sie wirklich den Verstand verloren in Bordhof.
00:02:02: Ist das
00:02:08: gar geworden?
00:02:19: am Ende wirklich
00:02:20: hart.
00:02:22: Ich glaube, wir haben an irgendeiner Stelle beschlossen, dass Leistung nicht mehr das führende Prinzip sein soll, sondern wir haben beschlossen, dass Leistung uncool
00:02:46: ist.
00:02:52: Hey Konstantin, willkommen bei Tomorrow.
00:02:54: Hallo
00:02:54: Tom, schön, dass du da bist.
00:02:55: Wir haben ein bisschen Anlauf genommen, jetzt ist es so weit.
00:02:57: Ich habe mich sehr, sehr darauf gefreut, heute bei dir zu sein.
00:03:00: Erst mal ganz vorweg, herzlichen Glückwunsch.
00:03:02: Ich bin die Westseller, hier liegt der Code zum Erfolg.
00:03:04: Ich habe was zu lesen jetzt.
00:03:06: Das ist ganz, ganz spannend.
00:03:07: Du kriegst ja ganz viele, ganz viele super spannende Persönlichkeiten.
00:03:11: Immer wieder vor das Mikro, das ist auch, das ist wirklich spannend.
00:03:16: Und ich bin gespannt, was drin ist.
00:03:18: Ich freue mich total und ich kann jetzt schon sagen, wenn wir in die zweite Auflage gehen, muss natürlich unbedingt deine Geschichte rein, weil die ist so krass, deine Geschichte, die Unternehmensgeschichte.
00:03:28: Und du hast ja auch eine ganz klare Idee von Erfolg und das ist ja auch Teil jetzt deiner neuen Serie bei Amazon Prime, dass es auch diese eine Frage gibt und die finde ich ja so spannend.
00:03:40: Welchen Preis muss man am Ende zahlen für Erfolg?
00:03:45: Absolut.
00:03:45: Habst du das ganz, ganz wesentliche Frage, nicht mehr immer wieder stelle.
00:03:48: Ich sage auch ganz klar, du Unternehmertum ist dein Job, dein Unternehmer ist eine Berufsbezeichnung.
00:03:54: Eigentümer ist auch vor allem eine Verpflichtung, ist ein Job, der gemacht werden muss, genauso wie Geschäftsführer.
00:04:01: Und das sollte eine echt bewusste Entscheidung sein.
00:04:06: Du musst dich für dieses Leben entscheiden, denn wie, by the way, jeder Beruf, da ist der Unternehmer nicht allein auf weiter Flur, sondern das ist auch wenn du Bäcker wirst oder kranker Schwester.
00:04:15: Altenpfleger oder was weiß ich, Steuerberater, dann hast du das gleiche Thema.
00:04:19: Du entscheidest dich für Dinge und entscheidest dich gegen Dinge.
00:04:23: Wenn du Unternehmer wirst, dann entscheidest du dich zum Beispiel definitiv für eine Menge Unsicherheit, mit der du umgehen musst.
00:04:27: Du entscheidest dich immer wieder für die, immer wieder die Frage zu stellen, wer bin ich denn?
00:04:32: Wo will ich hin?
00:04:32: Wer sind wir als Unternehmen?
00:04:33: Wo wollen wir hin?
00:04:34: Was definiert uns?
00:04:36: Und du fährst dich natürlich und ich bin jetzt einundvierzig.
00:04:40: Ich frage heute natürlich auf eine ganz andere Art und Weise.
00:04:46: Was hat dieses Vollgasleben für einen Preis?
00:04:49: Und wie möchte ich die nächsten Jahre arbeiten?
00:04:52: Das ist gerade jetzt eine Frage, die ich mir sehr aktiv stelle, weil auch Brabus sich natürlich verändert.
00:04:57: Weil ich mich veränder und weil ich natürlich in den letzten inzwischen knapp acht Jahren nicht das hier mache.
00:05:05: Auch eine Reise hinter mir habe, die ich tatsächlich nur als vollkommen absurd.
00:05:10: Das ist völlig absurd, bezeichnen kann.
00:05:15: Ich hab wirklich jahrelang, bist du so unterwegs zwischen Los Angeles und Portropa Gulaschkanone.
00:05:23: Und denkst du, irgendwie kommt jetzt, irgendwie, es ist ja wie ein Film, ja.
00:05:27: Kannste gar keinem erzählen.
00:05:28: Und dann kommt halt einer aus München, steht bei einer Partyabend neben dir und schreit dich so über den Bass von David Getter hinweg an und sagt,
00:05:36: ah!
00:05:38: Lass deine Serie drehen.
00:05:39: Und mein Antwort war wirklich damals erst mal so, ja, ist klar, ich bin müde.
00:05:44: X-Tage, ja, lass mich mal ins Hotel jetzt.
00:05:48: Ohne jede Negativkunde, aber Kondolation aber ganz ehrlich.
00:05:52: Ich finde Clubs total scheiße und kann nicht tanzen und will auch nicht.
00:05:55: Ich bin immer froh, wie ich da rauskomme.
00:05:59: Habe ich da aber gemacht.
00:06:00: Ich bin mit dem raus vor die Tür und hab dann irgendwann einen Mist der Milli angerufen und gesagt, ich glaube, ich muss da länger bleiben.
00:06:07: Der meint das ernst.
00:06:08: Und so wurde dann aus dem Leben, von dem ich dachte, das ist ein Film, wurde dann jetzt wirklich ein Film.
00:06:15: Es ist am Ende wieder ein neues Level, dann Absurdität.
00:06:18: Aber es war natürlich eine große Herausforderung und Spaß gemacht.
00:06:22: Es ist mal wieder, wie so viel es in den letzten Jahren, ein echtes Abenteuer.
00:06:30: Ist das die wirkliche Entstehungsgeschichte der Amazon Dogo?
00:06:33: Es kann auch eine Party in München, wo du angesprochen
00:06:36: wirst.
00:06:36: Smart Veranstaltung.
00:06:37: Ich glaube, das wissen die gar nicht.
00:06:41: Das war dann so eine After-Work-Nummer.
00:06:44: Und ich bin echt Gantluptyp.
00:06:45: Ich bin, wie gesagt, nicht so.
00:06:51: Mich macht es ja nicht mehr zum Star-Tänzer.
00:06:52: Muss ich auch nicht sagen.
00:06:54: Will ich nicht.
00:06:56: habe dann wirklich die Gelegenheit genutzt, mit dem dann vor die Tür zu flüchten, um da rauszukommen und ich sagte, komm jetzt habe ich eine Ausrede mit zu verschwinden.
00:07:03: Und dann sagte der Christian Meinberger heute, Studio von Leonid Studios aus München, wo ich heute weiß, was das ist und was die alles machen und als Drehende wusste ich alles nicht.
00:07:17: Und er hat mich dann dem Tag danach, weil er nicht locker liest und sagt, du bist doch hier und find ich cool und ihr auch ein Produkt.
00:07:25: Und jetzt hast du hier einen V, einen Mann und das Team und die macht das alles zusammen.
00:07:30: Kommt nochmal vorbei.
00:07:32: Wenn ich vorbeigefahren, hat er überhaupt keinen Eindruck, was das soll.
00:07:36: und froh dann so an einem Gebäude, noch nur ein Gebäude, noch nur ein Gebäude.
00:07:39: Und dann erzählte der so von, keine Ahnung, John Wick und Dirty Dancing und einmöchte einen anderen Franchises, an denen sie beteiligt sind in irgendeiner Form.
00:07:47: Und ich saß da in einem, und ich sah den ersten Filmpreis, den zweiten Filmpreis, den dritten Filmpreis und dachte so, uiuiui.
00:07:56: Ich glaub, der meint das ernst.
00:07:57: Ich finde das total spannend, Konstantin.
00:08:00: Einfach, wann es ja auch zeigt, was wahrscheinlich deinen Erfolg am Ende ausmacht.
00:08:04: Auch diese Bereitschaft sofort, die Chance zu sehen.
00:08:07: Du bist auf einer Partie...
00:08:08: Habe ich nicht.
00:08:09: Habe ich nicht.
00:08:09: Habe ich nicht.
00:08:10: Muss ich entschuldigen, wenn ich da reingretsche.
00:08:13: Ich habe die ja... Sagen wir mal so, ich habe die Chance... Erstmal, ich bin grundsätzlich ein relativ skeptischer Mensch, weil ich... der Meinung bin, dass du die Dinge erarbeiten musst.
00:08:29: Und da ich glaube, dass ich habe einen Begriff, den ich immer wieder benutze, ich sage Unternehmer sind Funkenfänger.
00:08:39: Funkenfänger.
00:08:40: Du kennst das, wenn du vor einem Feuer sitzt und du siehst Funken und die haben eine Eigenschaft, die sind da und dann sind sie weg.
00:08:45: Das ist bisschen wie Sternschnuppen.
00:08:47: Das sind deine eigenen Ideen.
00:08:49: Wenn du und Gelegenheiten und Dinge, die im Leben so passieren, das war so ein Funke.
00:08:53: Da kommt einer und dann schreit er dich über die Musik hinein und sagt, ey, wir hier und da, Tom, man lass uns mal gucken, mal gucken wir vorbei.
00:09:00: Da ist ja total einfach zu sagen, komme ich immer noch ein Bier und jetzt gehen wir mal nicht am Keks.
00:09:06: Ich habe über die erstens, wäre das sehr unfreundlich.
00:09:09: Ich versuche so, ich glaube, meine Eltern haben mich zu einem einigermaßen freundlichen Menschen erzogen.
00:09:13: Und zweitens ist das genauso ein Funke.
00:09:17: Und egal, ich habe inzwischen mir begegnen, so viele Menschen mit so vielen Dingen und da häufig auch ganz, ganz, ganz, ganz absurden Geschichten.
00:09:24: Hey, lass uns mal eine Fashion Show für Autos machen.
00:09:26: Auch so eine ganz absurde Geschichte, die am Ende zur Brabus-Rignette schon halt geführt hat.
00:09:32: Oder dass ich vor, weiß ich, vor zwanzig Jahren in unserem Ausstellungsraum laufe und da sitzt mein Vater mit dem König von Belgien und ist Pommes.
00:09:37: Das sind so Dinge, die einfach das Brabus-Universum irgendwie hergibt.
00:09:43: Das war so ein Funke.
00:09:47: diesen Ideen keinen Glauben zu schenken.
00:09:49: Die haben wir alle.
00:09:50: Und wenn du diesen kleinen Ideen, diesen Funken, die da so fliegen, entweder keinen Glauben schenkst oder, muss ich mir aktiv abtrainieren, dann in so eine negative Selbstreflexion gehst du so, ach, come on Elvis, du spinnst doch.
00:10:04: Also du den Bedenkenträgern, den Zweiflern und den destruktiven Einflussen um dich herum, den so viel Raum gibst, dass es in deinem Kopf sich wiederholt, dass du sagst, ja klar, hier ist eine Brabus-Serie, geh mal nach Hause.
00:10:22: Föhr, Quatsch, passiert sowieso nicht, ich würde sagen, nee, die geht nicht, macht nicht, bringt nix, machen wir nicht.
00:10:29: Das ist nicht der Mindset, den ich haben sollte, wenn ich meinen Job vernünftig machen will.
00:10:36: Am Ende mit Funkenfänger als Unternehmer zu sein heißt, eben zu sagen, hey Tom, komm, würdest du ein Buch schreiben, hast du gesagt, lass mal drüber nachdenken, wir müssten das aussehen.
00:10:45: Und dann, den mal festzuhalten, zu sagen, lass mal gucken, weil das ja weiterleuchtet so ein bisschen.
00:10:49: Kann sein, dass er ausgeht irgendwann, aber jetzt mal gucken.
00:10:52: Auf den Tisch legen, nicht immer so fortreflexartig in, das machen wir gerade in Deutschland, ganz, ganz, ganz viel in so eine, in so eine, ach, das kann da sowieso nichts werden.
00:11:01: Ja, das hat total beschwerd, Thematik einzusteigen, sondern mal laufen zu lassen, aufzuschreiben, zu gucken, was ist da dran, kriegen wir Fleisch an, Knochen, was, wie wird das aussehen, wenn du so ein Buch schreibst, was ist denn das?
00:11:13: Wir würden darin vorkommen und warum willst du es eigentlich machen?
00:11:17: Das ist ja der Kern von Kreativität und das ist meine Aufgabe in diesem Unternehmen.
00:11:22: Ich finde es total spannend, dass du aber auch auf diesen Funken aufgepasst hast, um es mal so zu sagen, weil das kennen wir ja auch gerade bei Events.
00:11:28: Dann hast du so eine Idee und dann gibt's ein paar Drinks und die Idee wird immer größer und immer toller.
00:11:34: und am nächsten Morgen, wenn man wieder nüchtern ist, dann verschwindet die Idee und man macht es am Ende nicht.
00:11:39: Man ist dann das, was Erik Porzoweit, der Founder von Scalable Capital, immer so schön Wanderpreneur genannt hat.
00:11:46: Man möchte immer etwas unternehmen, aber man unternimmt nichts.
00:11:49: Bei jedem Bier wird der Mut größer.
00:11:52: Nächsten Tag, wenn du wieder nicht
00:11:53: da bist.
00:11:54: Und Unternehmertum ist eine Tätigkeit und kein Zustand.
00:11:58: Also das ist dann machen, machen, machen.
00:12:00: Ich bin hier im Unternehmen ein riesiger Fan von dem, was der Activity-Based KPIs nennen.
00:12:05: Klar, du kannst Resultate messen und darauf dann Wachstum oder Profil, also gibt's alles.
00:12:11: Natürlich vollum klar.
00:12:12: Mich interessiert die Frage, was tun wir?
00:12:14: Was tun wir jeden Tag?
00:12:17: Wie viel Ideen haben wir?
00:12:18: Wie viel halten wir fest?
00:12:19: Wie viel entwerfen wir?
00:12:21: Wie oft sitzen wir uns zusammen und reden darüber, was wir Neues entwickeln wollen.
00:12:24: Und ich verteidige diese Räume mit Leib und Leben, weil ich glaube, dass jedes Feuer, das hört sich so flach und so, das hört sich an wie so ein Bumpasticker.
00:12:38: Aber das ist so funktioniert es einfach.
00:12:41: Jeder Erfolgsgeschichte.
00:12:43: Jeder, du hast hier, guck mal, der kurze Erfolg.
00:12:45: Hundertfünfzehn Lieder und ihr bester Business-Rad.
00:12:48: Jede dieser Erfolgsgeschichten beginnt mit so einem Funken.
00:12:51: Jedes Feuer, wohin der dann ein Edge-Form-Manager wird, Auto-Tuner, Design-Unternehmer oder Großbecker, beginnt mit diesem mini, mini, mini Funken.
00:13:04: Und wenn du dem dann keinen Glauben geschenkt hättest.
00:13:07: Wie wäre dann dein Leben verlaufen?
00:13:10: Das führt mich zu einer der Diskussionen, die mich jeden Tag beschäftigen.
00:13:15: Das ist Selbststeuerung versus Fremdsteuerung.
00:13:19: Ich nenne das immer den Flippernmodus.
00:13:21: Wenn ich hier die Flipperkugel bin und das System, wir sitzen ja mittendrin in diesem ganzen Zirkus.
00:13:28: Zirkus, Geister, Warnspiegelkabinett, alles in einem jeden Tag.
00:13:33: Wenn du dann, wenn du da nicht... den den Raum im Kopf behältst.
00:13:40: Um zu sagen, ich möchte Verantwortung auf die Art und Weise leben, dass ich selber jeden Tag aufstehe und mir den Raum nehme zu überlegen.
00:13:49: Wer bin ich?
00:13:50: Warum tue ich das?
00:13:51: Was mache ich hier eigentlich?
00:13:53: Und das gelingt nie.
00:13:54: Ich glaube, mir gelingt das nicht immer.
00:13:56: Gibt so Tage, da werde ich hin und her geflippert, aber mit Vollgas.
00:13:59: Und da denkst du, der abends weiß gar nicht mehr, wo der der Kopf steht und wie du heißt.
00:14:02: Oder wo.
00:14:02: ich bin auch schon x mal in Hotels aufgewacht und wusste nicht mehr, wo ich bin.
00:14:07: Am Ende musst du, glaube ich, also für mich ist die Fähigkeit ganz, ganz wichtig, immer wieder mal anderen zu halten und zu sagen, nein, ich bleibe es am Tag in mein Büro und da kommt keiner rein und ich bin mal zu Hause oder ich fahre mal zwei Stunden meinen Tag an.
00:14:18: Dann nehme ich mir mal einen Logisch hintereinander auf, schreibe, was ist hier eigentlich wichtig?
00:14:23: Ich finde dein Wild so spannend, Konstantin, dass du sagst, du bist die Flipperkugel und dass du nicht sagst, ich bin der Flipperautomat.
00:14:29: Nein, nein, du willst ja genau raus aus dieser Fremdsteuerung und... Manchmal ist die Flipperkugel angesagt so.
00:14:38: Wenn was ich bei einer großen Messe bin, dann habe ich der operativen Job zu erledigen und das muss ich dann einfach mal machen.
00:14:49: Am Ende glaube ich, schaffe ich Wert hier inzwischen.
00:14:52: Das ändert sich gerade auch nochmal ganz, ganz stark, weil wir letzten Jahren ziemlich gewachsen sind.
00:14:57: Am Ende schaffe ich inzwischen Wert nicht mehr dadurch, dass ich möglichst viele Zahlen in der Excel-Tabelle fresse jeden Morgen in der rasenden Geschwindigkeit oder dass ich in der Arbeit dreihundert Beatings sitze, sondern ich glaube, dass ich inzwischen Wert schaffe, indem ich sehr gut über die Dinge nachdenke, die wir haben wollen, aufschreibe.
00:15:14: Und dann, ich bin ein riesiger Fan von Speed und inzwischen im Moment gibt es einige Bücher, die auch in die Richtung gehen.
00:15:23: Ich glaube, operative Umsetzung, Stärke und Geschwindigkeit ist ein unglaubliches Fund.
00:15:28: Und das ist etwas, wo Brabus total und totale Stärke hat, by its direction.
00:15:33: Es war bei uns eher so, dass wir die Nase lange Zeit so nah am Boden hatten, dass wir Möglichkeiten verpasst haben, weil wir nicht angehalten haben, um mal nachzudenken.
00:15:41: Und deshalb ist es jetzt auch so, dass ich wirklich mehr Mühe gebe, die Nase mal vom Boden wegzukriegen, weil ich glaube, dass es wenige Punkte sein werden, die dann ein Weg in die Zukunft, da kommst du an so Kreuzungen, dann musst du links rechts abbiegen, vielleicht auch gerade ausfahren.
00:15:56: Wenn wir an den Punkten ankommen, ist es mein Job zu wissen, welche dieser Zukunft wir wählen wollen.
00:16:03: Total interessant.
00:16:04: Du hast beschrieben, dass du der Funkenfänger bist und ein Learning aus dem Buch der Kurs zum Erfolg ist natürlich auch am Ende die Bereitschaft, voll ins Risiko zu gehen.
00:16:15: Arnold Schwarzenegger sagt das immer, wenn du was machst, dann go all out, dann gib alles, mach's ganz oder mach's gar nicht.
00:16:22: Für dich ist hier jetzt diese Amazon-Doku.
00:16:25: Ja, durchaus auch ein Risiko.
00:16:27: Es ist ja nicht so das nächste Projekt.
00:16:29: Du machst ja Autos, du machst Boote, du machst Motorräder, du machst Wohnmobile, du machst demnächst deine eigene Insel.
00:16:36: Das ist ja jetzt was ganz anderes für dich zu sagen.
00:16:39: So, jetzt mache ich eine Doku, wo ich plötzlich im Mittelpunkt stehe.
00:16:44: Das ist ja durchaus ein Risiko.
00:16:45: Hast du das Risiko für dich kalkuliert oder hast du gesagt, hey, I go all out?
00:16:52: Also... Wir haben lange diskutiert und ich habe, wenn du jetzt Filmleute gefragt hättest, was ist denn jetzt hier der optimal klickbare Titel für eine Serie?
00:17:03: Ich weiß nicht, was dabei rausgekommen wäre.
00:17:07: Die Serie heißt Braavus One Second War.
00:17:09: So, die heißt Braavus One Second War, weil One Second War die Mission von Braavus ist.
00:17:15: The Reason Why, der Grund, warum wir jeden Morgen aufstehen.
00:17:18: Nicht, ob das ein guter oder schlechter Serentitel ist, sag ich dir ganz ehrlich, interessiert mich nicht.
00:17:23: Ich habe da wirklich mich lange mit beschäftigt, weil es am Ende für mich klar war, wenn wir das tun, also wenn wir das auf dieser Konversation folgen, gab es dann einen Workshop und ein entsprechendes Angebot.
00:17:34: und wenn wir das machen, dann machen wir das nur.
00:17:43: Wenn wir das zeigen, wenn wir zeigen, wie wir leben, wie wir arbeiten, Und wie es wirklich ist.
00:17:48: Wenn ich jetzt hier, ich habe ja schon einen Job, Millie hat schon einen Job, Jörn, der auch der Promine in der CTO mitspielt, hat schon einen Job.
00:17:56: Wir haben alle schon einen Job.
00:17:58: Wenn wir jetzt hier die Champagner-Party in San Tropez machen sollen und High Life Jet Set und so weiter, habe ich keine Zeit für.
00:18:08: Ich habe dafür keine Zeit.
00:18:09: Ich kann mir nicht, also dann würde ich ja gegen meinen Unternehmen arbeiten.
00:18:12: Ich würde dann ja sagen, ist schön, dass ich eine Geschäftsführer bin, aber ich mache mit vierzig, dreißig, vierzig, fünfzig Prozent meiner Zeit.
00:18:18: Was auch immer mache ich jetzt hier an Offizierings-Star.
00:18:21: Das passt nicht zusammen.
00:18:22: Das würde ganz furchtbare, da würde ich auch gegen alles gehen, wofür ich stehe.
00:18:29: Wir haben damals gesagt, wir machen das nur, wenn wir das so abgebildet bekommen, wie es wirklich ist.
00:18:37: Weil wir für alles andere in der Welt, in der wir zweihundert Tage reisen im Jahr und ich jeden Tag um mich die Frage am meisten interessiere.
00:18:45: Ich fahre ich mal wieder in Urlaub oder so, mich interessiert, wie viel schlafe ich?
00:18:48: Darf ich mal mehr als fünf Stunden schlafen?
00:18:52: Und dass er auch jedes Jahr mehr wird und also mehr komplexere Projekte, mehr Themen, unterschiedliche Themen.
00:18:59: Alles selbst gemacht, Klaus, ist bitte keine Beschwerde.
00:19:03: Aber da ist einfach kein Raum für unnötige Eotrips.
00:19:12: Daraus ist eine ganz spannende Diskussion entstanden mit dem Christian Meinberg, dem Produzenten und eben mit der Company, die dahinter steht, weil die uns natürlich am Anfang nur parzell kannten.
00:19:27: Er hatte diese Idee, ist dahinter hergelaufen, war aber auch immer wieder Menschen, die die dann dachten, ja, das ist ja alles nur Luxus und Champagner getränke.
00:19:34: Ich trinke ja gar kein Alkohol.
00:19:35: Interessanterweise habe ich auch noch nie.
00:19:36: Noch nie.
00:19:37: Noch nie.
00:19:38: Und ist auch gut so.
00:19:40: Und wir haben uns dagegen also mit Händen und Füßen gewährt.
00:19:43: Und deshalb ist es, glaube ich, das auch nicht geworden.
00:19:46: Das darum geht es nicht.
00:19:48: Sondern es geht darum, um die Frage, können wir jemand mit auf die Reise nehmen?
00:19:54: Können wir uns öffnen auf eine Art und Weise, die es dann erlaubt?
00:19:58: Gespräche zu führen, Diskussion zu führen, können wir Unternehmertum diskutieren, können wir diskutieren, können wir vielleicht auch diskutieren, was wir in Deutschland mehr brauchen, können wir diskutieren, wie sieht Verantwortung?
00:20:10: Wie sieht Verantwortung aus?
00:20:12: Wie sieht Führung aus?
00:20:17: So, und da kommen auch immer wieder Leute, die dann sagen, ja, aber war das dann nicht alles viel zu privat?
00:20:20: Und ganz ehrlich, das gibt es nicht bei uns.
00:20:25: kann das gar nicht auseinanderhalten.
00:20:26: Also, da sitzt so ein Unternehmen natürlich immer mit am Tisch, egal ob morgens, mal Frühstück oder abends.
00:20:32: Und Führung ist auch immer persönlich.
00:20:34: Ich kann nicht unpersönlich führen.
00:20:36: Kann ich nicht, habe ich auch noch nie.
00:20:38: Ist auch, glaube ich, gar nicht möglich.
00:20:40: Und am Ende gab es ganz, ganz viele Diskussionen, in denen wir das hinterfragt haben, was davor geschlagen wurde.
00:20:48: Und dann gibt es natürlich auch den Moment, wo du irgendwie sagst, auch komm nicht, kribbelt ja schon, ne?
00:20:52: Also, weil... Was ist für ein absolutes Angebot?
00:20:58: Ja, und das haben wir dann auch, haben wir, Männer haben auch gesagt, ja doch, müssen wir jetzt machen, kannst du nicht, kannst du nicht nein sagen.
00:21:03: Aber ist das auch etwas, wo du sagen würdest, das ist so Personal Branding Next Level, dass man seine eigene Doku hat?
00:21:10: Ich meine, David Beck hat seine Doku, Arnold Schwarzenegger hat eine Haftbefehl, hatte gerade eine und jetzt macht ihr eine mit, mit Brabus und es hat ja bei euch eine Veränderung.
00:21:22: Ich sag mal, ein Schwarzenegger, ein Backham, ein Haftbefehl, die waren Stars.
00:21:30: Bei euch ist es ja etwas anders.
00:21:32: Also meine Perspektive, Kuro, je mich, wenn ich falsch liege, ihr veredelt Autos weitgehend Mercedes, weitgehend G-Klasse, also das Auto mit dem Stern, sag ich mal, mit den Sternen, die veredelt
00:21:43: ihr.
00:21:43: Ja, da gibt's doch einiges mehr inzwischen.
00:21:45: Aber gut, ok, machen wir weiter.
00:21:47: Ich bin gespannt.
00:21:48: Also ihr veredelt die Sterne.
00:21:50: Und viele Menschen, die eure Autos kaufen, von Drake bis Ronaldo, sind auch
00:21:55: Stars.
00:21:56: Und jetzt gibt es eine neue Stage, nämlich, dass ihr, dass du und deine Partnerin Milly
00:22:02: auch Stars werdet.
00:22:05: Ist das die
00:22:06: Perspektive?
00:22:07: Ich habe eine ganz einfache Perspektive dazu.
00:22:10: Die Serie heißt Wrabus, One Second War, auch da wieder.
00:22:12: Ich habe gerade ein bisschen was dazu gesagt.
00:22:14: Der Star ist die Brand.
00:22:17: Der Star ist bisher schon die Brand.
00:22:20: Der Star ist jetzt auch die Brand.
00:22:23: Und die Serie begleitet uns dabei, wie wir mit dem Team.
00:22:27: Die Serie ist auch, natürlich sind das Millie und ich, Jörn, unser CTO auch.
00:22:34: Das ist aber das ganze Team.
00:22:35: Es geht hier um diesen ganzen Kosmos.
00:22:39: Den bespielst du nicht mit zwei Leuten.
00:22:42: dem Spiel zwar nicht mit drei Leuten oder vier Leuten.
00:22:44: Das sind inzwischen fünfhundert Menschen, die jeden Tag wegen One Second Wow, die jeden Tag Gas geben für One Second Wow.
00:22:50: Die Leute, die die Autos bauen, Boote bauen, die jetzt gerade, ich bin nächsten, nächsten Monat im mittleren Osten unterwegs war, mit dem ersten Brabus Katamaran auf Tour gehen und dafür testen, Wohnmobile entwerfen, immer wieder neue Design-Ideen haben.
00:23:12: Und der Star ist und bleibt die Marke.
00:23:15: Deshalb der Titel, deshalb diese Serie, deshalb auch die Ausrichtung.
00:23:19: Dass das natürlich getragen wird durch einzelne Persönlichkeit, ist vollkommen klar.
00:23:26: Aber es muss sich dann doch am Ende in den Dienst der Brand stellen.
00:23:31: Und die ist auch der Grund, warum ich das alles... Also am Ende ist es ja, ist das hier das, wofür wir arbeiten.
00:23:39: Wenn du sagst, die Marke ist der Star.
00:23:42: Bedeutet das aus seiner Perspektive auch so einem Marke-Vibrabus muss am Ende auch einfach ein fucking Star sein?
00:23:50: Absolut, Marke muss am Leben sein, muss Energie haben.
00:23:53: Du musst, eine Marke muss Puls haben, du musst da was fühlen.
00:23:56: Immer wenn jetzt hier so, da steht er hinter uns, hier guck mal, da steht der Missmindfarbene Masterpiece auf Basis Urus SE, was wir gerade in Zell am See auf Schnee gezeigt haben.
00:24:07: Und jetzt wird wieder heiß diskutiert und macht Bravos so viele bunte Autos und so, dass nicht alles schwarz und all... Das ist genau der Punkt.
00:24:15: Das ist genau der Punkt.
00:24:16: Wenn wir nicht am Leben sind, wenn wir uns nicht immer wieder selber in Frage stellen, wenn wir nicht die Grenzen testen, wenn wir nicht immer mal wieder Dinge tun, die unerwartet sind, für auch für uns intern, übrigens.
00:24:28: Das ist auch schön mit den Peaches aus dem letzten Jahr, das war sozusagen das Mind, von im Jahr von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren von den Jahren.
00:24:44: Wenn wir das nicht tun, da hat die Marke kein Turz, kein Leben, keine Energie, da ist kein Funken.
00:24:46: Ja?
00:24:46: Und ich weiß nicht, welchen Marken du folgst und für welche Marken du dich begeisterst, aber dann musst du doch irgendwie, wenn du jetzt zum neunzehnten Mal auf die Webseite gehst oder online schaust oder Google es oder, ja?
00:24:55: Und da ist irgendwie nichts Neues.
00:24:56: Da passiert nix.
00:25:00: Das ist so erschlangbarig.
00:25:01: Meine Beobachtung ist ganz offen, dass ich das Gefühl habe, immer mehr Marken, immer mehr... Unternehmen, immer mehr Unternehmer, haben einfach
00:25:11: Angst.
00:25:12: Ich habe das Gefühl im Moment, sie trauen sich immer weniger.
00:25:16: Das kann sein, das kann sein.
00:25:17: Ich meine, wir haben natürlich eine ganz gewirrte... Wir haben uns ja im Prinzip für dieses ganze Modell schon vor sechs, sieben Jahren.
00:25:26: Oder ich habe mich für dieses Modell vor sechs, sieben Jahren entschieden.
00:25:29: Also du kannst natürlich in deiner Komfortzone bleiben.
00:25:32: Ja, kannst du machen.
00:25:35: Kannst du weiter Papierkataloge machen, auch in den Jahr oder irgendwie immer auf die gleiche Messe, auf die gleiche Tagung gehen?
00:25:43: Super, dann beschwelle ich nur bitte hinterher nicht, dass kein Mensch hinschaut.
00:25:47: Beziehungsweise, du halt nicht, dass nicht diskutiert wird, dass keine Fragen geschält werden.
00:25:56: Das ist ein riesiges Thema.
00:25:57: und gerade in Deutschland ist das ein riesiges Thema, weil wir einfach in vielerlei Hinsicht immer unglaublich konservativ ticken.
00:26:04: Jetzt bin ich natürlich überhaupt kein Fan davon einfach wild, draußen in der Öffentlichkeit rum zu laufen, einfach irgendein Blödsinn zu erzählen.
00:26:10: So ist auch nicht die andere Seite der Medaille.
00:26:14: Aber die Frage zu stellen, wie interagiere ich denn mit dem Markt, diesem Markt, diesem wenig greifbaren, wie interagiere ich denn mit meinen Kundengruppen, wie interagiere ich dann mit den Communities, die es da online gibt, egal welche für mich jetzt relevant sind.
00:26:37: Kannst du machen, kannst du lassen?
00:26:39: Ist dann halt kacke.
00:26:42: Gibt's dann so, haben wir oben auf dem Plakat immer Hängen in der Entwicklung.
00:26:46: Kannst du lassen, ist dann halt kacke.
00:26:48: Also dann beschwerd ich halt nicht, dass hinterher keiner drüber spricht.
00:26:51: Auf der anderen Seite kannst du, das erleben wir natürlich in ganz besonderem Ausmaß, nochmal auf einem neuen Niveau in den letzten ein, zwei Jahren, wenn du da rausgehst und Geschichten erzählst.
00:27:09: Darüber sprichst, wie du Dinge tust, was du tust, was dich begeistert.
00:27:13: Dann kannst du natürlich auch dazu kommen, dass es auch mal erheblich kontrovers wird.
00:27:18: Das gehört auch.
00:27:21: Das ist einfach so.
00:27:22: Das kriegst du dann nicht vermieden.
00:27:24: Und das ist Teil des Spiels.
00:27:28: Und ich glaube, das ist am Ende ein ... Wenn du das machen wirst, bedeutet das in Umdenken.
00:27:36: Ich glaube, dass es sinnvoll ist für uns.
00:27:37: Ich glaube, dass es das Braavus heute ein sehr, sehr anderes Unternehmen wäre, wenn wir nicht seit Jahren immer wieder auf die Menschen zugehen würden.
00:27:44: Egal, ob das bei Instagram ist, TikTok ist, YouTube ist, auch bei Events ist auf Messen ist.
00:27:50: Wir sind sehr, sehr, sehr nah dran am Puls.
00:27:53: Und das heißt überhaupt nicht immer, dass uns gefällt, was wir da hören.
00:27:57: Das heißt gar nicht immer, dass alle immer unserer Meinung sein müssen, überhaupt nicht.
00:28:00: Wird jetzt bei der Serie auch wieder so sein.
00:28:03: Aber wenn ich damit ein Problem habe, dann darf ich das nicht machen.
00:28:06: Da muss ich in meiner Komfortzone bleiben und dann darf ich mich aber auch nicht beschweren.
00:28:10: Wenn
00:28:13: du das Big Picture machst und auf die ganze Autoindustrie jetzt einfach mal schaust, ist es so, dass du sagen würdest, da ist zu wenig Mut, trauen die sich zu wenig?
00:28:22: Oder warum gibt es da diese Einbrüche und bei euch nach wie vor diese Begehrlichkeit, diesen Baummoment?
00:28:29: Also ich werde den Teufel tun und an Unternehmen rum kritisieren, wobei den ich die innen Perspektive nicht kenne, es wäre unprofessionell und steht mir auch nicht zu.
00:28:41: Es ist natürlich unglaublich viel, aber es ist unglaublich viel in Bewegung in der Branche.
00:28:46: Das hat angefangen mit dem Model S und allem was oder dem eigentlich schon im Tesla Roadster damals.
00:28:52: Ganz, ganz viel in Bewegung, ganz viel Veränderung.
00:28:57: Wir können das Technologie diskutieren, dann haben wir können ohne Probleme jetzt zwei Stunden hier sitzen und können verbrenner, E-Mobilität.
00:29:03: Was bedeutet das?
00:29:04: Hybride?
00:29:05: Wer steht, worauf, aus welchen Gründen?
00:29:08: Und da habe ich natürlich Meinung zu.
00:29:13: Die Diskussion, die mich im Moment aber zunehmend auch interessiert ist das Framingdom rum.
00:29:19: Und das Framingdom ist, dass wir gerade als deutscher Wirtschaftsraum insgesamt zum einen weniger wettbewerbsfähig werden und zwar jeden Tag.
00:29:27: Ich sage mal gerne, der Patient liegt schon in der Notaufnahme und schreit.
00:29:29: Blunt um Hilfe.
00:29:31: Und dann kommt kein Arzt.
00:29:33: Und wir sind nicht nur viel zu langsam damit, die richtigen Bedingungen für die Industrie zu schaffen, sondern haben jetzt teilweise jahrelang dagegen gearbeitet.
00:29:43: Dass es in Deutschland wirtschaftliche Rahmenbedingungen gibt, die dazu führen, dass Unternehmen gesund wachsen können, die dazu führen, dass Arbeitsplätze geschaffen werden können, die dazu führen, dass Hightech-Gründer hier gründen, dass Unicorns entstehen können oder auch schlicht und einfach das Talente, echte Talente in Deutschland bleiben und nicht irgendwo anders hingehen.
00:30:00: Und das tut weh.
00:30:03: Also mir tut das jeden Tag weh, wenn ich das alles sehe.
00:30:06: Weil wir haben die letzten, ich mein, seit dem deutschen Wirtschaftswunder, von dem wir unser Geld mit guten Ideen, mit Maschinen, die ein wenig besser funktionieren als die aus dem Rest der Welt.
00:30:24: Mit Rezepten, die von Bayer über Siemens und Daimler bis am Ende auch zu solchen Mittelständern wie uns.
00:30:32: Wir sind das Land der Denker und Ingenieure, der Techniker, der guten Lösungen.
00:30:38: Wir haben keine Rohstoffe, wir haben nicht in sonstigen, wir haben ganz viele Dinge nicht.
00:30:41: Wir sind keine Supermacht, wir können nicht an vielen Tischen, werden wir nicht sitzen in Zukunft.
00:30:48: Sind wir noch die Denker?
00:30:50: Wir
00:30:50: sind die Moment, im Moment sind wir vor allem damit beschäftigt, gewesen in den letzten zehn Jahren uns durch moralisieren und verbieten.
00:31:01: Wir sind vor allem mit moralisieren und verbieten beschäftigt gewesen und eines ist klar, moralisieren und verbieten löst keine Probleme.
00:31:07: Das bringt mir nichts.
00:31:08: Also wenn ich hier als Unternehmer habe, ich eine relativ einfache Perspektive.
00:31:11: Ich muss jeden Tag funken fangen.
00:31:12: Ich muss jeden Tag aufstehen, in den Laden gehen und wirklich fragen, was tun wir heute?
00:31:17: Tun, Aktivität, kein Zustand.
00:31:20: Und insofern lässt sich durchaus behaupten, wir brauchen mehr Unternehmer tun, mehr Mut und wir müssen mehr tun.
00:31:29: Was denn in das Wort?
00:31:29: Das hört sich auch wieder so flach an.
00:31:30: Es ist leider so simpel.
00:31:31: Es ist so simpel.
00:31:33: Wir brauchen eine Pflegesysteme, was funktioniert.
00:31:35: Wir brauchen ein Bildungssystem, ganz dringend, was funktioniert.
00:31:40: Das bringt mich auf eine, wo ich auch ganz klar sage, Deutschland braucht mehr Luxus.
00:31:46: Mehr Luxus, glaubst du, bist halt kummer.
00:31:48: Nimm mal ein Bildungssystem.
00:31:50: Bist du der Meinung, ein luxuriöses, sehr gutes Bildungssystem, in das wir vielleicht ein Ticken mehr investieren, als wir unbedingt bräuchten, dass er die Definition von Luxus würde uns gut tun?
00:32:00: Ich bin der Meinung, absolut ja.
00:32:02: Absolut, ein hundert Prozent ja.
00:32:05: Brauchen wir eine luxuriöse Infrastruktur in Deutschland?
00:32:08: Bahn, je pünktlich ankommen.
00:32:11: Vielleicht in der Deutsche Bahn, die auch mal gibt es Beispiele für, wo man mal umsonst mitfahren kann.
00:32:19: Autobahnen, die richtig gut ausgebaut sind.
00:32:21: Ein Internet, das nicht von hier bis nach Düsseldorf dreimal abricht, wenn du beruflich telefonieren willst auf dem Weg.
00:32:27: Wenn das Luxus ist, dann brauchen wir viel, viel mehr davon.
00:32:31: Und das ist ehrlicherweise Qualität das, was uns als Land die letzten Jahrzehnte zu einer der führenden Industrienationen der Welt gemacht hat.
00:32:40: Und ich bin ganz ehrlich, sag ich dir, den Anspruch sollte mal wieder jemand formulieren.
00:32:45: Denn mein Vater hat einen schönen Spruch gehabt.
00:32:47: Scheiß Rolls Rolls, die Uhr tickt so laut.
00:32:51: Scheiß Rolls Rolls, die Uhr tickt so laut.
00:32:55: Heißt was?
00:32:56: Das heißt am Ende, dass du nicht zu schätzen weißt, was du hast.
00:32:59: Wir wissen nicht zu schätzen, was wir hier haben.
00:33:02: Und wir verspielen Wohlstand.
00:33:04: Und ich finde, man kann das leider sehen in Deutschland in verschiedenen Stellen.
00:33:08: Wir verspielen, wir verspielen Wohlstand leichtfertig.
00:33:12: und wachen teilweise viel zu spät auf.
00:33:16: Wir verbringen Zeit damit, uns mit Scheindiskussionen zu beschäftigen, die uns nicht weiterbringen.
00:33:24: Wenn ihr jetzt das Ganze nach Europatrecht findet, fängt die ganze Kiste an sich im Quadrat zu drehen.
00:33:33: Und ich verstehe, ein Land ist kein Unternehmen, das ist doch alles klar.
00:33:36: Da geht es um Wohlfahrt und nicht um Profit.
00:33:39: Das ist vollkommen logisch.
00:33:41: Und trotzdem uns fehlt Pragmatik.
00:33:45: Uns fehlt Pragmatik und sich zu Drohdebürokratisieren wird uns nicht zum Erfolg führen.
00:33:51: Der Patient wird immer kränker.
00:33:56: Was mich gerade überrascht hat, dass du so eine Beschreibung von Luxus gemacht hast und du hast so gesagt, so ein funktionierendes WLAN-Schulen, in denen es vielleicht einfach auch mal funktionierende Toiletten gibt.
00:34:07: Ich habe kein
00:34:08: Bock mehr mich, wie kann es sein, dass wir wirklich, wie kann es sein, dass wir uns in Deutschland über Folgepiste-Schultoletten unterhalten müssen, die nicht funktionieren?
00:34:17: Das ist Deutschland?
00:34:19: Ernsthaft?
00:34:19: Kann doch nicht wahr sein.
00:34:22: Das darf doch das, wenn das, warum, da können wir direkt alle zu Hause bleiben, wenn das jetzt unser Anspruch ist.
00:34:27: Das kann doch nicht sein.
00:34:30: Aber wieso ist es so?
00:34:31: Wieso ist es so?
00:34:32: Ich meine, hier um dich herum steht die tollste Auto, die tollste Technik.
00:34:36: Alles made in Germany.
00:34:38: und dann hast du diese Probleme.
00:34:39: Ich glaube, wir haben irgendwann, wir haben, es gibt einen... Kommt gleich wieder über die Serie, reden wir vor.
00:34:48: Nein, Quatsch, das ist ja genau interessanterweise der Link gleich auch wieder.
00:34:52: Aber eins noch.
00:34:53: Wir haben, glaube ich, es gibt, es gibt, es gibt, wie ich sage, das ist diplomatisch.
00:35:02: Also, lass mir mal so formulieren.
00:35:05: Ich glaube, wir haben an irgendeiner Stelle beschlossen, dass Leistung nicht nur nicht mehr das führende Prinzip sein soll, sondern wir haben beschlossen, dass Leistung uncool ist.
00:35:21: Ich tat jeder eine Eins in der Schule, Bundesjugendspiele, völlig überflüssig.
00:35:25: Das fängt schon ganz, ganz früh an und ist nur mein Gefühl.
00:35:31: Aber ich find das gefährlich.
00:35:34: Harte.
00:35:34: Ich find das gefährlich.
00:35:35: Harte.
00:35:36: Leistung ist uncool.
00:35:37: Ich hab das Gefühl, dass wir uns irgendwann kulturell entschieden haben, Leistung uncool zu finden.
00:35:42: Und das ist nicht, das ist nicht meine Welt.
00:35:45: ist absolut nicht mein Welt.
00:35:47: Meine Welt ist die, in der ich entweder Erfolg habe, damit Geld ist Treibstoff.
00:35:55: Dass mich mal das den Bild ins Raumschiff benutzen ist, es ist ja Reise zum Mund, wird ein ganz aktuelles Thema.
00:36:00: Du steigst in dieses Raumschiff und unterhältst dich natürlich über Treibstoff, weil ohne ist schwierig.
00:36:07: Aber den Treibstoff, den brauchst du, um zum Mond zu fliegen.
00:36:10: Also brauchst den Treibstoff, um damit ein Ziel zu erreichen, was in echter Meilenstein ist.
00:36:17: So.
00:36:20: Ohne geht es nicht.
00:36:21: Aber es ist auch nur ein Mittel zum Zweck.
00:36:24: Und die Frage, wo wir eigentlich hinwollen, ich glaube, dass, wo wir eigentlich hinwollen, was unsere Rolle in der Welt ist, wie wir damit umgehen wollen, das ist eine Frage, die ich im Moment in der Politik nicht sehe und niemanden, der sie sauber beantwortet.
00:36:41: Und die Antworten, die funktionieren meistens ganz simpel.
00:36:44: Wie sind die Antworten?
00:36:46: Meiner Meinung nach sind wir das Land der, wir sind das Land der Erfinder, der Ideen und der Qualität.
00:36:54: Und das ist nun mal leider kein Flughafen, der nicht fertig wird und dann zu kleines.
00:37:01: Ich frage mich immer, wenn du das sagst, sind wir das oder waren wir das?
00:37:04: Rehen wir von Made in Germany oder reden wir von Make in Germany?
00:37:09: Ja, genau.
00:37:10: Also natürlich ist doch auch eines klar, Tom.
00:37:13: Das reine Bashing bringt ja niemanden weiter.
00:37:16: So, und am Ende Denke ich da Autobahn nach und das macht ja jeder.
00:37:25: Meine Schluss am Ende ist klar.
00:37:26: Ich stehe jeden Morgen auf, um hier mit dem Team gemeinsam in einem kleinen, ganz kleinen und zum Teilen sehr speziellen Kosmos das zu tun.
00:37:38: Deshalb, das ist ja genau der Grund, warum ich eben nicht sagen kann, wir machen jetzt hier eine Amazon-Serie mit Champagner Party und ein Bordtrop könnte mich alle mal gerne haben.
00:37:50: sondern es geht.
00:37:53: Und das ist interessanterweise auch das gewesen, wo wir ganz lange diskutiert haben.
00:37:57: Machen wir das überhaupt, dann machen wir das nicht.
00:37:59: Was bedeutet das?
00:37:59: Was hat das für Konsequenzen?
00:38:01: Können wir unsere Jobs noch machen?
00:38:02: Milly ist ja hier wirklich Creative Director.
00:38:04: Ich nenne sie auch immer gerne den Wandel, den Zeitgeist.
00:38:07: Und ich bin wirklich Geschäftsführer.
00:38:10: Da müssen so blöde Sachen gemacht werden, wie Personalgespräch für einen Rechnung unterschreiben, den Budget-Sitzungen sitzen, Projekte leiten und und und und.
00:38:21: den Job sehr vorkommen egal, ob du jetzt in Amazon Prime Serie drehst oder gerade irgendwo hin reisen willst.
00:38:31: Wir haben am Ende unter anderem auch gesagt, okay, das machen wir jetzt, weil nicht über die Fragen zu diskutieren, was ein eigentlich Unternehmer tun, wie sieht das eigentlich aus?
00:38:41: Wie sieht so ein Leben aus?
00:38:42: Was machen die den ganzen Tag?
00:38:44: Wie arbeiten die mit dem Team zusammen?
00:38:46: Wie funktioniert die Firma?
00:38:48: Das ist ja eine Frage, die mich auch immer wieder selber beschäftigt.
00:38:53: Also ich stehe ja nicht morgens auf und sage, ich habe alle Antworten, supergeil.
00:38:56: Tom, komm mal her und bewundern mal, wie cool wir sind.
00:38:59: Ne, überhaupt nicht.
00:38:59: Ganz im Gegenteil.
00:39:01: Wir fragen uns das und das wird auch, glaube ich, deutlich.
00:39:04: Das war teilweise eine erhebliche Herausforderung, weil auch sichtbar wird, dass das eben gar nicht immer klar ist.
00:39:16: Und das ist auch gar nicht immer einfach ist und dass wir auch gar nicht immer alle Antworten haben.
00:39:20: Aber das gehört halt dazu und am Ende muss es trotzdem immer wieder gebannt kriegen.
00:39:23: Jedes Jahr so zu gestalten, dass in unserem Fall jetzt fünfhundert Leute wieder ihre Familien ernähren können, zur Schule gehen können, die Kühlschrank voll haben.
00:39:30: Absolut.
00:39:31: Aber es gibt einen Satz von dir, den ich gelesen habe in Vorbereitung auf den Podcast.
00:39:36: Du hast gesagt, für Start-ups, für Founder gibt es eigentlich gar keinen Grund, in Deutschland zu sein, dass aus Deutschland... Moment,
00:39:44: das ist ja traurig.
00:39:45: Gibt es nicht.
00:39:48: Warum?
00:39:48: Hier dauert in dem Land, wo eine Baugenehmigung Monate dauert, ernsthaft?
00:39:53: Es gibt keinen Grund, hier zu sein.
00:39:54: Wir willst im Unternehmen gehen, gehen in Silicon Valley oder nach Dubai.
00:39:59: Das ist eine Katastrophe, dass ich deutsche Unternehmer hier sitze und das sagen muss.
00:40:04: Es gibt keinen Grund, in Deutschland ein Unternehmen zu gründen.
00:40:11: Das ist ja der Grund, warum die Statistiken, haben wir alle, warum Talente abfließen, warum Kapital abfließt.
00:40:19: Das sind ja ganz pragmatische, greifbare Gründe und das darf nicht so bleiben.
00:40:25: Warum bist du noch hier?
00:40:27: Ich bin hier aufgewachsen.
00:40:28: Ich habe das Unternehmen hier.
00:40:30: Ich sage, mich hat mal jemand hier gefragt, mich auf den Weg in meinem Büro gewesen.
00:40:36: Mensch, das ist ja interessant, wie du so arbeitest.
00:40:38: Und mein Antwort war, ich arbeite nicht hier, ich lebe hier.
00:40:41: Ich bin ja mit Leib und Seele hier jeden Tag.
00:40:46: Und ich habe, also interessanterweise kam letztens mal jemand auf mich zu, der sagt immer nur, er wisst ja echt klar, dass du dieses Jahr zwanzigjähriges Jubiläum hast.
00:40:55: Und ich musste lachen, es war totaler Quatsch.
00:40:57: Stimmt auch gar nicht.
00:40:58: Ja doch, stimmt, weil ich tatsächlich in den ersten Arbeitsvertrag unterschrieben habe.
00:41:03: Das ist totaler Unsinn, weil am Ende habe ich dir da drüben im Enten laufen gelernt.
00:41:10: Und morgen geht es weiter mit Konstantin Buschmann, die
00:41:14: Brabus Story
00:41:15: Teil zwei.
00:41:17: One second wow.
00:41:18: Und ich verspreche, da gibt es mehr als ein Wow-Effekt.
Neuer Kommentar