Philipp Plein: So wirst du gefährlich!
Shownotes
Erfolg ist kein Zufall. Erfolg ist Handwerk. Und kaum jemand verkörpert das kompromissloser als Philipp Plein.
Live bei der Premiere meines Buches „Der Code zum Erfolg“ in der CUPRA City Garage München spricht Deutschlands erfolgreichster Designer, internationaler Fashion-Mogul und Unternehmer über seinen radikalen Erfolgs-Code. Ungefiltert, unbequem und maximal ehrlich.
Er sagt: „Alles, was dich bindet, macht dich langsam.“
Und: „Wenn du nichts zu verlieren hast, bist du bereit, alles zu geben.“
Nach diesem Auftritt schrieb die Süddeutsche Zeitung über Philipp Plein, er sei eine „beeindruckende Maschine“.
Und genau das ist diese Folge:
- Warum Bindung oft der größte Karrierekiller ist
- Weshalb Angst vor Verlust dein Wachstum blockiert
- Warum der gefährlichste Business-Partner der ist, der nichts zu verlieren hat
- Mindset über Materialismus – wie echtes Wachstum entsteht
- Krisen als Level-up, nicht als Gegner
- Warum Spaß ein echtes Leadership-Tool ist
- Erfolg als Architektur, nicht als Glück
- Warum du bereit sein musst, mit Zeit, Fokus, Schmerz und Disziplin zu zahlen
TOMorrow LIVE – Ein Abend voller Macher! Aufgenommen live bei der Buchpremiere in der CUPRA City Garage München. Full House.
Mit dabei unter anderem: Daniel Abt, Tim Stracke (Chrono24), Torsten Müller-Ötvös (CEO Rolls-Royce), Star-Winzer Jochen Dreissigacker.
Besonderer Moment: Empfang von Philipp Plein im Münchner Rathaus durch Oberbürgermeister Dieter Reiter. Das erste Treffen von Münchens Stadtvater und einem seiner erfolgreichsten Söhne.
Was viele nicht wissen: Philipp Plein ist in München geboren. Von hier aus hat er ein internationales Milliarden-Imperium aufgebaut – Fashion, Watches, Parfum, Eyewear, Hotels, Restaurants, Bars.
Philipp Pleins Erfolgs-Prinzipien: Dream big. Believe bigger. Execute hardest.
Das Buch zur Folge: „Der Code zum Erfolg“ – jetzt überall im Handel. Mit den besten Karriere-Strategien der erfolgreichsten Macher unserer Zeit.
Diese Folge gibt es auch als TOMorrow Video-Podcast auf YouTube. Jetzt reinhören, abonnieren und teilen mit Menschen, die wirklich etwas erreichen wollen.
Transkript anzeigen
00:00:01: Hier ist Tom Junkersdorf mit tomorrow.
00:00:05: Der Nummer eins Podcast heute mit einer absoluten Nummer eins.
00:00:11: Als Unternehmer, als Macher, als Motivator.
00:00:16: Live zu Premiere meines Buches der Code zum Erfolg, spricht er über seinen Code zum Erfolg.
00:00:25: Deutschlands erfolgreichster Designer.
00:00:28: Der Wonderboy der internationalen Fashion-Szene, wie die Süddeutsche Zeitung in dieser Woche schreibt.
00:00:35: Hier ist er, the one and only, Philipp
00:00:39: Plein.
00:00:44: Ich glaube, wenn du dich an etwas bindest, dann hast du Angst, das zu verlieren.
00:00:49: Und wenn du was zu verlieren hast, dann bist du nicht bereit, ein Risiko einzugehen.
00:00:53: Wenn du aber bereit bist, alles zu verlieren, dann bist du bereit, alles zu geben.
00:00:57: Und wenn du Erfolg haben willst, musst du dich von allem los sagen.
00:01:00: Vor allem von der Angst zu scheitern oder was zu verlieren.
00:01:04: Weil wenn du nichts zu verlieren hast, bist du der gefährlichste Geschäftspartner im Raum.
00:01:09: Weil der, der nichts zu verlieren hat, ist derjenige, den du mit auf jeden Fall nicht vor dir sitzen haben möchtest.
00:01:16: Nach diesen Worten, nach diesem Auftritt, hat die Süddeutsche Zeitung geschrieben, dass Philipplein eine war.
00:01:23: Eindruckende Maschine ist eine beeindruckende Maschine.
00:01:27: Und ja, auch mich hat Philipp beeindruckt, wie der Mal Waller gekommen ist.
00:01:32: Z.B.
00:01:33: meines Buchs der Coats um Erfolg.
00:01:36: Große Ehre.
00:01:37: Große Ehre auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.
00:01:41: Er hat Philipp Plein vorm Tomorrow Live-Podcast offiziell im Rathaus empfangen.
00:01:47: Das erste Treffen von Münchens Stadtvater und Münchens erfolgreichstem Sohn.
00:01:53: Was viele ja nicht wissen, Philipp ist in München geboren.
00:01:56: Von hier aus hat er sein Milliarden-Imperium aufgebaut.
00:02:00: Fashion, Watches, Perfomance, Sonnenbrillen, Hotels, Restaurants, Bars und und und Insane diese Erfolgsdauung.
00:02:10: Wir haben den Podcast hier jetzt live bei der Buchprämierin der Cupras City Garage in München aufgenommen.
00:02:17: Full House.
00:02:18: Auch dabei Daniel Abt, Starvince Jochen, Dreißigakade für alle, seinen sensationellen Riesling mitgebracht hat.
00:02:26: Krono-Firnzwanzig, Milliarden-Founder Tim Strake, Royce Royce CEO, Thorsten Müller, etwas erfolgreiche Macher, die auch alle in meinem Buch sind und dir ihre besten Karriere-Tipps geben.
00:02:41: Das Erfolgsbuch, jetzt überall im Handel.
00:02:45: Der Erfolgs-Podcast mit Philipp Plein, jetzt hier.
00:02:48: und als Tomorrow Video Podcast auf YouTube.
00:02:53: Und von mir persönlich an dieser Stelle noch ein Dank wirklich von Herzen.
00:02:57: Anja Seppe, Ana Lima und meine Freunde von CUPRA, dass wir dieses Ding bei euch feiern konnten.
00:03:06: Und danke natürlich an mein Tomorrow-Team, dass immer größer wird und an alle aus der Tomorrow-Community, dass ihr dabei wart.
00:03:15: Einigen von euch sind morgens um vier Uhr aufgestanden und losgefahren, um live dabei zu sein.
00:03:21: Ihr seid echt Macher, ihr seid Macher.
00:03:24: Toll, dass es euch gibt, dass ihr einfach diese Lust habt, diese Lust auf Erfolg.
00:03:37: Und hier ist der Live-On-Stage-Stimme.
00:03:48: Du
00:03:48: bist echt Killer.
00:03:49: Du bist echt Killer.
00:03:50: Freund, dass du hier bist.
00:03:52: Das ist dein Platz.
00:03:53: Vielen Dank.
00:03:53: Großartig, dass du da bist, Philipp.
00:04:11: Vielen Dank.
00:04:12: Alle guten Dinge sind drei.
00:04:14: Und dann herzlichen Glückwunsch auch für dieses tolle Buch, das wir heute hier alle erleben dürfen.
00:04:21: Und danke, dass ich da sein darf.
00:04:22: Philipp, ich finde es so krass, mit dir zusammenzuarbeiten, weil ich eine Sache wieder von dir heute gesehen habe.
00:04:28: Wir fahren verabredet und du warst vor mir da.
00:04:32: Und du bist aus Lugane gekommen und ich bin aus Bogenhausen gekommen.
00:04:35: Und du sagst, ja, ich bin hier.
00:04:38: Aber du weißt ja nicht, was ich davor noch alles gemacht habe, weil ich habe ja drei kleine Kinder zu Hause.
00:04:43: Ich habe vier Söhne.
00:04:45: Und ich habe heute, ich glaube, noch fünf Windeln gewechselt.
00:04:48: Meine Kinder gebadet, Frühstück gemacht und dann bin ich losgefahren.
00:04:51: Und seitdem ich Kinder habe, stehe ich früh auf.
00:04:53: Deswegen bin ich immer on time.
00:04:55: Aber wau,
00:04:56: Philipp.
00:04:56: Dafür schlafe ich dann auch abends schon ein.
00:05:01: Philipp, wir wollen heute unbedingt deinen Code zum Erfolg verstehen.
00:05:05: Und deshalb gleich mal eine Frage.
00:05:07: Ist das schon eines deiner Geheimnisse, dass du eben kommst und obwohl du dich um deine Family kümmerst, hierher kommst, mit dem Auto aus Logano her in Time bist?
00:05:17: Wenn dessen gleichzeitig mich so viele heute angeschrieben haben.
00:05:20: Sorry, ich schaff's nicht.
00:05:21: Ich kann nicht aus Düsseldorf oder Frankfurt kommen, weil Schnee liegt.
00:05:25: Ist es das zu sagen, einfach auch mal machen, nicht nur vornehmen, sondern auch umsetzen?
00:05:31: Ich glaube, Erfolg hat absolut mit Disziplin zu tun.
00:05:37: Nummer eins, Nummer zwei, ich bin hier wegen dir und du bist ja auch zu mir gekommen nach New York.
00:05:44: Wir hatten eine gute Zeit zusammen, wir kennen uns schon viele Jahre.
00:05:47: Und du hast mich ja sogar zu Hause bei mir in New York besucht und das fand ich so toll, dass ich gesagt habe, dann komme ich auch hierher.
00:05:53: Und ja, ich meine, you have to show up.
00:05:56: Doesn't matter.
00:05:57: Wow.
00:05:58: Hey, große Ehre, danke, dass du das sagst.
00:06:00: Aber ist es, wie ist dein Blick aus auf Deutschland?
00:06:04: Wir waren von, hatten wir einen Empfang beim Oberbürgermeister von München.
00:06:07: Du kommst ja aus Deutschland und du siehst ja auch, dass in Deutschland so viel nicht funktioniert, weil wenn Winter ist und zwei Schneeflocken fallen, fallen bei uns schon die Züge aus, die Flüge gehen nicht mehr, Menschen gehen nicht mehr zur Arbeit.
00:06:23: Ja, wenn es geht ja in Deutschland noch, wenn du in Amerika bist, ist es sogar noch schlimmer.
00:06:27: Und in New York schneit es jedes Jahr und jedes Jahr ist es noch ein größeres Chaos.
00:06:30: Aber unabhängig davon, das ist momentan unglücklich, aber den Deutschen geht es noch gut, wenn es um schlechte Wetter geht.
00:06:40: Die wissen zumindest, wie man Auto fährt, auch bei Schnee.
00:06:43: Auch wenn du diese vielen Unfälle siehst, dennoch glaubt mir, in anderen Ländern sieht das nicht so gut aus.
00:06:49: Aber wie ist dein Blick auf Deutschland, weil du kommst von hier, du hast von hier dein Empire aufgebaut aus München, die Idee gehabt, jetzt hundertfünfzehn Läden weltweit, zweihundertfünfzig Millionen Business.
00:07:00: Du hast was aufgebaut und du kriegst ja auch mit, dass natürlich in der Außenbetrachtung Deutschland nicht mehr die größte Rolle spielt.
00:07:08: Wie ist so dein Blick auf die auch Erfolgsbereitschaft?
00:07:11: Gibt es in Deutschland auch die Lust auf Erfolg?
00:07:16: Ich lebe jetzt seit vierundzwanzig Jahren in der Schweiz.
00:07:19: Das ist schon eine ganz schöne Weile.
00:07:20: Ich bin jetzt nicht mehr so Deutschland verbunden, wie ich es mal damals war.
00:07:25: Dennoch ist es meine Heimat.
00:07:26: Und ich betrachte das ein bisschen mit Abstand von der Ferne.
00:07:29: Und deswegen habe ich natürlich eine viel distanziertere Meinung, als wenn ich jetzt in Deutschland leben würde.
00:07:35: Ich meine, Deutschland ist ein Land des Mittelstands.
00:07:39: Und war schon immer, wird es auch immer sein.
00:07:44: Mit Sicherheit ist es nicht das Unternehmerfreundlichste Land.
00:07:48: Das war eigentlich auch der Hauptgrund, ganz ehrlich, warum ich in die Schweiz gezogen bin.
00:07:51: Ich bin nicht wegen dem Käse oder Schokolade in die Schweiz gezogen, sondern wegen vielen anderen Gründen und anderen den Steuern, aber auch die Schweiz ist einfach unternehmerfreundlicher.
00:08:01: Und die ganze Beziehung zwischen dem Staat und dem Unternehmer ist auf einer freundschaftlichen Basis.
00:08:08: Und ich kann mich erinnern, beim ersten Termin mit meinem Steuerberater in der Schweiz hatte ich gesagt, Herr Plein, Wir in der Schweiz sind stolz darauf steuern zu zahlen.
00:08:18: Das war was, was ich so nicht kannte und deswegen habe ich mich natürlich selber gefreut und gedacht, naja, da habe ich die richtige Wahl getroffen.
00:08:28: Ich kann es nicht bereuen.
00:08:29: Willi, wenn jemand wie du sagt, Deutschland ist das Land des Mittelstandes, klingt so Mittelstand so nach mittelmäßig, denken wir groß genug oder nicht mehr?
00:08:41: Ich meine, ich glaube, Wir sind Träumer und wir müssen an unsere Träume glauben, bis sie wahr werden.
00:08:49: Und es gibt in jedem von uns Träumer, nur das große Problem ist, dass wir alle zu viel Angst haben für unseren Träumen oft.
00:08:57: Und dann bleiben die Träume eben nur Träume.
00:09:00: Und ich glaube, das ist eine der Hauptgründe, warum viele Menschen nicht das machen, was sie wirklich wollen oder was sie sich wünschen, weil sie Angst davor haben.
00:09:09: Vor dem Misserfolg, vor dem... Kommentaren der Freunde oder Eltern.
00:09:15: und ich glaube, das ist mehr eine Einstellung.
00:09:17: Ich glaube nicht, dass das Land alleine jetzt ausschlaggebend ist über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmers, sondern ich glaube, das ist auch eine mentale Einstellung, die man mitbringen muss, um jetzt Erfolg zu haben.
00:09:29: Ich glaube, Erfolg heutzutage ist global.
00:09:32: Wir leben in der Welt der Globalisierung.
00:09:35: Wenn ich Erfolg habe, habe ich die Welt aus meiner Bühne.
00:09:38: Und ich habe das miterlebt, dass ich angefangen habe, mich selbst schon nicht zu machen.
00:09:43: Fast neunundzwanzig Jahre ist das her.
00:09:45: Da war Globalisierung ein großes Wort und das war auch was Neues.
00:09:49: Heutzutage kann man seine Produkte weltweit vertreiben, ohne große Probleme.
00:09:54: Und ja, das öffnet natürlich einem komplett andere Dimensionen.
00:10:01: Nichtsdestotrotz, wenn man in Deutschland lebt und in Deutschland aufwächst, hat man natürlich Schranken.
00:10:09: Die muss man überwinden.
00:10:10: Und wenn man das schafft, denke ich, dann steht am die Welt offen.
00:10:15: Aber ist es wirklich nur die Angst oder ist es am Ende dieses Jahr?
00:10:18: Ich träume ganz gerne, ich wünsche mir Erfolg, aber ich bin nicht bereit es auch zu... umzusetzen.
00:10:26: Ich bin nicht bereit, auch die Arbeit dafür zu leisten.
00:10:30: Es ist mir zu unbequem.
00:10:32: Wie ist da deine Wahrnehmung?
00:10:34: Ja, ich meine, ohne Fleisch keinen Preis.
00:10:37: Und dazu kommt natürlich auch noch, dass, wenn ich was, wenn ich nichts mache, passiert auch nichts.
00:10:41: Also von alleine passiert eben nichts.
00:10:43: Es muss ja was passieren.
00:10:44: Und wenn man das nicht anstößt und das nicht verfolgt und Erfolg kommt ja auch nicht von heute auf morgen und Erfolg braucht lange Zeit, als ich angefangen habe mit meinem Geschäft.
00:10:53: hat bestimmt keiner dran geglaubt.
00:10:55: Also meine Eltern haben nicht dran geglaubt.
00:10:56: Niemand hat dran geglaubt.
00:10:57: Ich hatte kein Geld, keine finanzielle Unterstützung von zu Hause.
00:11:01: Meine Eltern wollten, dass ich studiere, dass ich mein Studium abschließe und deswegen waren sie nicht amisiert darüber, dass ich angefangen habe, Hundebetten zu verkaufen.
00:11:13: Die haben sich gedacht, irgendwann kommt er wieder zurück, weil er Geld braucht und dann klopft er wieder an die Tür.
00:11:18: Ich war ja noch relativ jung, neunzehn Jahre und dann kann man noch vieles falsch machen und vieles wieder gut machen.
00:11:24: Aber irgendwie kam ich halt nicht mehr zurück, weil ich so motiviert war und auch so hungrig war und ich wollte es auch mir selber beweisen, dass ich was kann.
00:11:33: Und ich glaube, Man kann nur dann Erfolg haben, wenn man Spaß hat bei dem, was man tut.
00:11:40: Ich habe noch nie jemanden gesehen, der erfolgreich ist und nicht das mag, was er macht.
00:11:44: Das gibt es eigentlich nicht.
00:11:46: Noch nie ein Fußballspieler gesehen, der gut ist, aber der nicht gerne Fußball spielt.
00:11:51: Und deswegen glaube ich, das ist auch ein Schlüssel des Erfolgs, dass man eine gewisse, sagen wir mal, Affinität hat und natürlich auch ein bisschen ein Fokus hat auf das, was man tut.
00:12:03: Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um Erfolg dann am Ende auch zu haben, den man so normalerweise nicht hätte.
00:12:12: Und ich glaube, man kann mit allem erfolgreich sein, wenn man bereit ist, den Preis dafür zu bezahlen.
00:12:18: Weil es gibt immer einen Preis, den man zahlen muss.
00:12:22: Der Preis in deinem Fall heißt wirklich hart arbeiten?
00:12:25: Der Preis, den du bereit bist zu zahlen, ist harte Disziplin.
00:12:29: Ja, aber ich meine, harte Arbeit macht nicht erfolgreich.
00:12:32: Alleine.
00:12:32: Es gibt Menschen, die arbeiten härter jeden Tag auf der Straße am Bau, schleppen die Steine oder machen, was wirklich, wirklich hart ist.
00:12:39: Was wirklich hart ist und auch physisch und psychisch dich mitnimmt.
00:12:44: Nicht nur psychisch, sondern auch physisch und sind trotzdem nicht erfolgreich.
00:12:47: Ich glaube, Erfolg ist planbar.
00:12:49: Erfolg ist skalierbar.
00:12:51: Erfolg ist eine Formel.
00:12:52: Die muss man verstehen.
00:12:54: Die muss man auch immer wieder anpassen, weil alles sich verändert um uns herum.
00:12:59: Und die Formel hat vielleicht letztes Jahr funktioniert.
00:13:01: Das heißt nicht, dass sie dieses Jahr wieder funktioniert.
00:13:04: Aber Erfolg ist definitiv planbar.
00:13:06: Und Erfolg, ich sage hier mal, ist kein Glück, sondern Glück ist wie Verlehrer.
00:13:09: Weil wenn du dich auf Glück verlässt, dann bist du irgendwo verlassen.
00:13:11: Du kannst dich jeden Tag glücklicher sein oder Glück haben und automatisch Erfolg nach Hause bringen.
00:13:16: Also Erfolg muss man planen.
00:13:21: Lass uns da mal bitte in die Details gehen, weil ich finde, wenn man es so hört, klingt das immer so total einfach.
00:13:26: Und auch wenn du das sagst, wir kennen uns ja wirklich schon so eine Weile und du sagst immer, hey, I'm a dreamer and a believer.
00:13:33: Aber dieses An sich selbst zu glauben, wir leben in dieser Welt von Social Media, wo du sofort bewertet wirst, du kriegst dislikes, du kriegst böse Hashtags, Freunde sagen, ach komm, das schaffst du eh nicht, lass es lieber, mach was einfaches.
00:13:47: Wie kann man schaffen, dass man Herter an sich selbst glaubt, als jeder andere an einglaubt.
00:13:56: Ich glaube, man muss aufhören, auf andere zu hören.
00:14:01: Man muss sich alles anhören.
00:14:02: Das ist schon wichtig, anderen zuzuhören, weil manchmal ist auch was Gutes dabei oder was Wichtiges.
00:14:08: Aber man muss halt aufhören, das zu nah an sich heranzulassen.
00:14:12: Weil wenn man jede Kritik zu ernst nimmt oder jede Kritik zehnmal durch den Kopf gehen lässt, dann wird man irgendwann unsicher in dem, was man tut und wenn du unsicher wirst, dann machst du Fehler.
00:14:25: Ich glaube, man muss schon seinen Weg gehen, ganz umbeirrt und egal, was andere sagen oder was andere tun, muss man seinen Ziel vor Augen halten und nicht aus den Augen verlieren.
00:14:37: Und man muss auch manchmal den Weg ändern.
00:14:39: Es gehört dazu.
00:14:40: Den Weg zu ändern, das ist ein Teil.
00:14:42: Manchmal sagen Leute, du änderst deine Meinungsheben mal am Tag.
00:14:45: Und das ist ja nichts Schlechtes, weil das heißt, dass ich lerne.
00:14:49: Ich lerne aus meinen Fehlern und wenn ich einen Fehler mache, dann ändere ich auch die Richtung.
00:14:53: Wenn ich merke, es geht nicht mehr weiter in die Richtung, dann gehe ich halt in die Richtung.
00:14:56: Aber du findest immer einen Weg und ich glaube, dass es Ausschlaggebend.
00:15:02: Gab es einen Moment in deiner Karriere oder im Aufbau auch der Karriere, wo du auch mal an dir gezweifelt hast und dann dein Mindset scharfgestellt hast, dass du trotzdem gesagt hast, ich mach weiter?
00:15:15: Nein, muss ich ehrlich sagen, nein, weil ich einfach... Da gab es mit Sicherheit viele Niederlagen und viele Situationen, die schwierig waren.
00:15:25: Und am meisten war es am Anfang schwierig, wenn kein Geld da war.
00:15:28: Weil die härteste Zeit war eigentlich am Anfang die ersten fünf Jahre oder auch fast zehn Jahre, weil du jeden Euro zehnmal umdrehen musstest.
00:15:37: Und ich konnte mir nicht mal ein Mitarbeiter leisten.
00:15:39: Ich konnte mir nicht mal einen Steuerberater leisten.
00:15:41: Also musste ich alles selber machen.
00:15:43: Dadurch war ich gezwungen, alles selber zu lernen.
00:15:46: Und das war natürlich auch wichtig und gut.
00:15:48: Und dann kommt man natürlich viel langsamer voran.
00:15:51: Wenn man zu Fuß geht, braucht man ziemlich lange, um bis nach Mailand zu laufen von hier.
00:15:56: Wenn du dann mal Geld von Auto hast, dann bist du ein paar Stunden da und wenn du dann irgendwann mit dem Flieger fliegen kannst, dauert es vielleicht nur noch ein paar Minuten.
00:16:03: Also das Geld war schon am Anfang wirklich etwas, was schwierig war.
00:16:09: Und das nenne ich organisches Wachstum und ein gesundes Wachstum.
00:16:14: Und wenn das anders gewesen wäre mit dem Geld, wäre ich vielleicht auch nicht so erfolgreich geworden.
00:16:19: Dann hätte ich vielleicht auch einen kürzeren Weg gewählt oder wäre nicht so sehr involviert gewesen von Anfang an.
00:16:25: Aber das war schon schwierig am Anfang und es war überwiegend schwierig, weil einfach das Geld knapp war.
00:16:31: Schwierig ist so das Stichwort, und deshalb, Philipp, bin ich total dankbar, dass du jetzt hier bist, Anfang im Jahr zwanzig sechsundzwanzig, weil wir sagen ja alle, hey, es ist gerade so schwierig, es ist Krieg, es ist Krise.
00:16:41: Ich würde gerne, aber die Welt ist gerade so ungerecht.
00:16:45: Und du sagst, Krise ist eine Chance.
00:16:50: Ja, also jede Krise ist eine Chance.
00:16:52: Und die meisten Menschen werden reich.
00:16:57: durch eine Krise.
00:16:58: Die größten Profite werden in der Krise gemacht.
00:17:00: Wenn die Märkte in den Keller gehen, dann steigst du ein und dann gehst du irgendwann wieder nach oben, dann machst du die größten Profite.
00:17:06: Wenn die Umbilienpreise purzeln und du kaufst dann eine Wohnung und dann gehen die Märkte wieder nach oben, dann hast du die größten Profite.
00:17:12: Also wenn du oben einsteigst, dann gibt es nicht mehr viel Luft nach oben.
00:17:18: Und die meisten großen Unternehmer haben ihr Geld in der Krise gemacht.
00:17:24: Alles, was du kaputt machst, musst du nachher wieder aufbauen.
00:17:26: Die Amerikaner haben das gelernt.
00:17:28: Wenn sie was kaputtbomben, dann müssen danach wieder die Infrastruktur, die Straßen, die Schulen, alles muss wieder aufgebaut werden und einer muss das bezahlen.
00:17:36: Also kurzum, die Krise ist die beste Chance.
00:17:40: In der Krise findest du die besten Opportunities.
00:17:44: Du musst natürlich in der Zeit bereits dann zu investieren, das Risiko einzugehen und musst natürlich auch die Vision haben, die langfristige Vision.
00:17:52: nach vorne zu schauen und das gehört auch mit dazu.
00:17:55: Aber heißt das in deinem Alltag, wenn ich dir auf Insta-Folge sehe, du bist schon am fünf Uhr, fünfzehn morgens auf dem Laufband.
00:18:01: Wenn wir morgens aufwachen, sehen wir alle schlechte Nachrichten, ist schon wieder irgendwo Krisekrieg.
00:18:05: Oh Gott, man mag gar nicht rausgehen, dass du auf deinem Laufband bist und sagst, ja geil, Krise, let's go.
00:18:11: Naja, also sage ich jetzt nicht so, aber ich bin ja jetzt... auch schon fast achtundvierzig Jahre alt.
00:18:18: Und ich habe schon viele Krisen gesehen, wie du auch.
00:18:20: Und ich meine, es gab kaum ein Jahr, wo nicht irgendwo ein Problem in der Welt passiert ist.
00:18:26: Wenn du ein globales Business hast, bist du natürlich verletzbar.
00:18:30: Und jede Krise tut dir irgendwie irgendwo weh, egal wo die Krise stattfindet.
00:18:36: Und ich denke, das gehört einfach mit dazu, dass man lernt, mit diesen Krisen umzugehen.
00:18:41: Das ist ja nicht die erste Krise der erste Krieg, den wir jetzt sehen.
00:18:44: Es ist unangenehm, jedes Mal tut das weh, manchmal mehr, manchmal weniger.
00:18:48: Aber wie gesagt, das Leben, das haben wir alle gelernt, geht weiter.
00:18:52: Und ich glaube, Covid war eine große Erfahrung für uns alle.
00:18:56: Ich glaube, niemand hätte sich so eine Krise jemals vorstellen können.
00:19:00: Und das war wirklich wahrscheinlich die schlimmste Krise für viele Unternehmer.
00:19:04: auch nicht für alle, aber für viele, die man sich vorstellen kann.
00:19:07: Ich bin im Retail tätig und wenn du dann alle deine Geschäfte schließen musst auf einmal und dir dieser Umsatz wegbricht, aber jeder Landlord oder jeder Vermieter wird trotzdem die Miete bekommen, das ist ja nicht so, dass die Regierung gesagt hat, zahlt keine Miete mehr.
00:19:21: Die haben gesagt, du musst dein Geschäft schließen, aber du musst trotzdem deine Miete bezahlen.
00:19:28: Und das war schon schwierig.
00:19:30: Aber ich glaube, Das hat uns allen gezeigt und gelernt, wie anpassungsfähig wir Menschen sind.
00:19:36: Und wir können uns dann alles anpassen.
00:19:38: Und wir finden immer ein Weg.
00:19:40: Und es geht immer weiter.
00:19:41: Solange wir auf dieser Erde sind, haben wir immer eine Chance, einen Weg zu finden.
00:19:45: Aber wie Philipp, schaffen wir das?
00:19:47: Wie schaffen wir das, wenn wir morgens aufwachen und sagen, die Welt ist so traurig, es ist so schwierig?
00:19:52: Es schneit sogar im Winter in Deutschland.
00:19:54: Oh Gott, ich kann nichts machen.
00:19:57: Wie schaffst du das?
00:19:58: vom Mindset gar nicht an sich ranlassen?
00:20:00: Oder was würdest du uns heute in der Coupre City Garage mitgeben?
00:20:04: Ich habe so viele schlechte Erfahrungen in meinem Leben gemacht.
00:20:09: Und ich habe so viel schlechtes erfahren und gesehen, dass ich glaube, dass sich irgendwann Lernst du damit umzugehen und dann, wenn du einmal die schlimmsten Erfahrungen an dich ran hast, lassen, dann bist du einfach immun dagegen.
00:20:24: Dann nimmst du alles mit und ich habe, wie gesagt, ich habe Kinder, dann schaust du in die Kinderaugen, dann denkst du schon wieder was anderes.
00:20:32: und ich denke, es ist ja ein Mann, du musst dich ja irgendwie selber auch motivieren.
00:20:37: und ich sage es nochmal, Träume gehören dazu.
00:20:39: Träume sind das Lebenselexier.
00:20:41: Ohne Träume stehen wir morgens nicht auf.
00:20:43: Warum sollen wir zur Arbeit gehen, wenn wir keine Träume haben?
00:20:46: Wo ist die Motivation?
00:20:47: Die Träume, die wir mit uns oder in uns tragen, sind eigentlich die Motivation für uns, jeden Tag durchs Leben zu gehen.
00:20:54: Und wenn ich keine Träume mehr habe, dann ist das Leben nicht mehr lebenswert.
00:20:58: Und ich glaube, das ist eigentlich das Wichtigste.
00:21:00: Man muss sich nur die Träume vorsichtig rauspicken, weil wenn man dann irgendwann mal aufwacht und merkt, dass der Traum nie in Erfüllung... geht, dann nennt man das Midlife Crisis.
00:21:10: Also wenn ich jetzt das ganze Leben träume, Fußball zu werden, jetzt bin ich fünfzig, ich werde das nicht mehr beim FC Bayern spielen.
00:21:16: Also dann, dann wache ich ja auf mit fünfzig und sage jetzt habe ich eine Midlife Crisis, weil ich werde das nicht mehr schaffen, was ich mir mein Leben lang erträumt habe.
00:21:24: Also muss man sich die Träume schon vorsichtig aussuchen.
00:21:27: Was bei dir auffällt.
00:21:28: und das war eben gerade auch super spannend, als wir beide beim Oberbürgermeister von München waren.
00:21:34: Der hat Philipp empfangen und das war so ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister.
00:21:38: Und du sofort die Chance gesehen hast.
00:21:41: Sofort im Mitname-Gespräch hast du sofort gepitscht.
00:21:44: Beim Oberbürgermeister, den du gerade kennengelernt hast, hättet ihr sehen müssen, Philipp sofort, hey, lass mal eine München-Collection machen.
00:21:51: Lass mal hier eine Fashion Show machen in München.
00:21:53: Und der Oberbürgermeister geht, warum
00:21:55: nicht?
00:21:56: Der wollte mal eine Jacke haben.
00:21:57: Da musst du was hergeben.
00:22:03: Aber ist es für dich so dieser Moment, wo du sofort sagst, dass dich nutzt, die Gelinger?
00:22:08: Ich bin nicht nur beim Oberbürgermeister und sag hallo, sondern ich komme auch mit einer Idee.
00:22:12: Ich komme mit einem kreativen Vorschlag.
00:22:15: Ja, ich meine, das war jetzt ganz spontan.
00:22:17: Aber ich meine, das gehört natürlich dazu.
00:22:19: Die Spontanität ist wichtig.
00:22:23: Und die besten Ideen sind spontane Ideen oft.
00:22:26: Und wenn du die Ideen zu oft im Kopf durchgehen lässt, dann sag ich's noch mal, wenn du zu oft drüber nachdenkst, dann findest du zu viele Obstekris, die ich davon abhalten.
00:22:35: Okay.
00:22:36: Es gibt eine Frage aus der Tomorrow-Community, die ich total spannend finde.
00:22:40: Es hat jemand aus der Community gefragt, du hättest das ja gar nicht nötig.
00:22:45: Ich mein, du hast dieses Empire gebaut, du machst Fashion, du machst Uhren, du machst Sonnenbrillen, du machst Perfence, du machst Hotels, du machst Restaurants, du machst Bars.
00:22:53: Du hättest ja auch einfach jetzt im Oberbürgermeister kommen können, sagen können, ja, hier bin ich, ich bin Philipp Plein.
00:22:57: Aber dass du trotzdem sagst, nee, ich will noch Business machen, ich will noch eine Menschencollection machen, ich will ja noch eine Fashionshow machen, diesen Hunger zu behalten, immer wieder aufs nächste Business zu springen und die nächste Chance nutzen zu wollen, obwohl du es gar nicht müsstest.
00:23:15: Ja, ich mein... Ich bin halt hungrig und mir macht ja auch meine Arbeit Spaß.
00:23:24: Und ich muss sagen, mein Leben hat sich sehr durch meine Kinder verändert in den letzten Monaten und letzten Jahren.
00:23:30: Und ich habe jetzt eine andere Einstellung zu meiner Arbeit, wie sie vorher hatte.
00:23:35: Und ich lebe anders, ich arbeite anders.
00:23:39: Aber ich arbeite deswegen nicht weniger.
00:23:40: Aber ich glaube, diese Träume und die Motivation, was zu machen und was zu kreieren oder was zu erschaffen, war immer meine Hauptmotivation.
00:23:51: Ich habe ja einen Beruf gewählt, in dem man viele Sachen kreieren kann.
00:23:54: Und das Schöne ist, dass man diese nach anfassen kann, erleben kann.
00:23:58: Und ob das jetzt eine Jacke ist oder ob das jetzt ein Hotel ist oder ein Restaurant oder was auch immer.
00:24:03: Und das ist einfach für mich die größte Motivation, der größte Luxus ist für mich die Träume, die Gedanken, die man hat, in die Tat umzusetzen.
00:24:14: Das macht mir Spaß und oft ist da nicht unbedingt der Profit der erste Motivation.
00:24:21: Ich denke, das ist auch ganz wichtig, was zum Erfolg auch dazu gehört, dass man nicht nur ans Geld denkt, sondern eben an... Das Ziel kann natürlich dann rewarded werden.
00:24:34: In unserer Gesellschaft wird der Volk oft mit finanziellen Erfolg, also gleicher gesetzt.
00:24:39: Und das ist aber nicht immer so.
00:24:42: Oder sollte nicht immer so sein.
00:24:44: Als ich jung war, war meine Hauptmotivation auch Geld zu haben, weil ich keins hatte.
00:24:50: Und deswegen war für mich, dass die Hauptmotivation materielle Ziele in meinem Kopf.
00:24:55: Aber mittlerweile hat sich das ein bisschen geändert.
00:24:57: Und jetzt steht mir die Idee im Vordergrund und die Vision, als der Profit, der daraus kommt.
00:25:04: Und ich glaube, wenn man emotional handelt, kommen manchmal ganz interessante Ergebnisse daraus.
00:25:11: Glaubst du heute, wenn du so auch gerade auf die Start-up-Foundation schaust, dass zu viele von diesen materiellen Zielen sich ...treiben lassen, dass sie eben natürlich durch Social Media man swipe durch, man sieht, oh, der hat das geile Auto, der hat die tolle Yacht, der hat das tolle Haus, der ist auf der Superparty, dass die Leute sagen, das will ich auch, das will ich auch, das will ich auch, like, like, like.
00:25:33: Aber ihr Ziel aus den Augen verliert es?
00:25:36: Ich mein, materielle Motivation ist die Hauptmotivation für die meisten Menschen auf diesem Planeten.
00:25:43: Und ich lebe von der Konsumgütterbranche und deswegen profitiere ich davon.
00:25:49: Aber das ist halt unsere Gesellschaft ist so gepolt, dass sie sehr materialistisch ist.
00:25:54: Und die meisten Menschen verfolgen ihr Leben lang materialistische Ziele.
00:25:58: Und das ist eigentlich auch schade, weil sie dadurch viele andere Sachen vernachlässigen.
00:26:02: Das kann die Familie sein, das können die Freunde sein.
00:26:06: Aber wie gesagt, das kann eine Motivation sein.
00:26:07: Und die Motivation kann dich natürlich dazu bringen, Ergebnisse zu erzielen, die ... über dem über der norm liegen.
00:26:17: und wenn es jetzt mal ein materielles ding ist es ist die schlimmes.
00:26:20: aber ich sage noch mal wenn du einen punkt erreicht an dem die materiellen Dinge nicht mehr so wichtig sind dann glaube ich beginnt der richtige spaß am leben.
00:26:29: ich finde es klingt so einfach wenn du das sagst und wer will auf insta voll kann das einfach sehen.
00:26:33: ich meine du hast ein riesen anwesen in los engels was irgendwann mal fertig ist aber irgendwie ein.
00:26:42: Du hast ein fantastisches Haus in New York, aber ist Zeit.
00:26:46: Du hast ein fantastisches Anwesen in Krann.
00:26:49: Du hast tolle Autos, mit denen du fährst.
00:26:53: Aber ich würde es noch verstehen wollen, bei all dem, was du erreicht hast, dass dieses Feuer nicht ausgeht.
00:27:01: Weil ich halt beobachte, dass bei so vielen Menschen in dieser Bequemlichkeit das Feuer ausgeht.
00:27:07: Ja, ich meine, ich bin jetzt achtundvierzig bald.
00:27:09: Und wenn das vorher jetzt ausgehen würde, dann wäre mein Leben ja vorbei.
00:27:12: Was soll ich hier machen?
00:27:12: Ich meine, ich habe viele Menschen gesehen, die sehr viel Geld haben, die keine Motivation haben, die kann Spaß haben.
00:27:19: Ich glaube, du brauchst eine Aufgabe und die muss man sich finden oder suchen.
00:27:25: Und das kann Arbeit sein, das kann Familie sein, das kann Hobby sein.
00:27:28: Aber jeder Mensch braucht eine Aufgabe, die ihn erfüllt.
00:27:31: Und mich erfüllt einfach mal das, was ich mache.
00:27:33: Und ich habe mir das ja ausgesucht.
00:27:35: und Und ich glaube, jetzt auch noch mal Vater zu sein, ich bin jetzt nicht mehr der Jüngste, diese kleinen Kinder zu haben, ist ja auch eine Verantwortung.
00:27:46: Und auch noch fit zu sein für die Kinder und auch noch in der Lage zu sein, sie zu sehen, wenn sie älter sind.
00:27:55: Und ja, das ist halt die größte Herausforderung für mich.
00:27:58: Und ich glaube, heute sagt man Health is Welles.
00:28:01: Also Gesundheit ist wichtig und Health is well, und das ist auch was, was wichtig ist.
00:28:05: Ich meine, ich habe mittlerweile andere Prioritäten in meinem Leben wie vor vielleicht zehn, fünfzehn Jahren.
00:28:10: Erfolg gehört mit dazu, aber es ist nicht mehr das Hauptthema.
00:28:16: Erfolg macht süchtig, Erfolg macht Spaß und es ist natürlich auch ein Reward.
00:28:20: Es kann nicht immer alles erfolgreich sein, was man macht, aber das liegt dann auch immer im Augesbetracht.
00:28:26: Manchmal kann Erfolg auch sein, wenn du was lernst aus dem Investment, auch wenn es kein Return of Investment mit sich bringt.
00:28:34: War es ein Erfolg für dich, Philipp, als jetzt die wichtigste Technikmesse der Welt war?
00:28:38: Die CES in Las Vegas und der Founder und CEO von NVIDIA.
00:28:42: Da war eine wertvollste Kampagne der Welt, wert mittlerweile viertausend, einhundert Milliarden, also zwanzigmal mehr wert als der ganze DAX und der Founder Jensen Huang.
00:28:55: Eine Keynote gehalten hat vor der ganzen Welt, wo er seine neuen Chips erklärt hat und der hat das Ganze gemacht.
00:29:01: in einer Lederjacke, Krokoyacke von Philipp Plein.
00:29:06: Ist das für dich auch Erfolg?
00:29:09: Siehst du, dass du denkst, wow, ja.
00:29:11: Ja, mein freu ich mich darüber, wenn interessante Menschen mein Produkt tragen.
00:29:17: Ich habe fünf Geschäfte in Vegas, also zumindest hat er eins gefunden.
00:29:22: War jetzt nicht so schwierig.
00:29:24: Da geht es an jeder Ecke in Philipplein-Geschäft, das war ja ein Weger, ist die Messe.
00:29:27: Ich habe mich natürlich gefreut.
00:29:28: Natürlich ist das schön, wenn Menschen, die man selber toll findet, meine Produkte auch toll finden.
00:29:35: Aber heißt das, du hast ihm nicht die Jacke geschickt oder hast ihn unter Vertrag als Ambassador?
00:29:41: Ich habe noch nie was umsonst hergegeben.
00:29:44: Also
00:29:45: natürlich habe ich schon oft was hergegeben, aber ich habe noch nie meine Produkte umsonst hergegeben.
00:29:50: Okay, auch ein gutes Learning.
00:29:53: Ja, ich meine.
00:29:55: Philipp, du sagst Einsatz, der, glaube ich, für alle wichtig ist, die Erfolg haben wollen.
00:30:01: Ich glaube, grundsätzlich muss man mal sagen, niemand muss ja Erfolg haben.
00:30:04: Es ist auch gar keine Verpflichtung, Erfolg haben zu wollen oder zu müssen.
00:30:07: Aber wer Erfolg haben kann, da sagst du gerne, lack is for losers.
00:30:12: Und Erfolg ist einhundert Prozent planbar.
00:30:16: Ich mag vor allen Dingen deine Überzeugung nicht, dass du sagst, ah ja, neunzig Prozent planbar und rest nicht.
00:30:21: Nein, du sagst einhundert.
00:30:23: Prozent planbar.
00:30:24: Natürlich.
00:30:25: Ich meine, es gibt immer eine Formel zum Erfolg, bloß die zu finden ist halt das Schwierige.
00:30:30: Und jedes Business funktioniert anders, jeder Markt funktioniert anders, jedes Produkt funktioniert anders.
00:30:35: Und deswegen, ich meine, natürlich gibt es viele Erfolgsgeschichten, die auch auf Glück basieren.
00:30:42: Aber wie gesagt, das ist halt dann wirklich dann in der Hand Gottes.
00:30:47: Und für den anderen Rest der Gründer kann ich nur sagen, dass das Erfolg, diese Formel zum Erfolg, die ist ja nicht für jedermann zugänglich.
00:30:58: Die muss man selber finden.
00:30:59: Die muss man selber skalieren.
00:31:01: Die muss man optimieren.
00:31:03: Da muss man selber rum experimentieren, bis man die findet.
00:31:06: Und sie ändert sich ja jedes, jede paar Jahre, alle paar Jahre.
00:31:10: Und wir gehen ja... Wir leben in einer Welt, die sich sehr schnell verändert hat, wo Print nicht mehr das ist, was es einmal war oder auch die Modeindustrie nicht mehr so funktioniert, wie sie jahrzehntelang funktioniert hat.
00:31:22: Alles hat sich so schnell verändert, weil die Konsumenten sich verändern und unser Einkaufsverhalten, unser Konsumverhalten sich verändert hat.
00:31:34: Und die Konsumgüterfirmen müssen sich anpassen.
00:31:38: Und das ist spannend.
00:31:41: Dynamisch.
00:31:41: Und früher war das nicht so.
00:31:43: Da hat das alles ein bisschen länger gedauert.
00:31:45: Da konnte man sich auf seinem Erfolg ausruhen.
00:31:46: Da konnte man auch auf einem Trend sich ausruhen.
00:31:49: Früher ist ein Trend von von Tokio rübergeschwappt nach Paris, von Paris nach New York.
00:31:55: Und es hat eine Lebzeit gehabt von von vielleicht einem Jahr.
00:31:59: Heute geht mit Social Media der Trend von einer Sekunde zu anderen global und so schnell wie er aufpoppt ist auch schon wieder vorbei.
00:32:08: Und ich glaube, jede Industrie hat sich anzupassen, ob das die Automobilindustrie ist, ob das die Modeindustrie ist oder auch die Tech-Industrie.
00:32:17: Keine Industrie ist so kurzlebig wie die Tech-Industrie.
00:32:19: Du kaufst ja heute ein Fernseher, dir kostet Zehntausend Euro und morgen kostet er zweitausend und übermorgen kostet er nur fünfhundert.
00:32:26: Also wir sehen ja, wie schnell sich alles verändert.
00:32:28: und und da dran zu bleiben, das ist spannend.
00:32:31: Aber für alle jetzt hier, die bei dem Live-Podcast dabei sind und sagen, Mensch, ja, ich wollte auch gerne, aber ich hab kein Glück gehabt.
00:32:38: Ich hätte gerne, aber ich hatte Pech.
00:32:42: Ja, aber Glück ist noch mal.
00:32:43: Glück ist für Losers und Glück ist ja kein ... niemand ist enttitelt zum Glück.
00:32:51: Und ich glaube, man darf sich, wie gesagt, nicht von seinem Ziel abbringen lassen.
00:32:58: Bei mir war das wirklich so, dass ich ... so an meine Ziele geglaubt habe, dass mir niemand reinreden konnte.
00:33:05: Und ich habe, wie gesagt, wichtig ist, auf die anderen Menschen zu hören, weil es gibt viele Menschen, die was Wichtiges sagen, es gibt aber viele Menschen, die was Falsches sagen.
00:33:13: Und das muss man versuchen, abzuwägen.
00:33:15: Es ist nicht alles richtig, was der Lehrer dir lehrt.
00:33:18: Und man muss in der Lage sein, selber zu filtern, was ist für mich richtig oder für mich wichtig, muss nicht für dich richtig sein, aber für mich.
00:33:27: Aber das heißt auf jeden Fall Erfolg ist für dich.
00:33:31: nicht das Warten auf ein Wunder, dass man wartet und denkt, irgendwann wird das schon an die Tür klopfen, sondern das heißt, handeln, exekutieren und Ziele erreichen.
00:33:41: Das macht Erfolg aus.
00:33:43: Absolut, das gehört mit dazu.
00:33:45: Und natürlich auch seine Ziele nicht andauernd ändern.
00:33:51: Ich hab viele Leute gesehen, ich hab viele Kollegen aus der Universität gehabt oder aus der Schulzeit, die haben ... was angefangen, aufgehört, was anderes angefangen, aufgehört, angefangen, aufgehört.
00:34:01: Ich glaube, da fehlt auch diese Ausdauer, bis zum Ende zu gehen oder einfach weiter zu gehen.
00:34:07: Irgendwann kann man auch aufhören.
00:34:09: Aber zu schnell die Meinung oder die Ziele zu wechseln hilft nicht besonders.
00:34:13: Ich meine, ich komme nie in Mailand an, wenn ich einfach, okay, jetzt gehe ich mal nach Stuttgart, da drehe ich nochmal um, jetzt gehen wir Richtung Paris und wenn ich zick zack laufe, dann dauert das ewig oder für immer.
00:34:25: Wie wichtig ist es, auch diese Milestones zu definieren?
00:34:27: Als wir uns das erste Mal getroffen haben, da ging es darum, dass du gerne bei den Fashion Weeks in Mailand zeigen würdest.
00:34:32: Aber mittlerweile bist du ja so viel mehr als Fashion.
00:34:35: Es ist ja ein ganzer Brand geworden, bis hin zu Hotels, zu Restaurants, zu Bars, dass man auch immer wieder nachjustiert und nicht sagt, nee, jetzt habe ich hier Fashion Week in Mailand gezeigt, jetzt bin ich ein großer Name in Mailand, jetzt reicht es, sondern dann zu sagen, okay, let's go
00:34:52: next.
00:34:52: Für mich ist es spannend, neue Sachen zu leben und neue Sachen auszuprobieren und auch neue Ziele zu verfolgen.
00:34:59: Aber natürlich dann bis zum Ende.
00:35:02: Und wir haben alle nur ein Leben.
00:35:05: Und ich glaube, dass es einfach wichtig ist, dass man das Leben auch lebt und auch in Folgen Zügen lebt und die Möglichkeit zu haben, sich nochmal mit anderen Zielen auseinanderzusetzen und nicht immer nur dasselbe zu machen jeden Tag, ist motivierend.
00:35:19: Das gehört auch dazu, weil irgendwann wird alles zu Routine.
00:35:23: Und dann kann es schon mal passieren, dass etwas langweilig wird.
00:35:27: Und das ist, glaube ich, wichtig.
00:35:29: Wenn etwas langweilig wird, dann ist das Risiko zum Misserfolg schon da.
00:35:35: Man muss dieses Adrenalin immer wieder in sich haben.
00:35:38: Wenn dieses Adrenalin gehört einfach dazu, diese Spannung, die du ja auch kennst und du bist ja auch sehr motivierend und motiviert, wenn ich die sehe und das Buch handelt ja davon.
00:35:49: Und das gehört einfach dazu.
00:35:53: diesen Atolinspiegel hochzuhalten.
00:35:55: Und den hat man normalerweise, wenn man neue Sachen ausprobiert, wenn man neue Sachen macht, die man vorher noch nie gemacht hat.
00:36:01: Und ich bin autodidakt.
00:36:03: Ich habe mir alles selber beigebracht.
00:36:05: Und ich glaube, das hat viele Vorteile, weil wenn ich mir Menschen anschaue, die studiert haben, die das Fachgebiet wirklich sich darauf spezialisiert haben.
00:36:16: Die haben natürlich eine ganz andere Rangehensweise als ein Outsider.
00:36:19: Wenn ich als Outsider in eine Branche gehe, ob das Hospitalität ist oder ob das Fashion ist oder was auch immer, dann komme ich natürlich mit frischen Ideen mit einer anderen Herangehensweise.
00:36:31: Das kann gut und schlecht sein, aber es ist erfrischend.
00:36:34: Und du hebt sich automatisch von der Masse ab.
00:36:38: Und ich bin ein... Ein Nischenproduktmensch.
00:36:43: Ich bin ein Marktnischenspezialist.
00:36:47: Ich suche mir meine Nische und ich fülle diese Nische.
00:36:50: Ich suche hier wie ein Sniper.
00:36:52: Ich gucke halt, was ist mein Target und wo kann ich noch punkten?
00:36:56: Wo ist eine Möglichkeit im Markt?
00:36:58: Ich analysiere natürlich die Konkurrenz, ich analysiere die Märkte, ich analysiere die Erfolge, die die Konkurrenz hat, aber auch die Misserfolge, um zu verstehen, warum ist diese Firma erfolgreich und diese nicht?
00:37:10: Wo ist der Unterschied?
00:37:10: Wo liegt der Schlüssel zum Erfolg?
00:37:13: Und in dem Konsumgüterbereich ist es relativ einfach und auch relativ transparent, weil das ist nicht so wie Pharmazeute, eine Pille wie Viagra oder Aspirin oder eine Formular zur Krebsbekämpfung, wo du Millionen investieren musst, um zu forschen.
00:37:31: Konsumgüterprodukte wie eine Jacke oder zum Beispiel auch ein Auto sind relativ transparent.
00:37:35: Du kannst das Produkt studieren, du kannst das verstehen, du kannst wirklich einfach verstehen, wo liegt der Erfolg in diesem Produkt?
00:37:44: Und das sind halt verschiedene Komponenten.
00:37:46: Es ist das Produkt, es ist der Preis, es ist der, ich sage mal die Four Peace.
00:37:51: Product, Place, People and Price in meiner Branche.
00:37:56: Und wenn das Produkt das Richtige ist, zum richtigen Preis, am richtigen Ort, mit den richtigen Menschen vertrieben wird oder an die richtige Zielgruppe angeboten wird, dann kommt oft Erfolg.
00:38:09: Ein konkretes Beispiel dafür ist, wie du den Uhrenmarkt zerlegt hast, der ja auch komplett besetzt ist.
00:38:14: Es gibt genug Uhren auf der Welt, aber du hast das genau seziert und hast diesen Moment getroffen, diese Nische, die niemand besetzt hat und bist voll reingegangen.
00:38:25: Ja, also zu mir kam mal der Herr Biver, zu mir nach Hause nach Südfrankreich, den kennt man vielleicht.
00:38:34: noch, der hat damals viele Erfolgsgeschichten gefeiert, Biver.
00:38:38: Der hat unter anderem Omega groß gemacht mit Cindy Crawford aus Testemoniel und er hat auch Omega zu James Bond gebracht, hat Rolex abgelöst, irgendwann ist er zu Hublot, hat Hublot gekauft, hat das aufgebaut, hat dann LVMH verkauft, wurde der... C.E.O.
00:39:00: für die Jewelry-Sparte at LVMH.
00:39:02: Erst ist er im Ruhestand.
00:39:04: Und wie gesagt, er kam irgendwann mal zu mir nach Hause und hat mir seine Geschichte erzählt.
00:39:07: Ich fand das relativ spannend.
00:39:08: Lange Rede, kurzer Sinn.
00:39:09: Wir haben den Markt analysiert.
00:39:11: In dem Preissegment, wo wir tätig sind, haben wir keine Konkurrenz.
00:39:15: Wenn du dir heute eine Luxusur kaufen willst, dann musst du mehrere Tausend Euro ausgeben.
00:39:21: Und Takoya ist eigentlich so der Einstiegspreis für Luxus.
00:39:24: Ab tausend Euro geht es los.
00:39:26: Und dann kommt man lange nichts.
00:39:27: und dann eine Breitling, eine Hublot oder auch eine Rolex.
00:39:31: Unter vier, fünftausend Euro gibt es einfach nichts im Markt.
00:39:35: Da gibt es einen riesen Gap.
00:39:36: Und wenn jemand dreitausend Euro in der Tasche hat, kann er sich so gut wie nichts kaufen.
00:39:40: Und das ist relativ viel Geld.
00:39:42: Und wenn man das weiß und dann ein Produkt entwickelt, das genau diesen Preis anspricht und diese Zielgruppe auch anspricht, die träumt, aber die nicht.
00:39:53: diese sechs, sieben, tausend Euro hinlegen kann für ein Einstiegsmodell von einer anderen Luxusmarke.
00:39:59: Dann war es einfach relativ einfach für uns, diesen Markt zu attackieren.
00:40:02: Und wir haben einen Riesenerfolg mit unseren Fashion-Uren, aber auch mit unseren Swissmade-Uren.
00:40:07: Das ist ein hundert Millionen Business für unseren Partner Timex und auch für uns.
00:40:12: Und das ist spannend, wie wir diese Branche so ein bisschen aus den Angeln gehoben haben und wie wir Mittlerweile in sechszig Ländern, viertausend Point-of-Sales, unsere Uhren verkaufen.
00:40:23: Das hat Spaß gemacht, macht Spaß.
00:40:25: Und ich meine, mir gefallen Uhren ja auch.
00:40:28: Und seitdem kaufe ich keine Ahnung mehr, es gibt nur noch viele Blanen, das habe ich keine Ahnung, aber macht ja nichts.
00:40:34: Einen Blick natürlich von dir noch auf dich.
00:40:35: Aber
00:40:35: du brauchst eine, ich muss dir eine Uhr schicken.
00:40:37: Kriegst du dann umsonst, zum ersten Mal.
00:40:40: Und ich glaube im Gegensatz zum Oberbürgermeister von München darf ich sie auch annehmen.
00:40:43: Er hat gleich gesagt, ja darf gar keine Lederjacke von dir als Geschenk annehmen.
00:40:48: Philipp, natürlich, du hast mit Fashion angefangen.
00:40:50: Dein Blick auf Fashion-Szene international.
00:40:52: Wie siehst du sie?
00:40:53: Große Namen sind nicht mehr da.
00:40:56: Jojo Amani gestorben.
00:40:58: Karl Lagerfeld gestorben.
00:41:01: Das Business wird härter.
00:41:02: Auch die Luxusbranche in der Fashion ist mehr unter Druck.
00:41:05: Wie siehst du die Fashion-Szene gerade?
00:41:07: Ich habe da natürlich meine sehr eigene, subjektive Meinung dazu.
00:41:12: Erst mal klagen die ganzen großen Konzerne sehr viel über den Umsatzeinbruch.
00:41:17: den sie zum größten Teil selbst zu verschulden haben.
00:41:19: Und das liegt einfach daran, dass nach Covid alles teurer geworden ist.
00:41:23: Und zwar so viel teurer geworden ist, dass der Konsument am Ende nicht mehr bereit ist, dieses Geld auszugeben.
00:41:30: Weil wenn wir mal ehrlich sind, ist es ja so, dass mittlerweile viel mehr Menschen auf dieser Erde leben als vor zehn Jahren und auch viel mehr Menschen bereit sind oder auch Geld haben, auszugeben.
00:41:40: Das ist ja nicht so, dass es am Konsumenten fehlt.
00:41:42: Es fehlt einfach nur an dem Konsumenten, der bereit ist.
00:41:45: so viel Geld für ein Produkt auszugeben, dass einfach überteuert ist.
00:41:52: Das hat direkt nach Covid angefangen.
00:41:54: Ich kann mich erinnern, dass wir mit den Differanten zusammengesessen sind.
00:41:57: Da war eine Verknappung an Produktionen.
00:42:01: Alle haben sich beschwert.
00:42:02: Wir haben kein Leder, wir haben keinen Stoff, wir haben keinen dies, wir haben keinen jenes und die Preise sind natürlich dann nach oben gegangen.
00:42:07: Jeder hat das auch als Chance gesehen, die Preise nach oben anzupassen und zum Teil anschaßte Falt.
00:42:16: Und wenn du dir heute anschaust, bei Dior gibt es einen Einstiegs sneaker, kostet siebhundert neunzig Euro.
00:42:22: Das ist der günstigste Sneaker.
00:42:24: Das werden vielleicht früher tausend, vierhundert Euro demat gewesen für ein Einstiegsmodell.
00:42:29: So, jetzt muss ich überlegen, wie viele Leute gibt es noch, die das ausgeben wollen?
00:42:33: Auch egal wie reich du bist, das ist einfach ein bisschen übertrieben.
00:42:37: Und ich denke, das ist eine Hauptgründe, warum Die haben einfach den Wogen überspannt, auch die Handtaschen.
00:42:44: Es sind immer teurer geworden und immer teurer und es gibt nur noch wenige Marken, wo auch noch ein Mehrwert da ist, weil Fashion ist eigentlich ein... Saisonales Produkt ist mir Spaß machen du willst es diese Saison tragen nicht so um willst du was neues tragen.
00:43:00: und deswegen sind ja auch die zeitlosen Marken wie jetzt am Mess die nicht darunter leiden weil man sieht das das Investment an.
00:43:06: man denkt wenn man jetzt so eine Tasche kauft für viel Geld die immer noch überteuert ist dass man dann ein Investment hat.
00:43:12: Und das mag vielleicht in manchen Fällen auch richtig sein.
00:43:16: Aber bei den Fashion-Brenz, wo irgendwann der Summer Sale kommt oder die alte Saison dann nicht mehr aktuell ist, dann ist es einfach verlorenes Geld.
00:43:27: Und das gehört unter anderem mit dazu.
00:43:29: Dann kommt einfach auch dazu, dass ein großer Verdrängungswettbewerb da ist.
00:43:34: LWM Age hat sehr viel Zugang zu sehr viel liquiden Mitteln gehabt.
00:43:38: Die Banken haben das Geld hinterhergeschmissen.
00:43:41: mit vollen Händen ausgegeben und geben es zum Teil immer noch aus, nicht mehr so wie früher und haben eine Art Verdrängungswerkbewerb ins Leben gerufen, wo auch Caring klein ausschaut.
00:43:52: Wenn du mal nach New York gehst, dann siehst du nur noch an Fifth Avenue hast du eine Corner, da ist Louis-Tor, ein ganzes Gebäude, das nächste ist Bulgarie und die andere ist Tiffany, fünfhundert Millionen für den Umbau ausgegeben, halbe Milliarde für den Umbau vom Gebäude mit Peter Marino.
00:44:07: Und dann ist dann der Gucci-Laden, der ist dann auch noch zweitausend Grad wieder groß, aber der schaut halt aus wie ein Tante-Emmer-Laden, neben diesen großen Mega-Stores, die zum Teil überdimensioniert sind.
00:44:19: Aber ist ganz klar, der Konsument sieht nichts anderes mehr.
00:44:22: Und wir sind Nischmarkenprodukte.
00:44:25: Wir sind der kleine, flexible Nemo-Fischchen im Highfish-Bag.
00:44:34: Und deswegen sind wir auch so agil und auch so, sagen wir mal, gesund, weil wir uns schnell anpassen können, weil wir eben, wie gesagt, einen Kunden haben, der Nische sucht.
00:44:45: Und wir sind nicht so groß und so mainstream, wollen wir auch gar nicht werden.
00:44:48: Wir wollen nur in unserem Segment gut sein und das sind wir auch gut.
00:44:53: Was passiert noch in der Modeindustrie?
00:44:57: Es gibt einen Aussterben der Designer, also dieses Kevali lebt nicht mehr.
00:45:05: Valentinos gerade gestorben, Amanis gestorben.
00:45:08: Entweder sie sind gestorben oder sie haben das Unternehmen verkauft und sind nicht mehr selber mit tätig.
00:45:14: Also es gibt kaum noch Designer, die ihren eigenen Namen nach außen hin vertreten und noch im Unternehmen tätig sind.
00:45:22: Das sind alles mittlerweile... Unternehmen, die von Vorständen geführt werden, da geht es viel pragmatischer zu.
00:45:29: Es gibt weniger Emotionen.
00:45:31: Die Fashion-Szene ist relativ tot.
00:45:32: Früher gab es die Designer, es gab die Topmodels, es gab die Fashion-Journalisten, zu denen du auch gehört hast.
00:45:40: Und das hat eine gewisse Szene dargestellt und einen gewissen Klemmer mitgebracht.
00:45:44: Den gibt es nicht mehr.
00:45:46: Franka Susani und so weiter, wie sie alle hießen, die sind alle nicht mehr da.
00:45:50: Und diesen Klemmer gibt es einfach nicht mehr.
00:45:52: Heute, die Topmodels sind mehr Influencer.
00:45:54: Es ist nicht mehr dieser gleiche Klemmer, der einfach da war und es ist einfach nur noch ein Produkt, eine Marke.
00:46:01: wo weniger Emotionen dahinter stecken.
00:46:04: Und weil die meisten Marken mittlerweile einfach entweder zu einer Gruppe gehören oder an der Börse sind oder einen strategischen Investor drin haben und dann werden die halt einfach nur noch als Investments-Wirkles gesehen.
00:46:17: Und dann gibt es natürlich Bewertungen, die verrückt sind.
00:46:20: Supreme wurde irgendwann für eine Milliarde verkauft und haben sie es wieder zurückverkauft.
00:46:23: Wer es gekauft hat, ist egal.
00:46:29: Das ist halt, wie gesagt, es ist eine neue Realität.
00:46:31: Es ist eine andere Realität.
00:46:34: Philipp, lass uns noch drei Fragen machen, weil es... Er war
00:46:36: ein bisschen confusing, aber wie gesagt, da gibt es noch viel mehr.
00:46:39: Nein, es ist sehr gut, drei Fragen, weil gleich noch die Chance sein soll für euch fragen, an Philipp zu stellen.
00:46:43: Ein großer Merger war jetzt Prada Versace.
00:46:46: Das sind natürlich auch zwei große Figuren, Mochia Prada und natürlich Versace.
00:46:51: Aber
00:46:51: ich meine, Prada war noch nie erfolgreich mit einem Firmenkauf.
00:46:56: Jill Sander, gutes Beispiel.
00:46:58: war ein Griff ins Klo.
00:46:59: Und auch alle anderen Marken, die sie sich angetan haben, waren große Verluste für das Unternehmen, bis auf Mio Mio, das sie ja selber aufgebaut haben, was man uns halt die Hottest der Marke magt, ist.
00:47:10: Und man muss dazu sagen, Versace war am Obst, also Versace war pleite.
00:47:14: Also Capricup hat kein Geld mehr gehabt und musste Versace verkaufen.
00:47:17: Es war ein Notverkauf.
00:47:18: Und Michael Kors oder Capricup hat damals Versace gekauft, weil sie brauchten, etwas um den Aktienkurs oben zu halten.
00:47:27: Nachdem Michael Kors ein IPO gemacht hat, in Amerika sind sie nach Europa gekommen, haben dort mit vollem Händen das Geld ausgegeben, haben an jeder Ecke Michael Kors Geschäft aufgemacht und die Börse sieht gerne Wachstum.
00:47:38: So lange Wachstum da ist, muss kein Profit da sein.
00:47:40: Es ist okay, so lange, du kannst Verluste machen, so lange.
00:47:44: Es nach oben geht, oder?
00:47:45: Und irgendwann haben sie dann konsolidiert und haben gemerkt, dass die ganzen Geschäfte, die sie aufgemacht haben mit dem IPO, nicht funktionieren oder nicht die Profite einbringen und die Mieten höher sind als die Kosten.
00:47:54: Und dann haben sie angefangen zuzumachen.
00:47:56: Und dann haben sie Versagen gekauft, damit sie wieder ein bisschen Fantasie mit reinbringen und... haben gedacht, sie können die Synergien nutzen, die sie haben, können die Michael Kors Geschäfte nicht funktionieren, mit Versagegeschäften besetzen und können die Infrastruktur, die sie haben, mit billigen Handtaschen in China auf Versageumwälzen, mit hohen Marschen arbeiten, das hat nicht funktioniert.
00:48:16: Versage konnten sie nicht wieder beleben und jetzt sind sie in der Notlage gewesen, dass sie es verkaufen mussten und irgendeine Musse kaufen.
00:48:23: Versage war lange auf dem Markt, keiner wollte es kaufen und am Ende haben sie es für nichts gekauft.
00:48:28: Ich meine, überleg mal, die haben nicht mal knapp eine Milliarde bezahlt.
00:48:31: Das ist, Supreme wurde für eine Milliarde verkauft.
00:48:36: Oder Golden Goose wurde gerade für eine Milliarde verkauft.
00:48:39: Also, Böckenstock wurde für vier Milliarden verkauft.
00:48:41: Ein Unternehmen wie Versace mit so viel Historie, mit so viel Kultur, mit so viel Historie.
00:48:47: Das war, ist nicht dem Unternehmenswert oder der historie des Unternehmens gerecht gewesen.
00:48:54: So eine Marke, die so viel Power hat eigentlich.
00:48:57: Aber wie gesagt, ist alles Business.
00:49:00: Hast du mitgeboten für Versage?
00:49:01: Nein, ich habe damals fast Kavalle gekauft, aber nicht Versage.
00:49:05: Wolltest du nicht wegen Donatella, oder?
00:49:12: Michael Kors hat zu viel kaputt gemacht in der Zeit.
00:49:15: Und alle das wieder aufzubauen, was kaputt ist, ist relativ schwierig.
00:49:19: Und jetzt werden wir sehen, was Brader macht.
00:49:21: Und Brader muss sehr viel Geld rein investieren und sehr viel pushen.
00:49:24: Aber Brader hat natürlich auch dieses Problem, dass sie groß sind.
00:49:28: im Vergleich nicht groß genug zu LWMH oder Caring.
00:49:31: Und sie können aus eigener Kraft auch mit dem Trend von Mio Mio nicht diese zehn Milliarden erreichen.
00:49:36: Die brauchen einfach noch ein bisschen mehr in der Gruppe, um nach oben zu gehen.
00:49:43: Und was macht man, wenn man wachst oder wachsen will oder nicht mehr so wachst, wie man wachsen möchte oder kann, dann muss man einfach dazukaufen.
00:49:51: Potenzialen Umsatz.
00:49:52: Und das haben sie halt gemacht.
00:49:53: Und jetzt müssen sie das umsetzen.
00:49:55: Ich denke, die sind sehr strukturiert.
00:49:56: Die haben eine gute Organisation.
00:49:58: Das kann funktionieren.
00:49:59: Aber es wird spannend sein.
00:50:00: Am Ende muss der Konsument anspringen.
00:50:04: Stichwort Wachstum.
00:50:05: Philipp, wohin willst du noch wachsen?
00:50:08: Von Fashion zu Empire.
00:50:10: Was fehlt noch?
00:50:11: Was ist dein nächster Traum?
00:50:12: Wo geht es hin?
00:50:15: Ich habe Spaß momentan an dem, was ich mache.
00:50:18: Ich habe nicht mehr diese Wachstumsziele.
00:50:20: Wie gesagt, wir sind ein mittelständiges, kleines Unternehmen in diesem Bereich von diesen Milliardenkonzernen.
00:50:27: Und da fühle ich mich relativ wohl.
00:50:29: Für mich ist es wichtig, ein gesundes Unternehmen zu haben, das unabhängig ist und keine Schulden oder dergleichen hat.
00:50:37: Und mir geht es eher um den Profit.
00:50:40: Ich habe nicht diese ... diesen Darstellungstrahlen oder diesen Wachstumstrahlen zu sagen, Umsatz ist mir wichtiger als Profit.
00:50:47: Und ich will einfach Spaß haben an dem, was ich mache.
00:50:54: Und das habe ich.
00:50:54: Und es sind jetzt nicht so Ziele in Zahlen, die ich vor mir habe, sondern eher, wie gesagt, die hospitalische Sparte ist spannend.
00:51:03: Wir haben unser five-Sterne-Hotel im Mailand eröffnet.
00:51:05: Das ist ein kleines Boutique-Hotel.
00:51:06: Wir haben den Club, wir haben das Michel-Este-Restaurant, wir haben den Sushi-Restaurant.
00:51:12: Jetzt haben wir Anfragen in Dubai zu eröffnen und in Miami und in anderen Plätzen dieser Welt.
00:51:18: Es ist eine neue Industrie, neue Branche, es ist ein komplett neues.
00:51:23: Lebensgefühl und auch eine komplett neue Industrie, in der ich mich erst mal zurechtfinden muss.
00:51:29: Und das macht Spaß, zu experimentieren.
00:51:31: Also ich hab einfach Spaß.
00:51:34: Und natürlich Spaß hier zu sein und bei dir zu sein.
00:51:36: Und solche Sachen hätte ich auch früher nie gemacht, weil ich einfach zu viel ... Ich war zu sehr in meinem eigenen Alltagstrott.
00:51:43: Mega.
00:51:45: Spaß ist wichtig, Erfolg ist wichtig.
00:51:47: Das Buch heißt der Code zum Erfolg.
00:51:49: Die letzte Frage, Philipp.
00:51:51: Was würdest du allen zu rufen, die sagen, wow, die Welt ist kompliziert.
00:51:58: Ich trau mich vielleicht was, ich möchte was verändern, ich möchte ein Gamechanger sein.
00:52:04: Was ist so die Quintessenz deines Erfolges und was du jedem mitgeben würdest als ultimativen Rat?
00:52:13: Ich glaube, wenn du dich an etwas bindest, Dann hast du Angst, das zu verlieren.
00:52:18: Und wenn du was zu verlieren hast, dann bist du nicht bereit, ein Risiko einzugehen.
00:52:22: Wenn du aber bereit bist, alles zu verlieren, dann bist du bereit, alles zu geben.
00:52:28: Und mein Vater hat immer gesagt, Immobilien machen zum Beispiel Immobil.
00:52:32: Also ich habe bei Immobilien aber egal.
00:52:34: Und er hat schon recht damit.
00:52:35: Das heißt, alles was dich bindet, macht dich langsam, macht dich angreifbar und macht dich vielleicht ... ja.
00:52:45: slow dich down.
00:52:47: Und wenn du Erfolg haben willst, musst du dich von allem los sagen.
00:52:50: Auch vor allem von der Angst zu scheitern oder was zu verlieren.
00:52:55: Weil wenn du nichts zu verlieren hast, bist du der gefährlichste Geschäftspartner im Raum.
00:53:02: Weil der, der nichts zu verlieren hat, ist derjenige, die du mit auf jeden Fall nicht vor dir sitzen haben möchtest.
00:53:06: Weil der ist derjenige, der am meisten aufs Spiel setzt.
00:53:11: Und ich glaube, das gehört dazu ein bisschen, also keine Angst zu haben, zu verlieren.
00:53:15: Keine Angst zu haben, alles zu verlieren oder alles, ich meine, heißt das nicht, du musst jetzt ins Casino gehen und alles auf rot setzen.
00:53:24: Das will ich damit nicht sagen.
00:53:25: Aber wie gesagt, wenn man keine Angst hat, dann hat man, denke ich schon, gute Voraussetzungen in den Jahr im Jahr im
00:53:34: Jahr.
00:53:34: Toller Schlusssitz, Philipp.
00:53:35: Ich finde genau das ist es.
00:53:38: Viele haben eben dieser Angst, sich auch zu verändern.
00:53:41: Sie wollen Erfolg, sie wollen weiterkommen, aber sie wollen das Bestehende nicht aufgeben.
00:53:45: Sie wollen einen neuen Job, aber sie wollen den neuen Job mit mehr Geld.
00:53:48: Oder sie wollen den neuen Job nur, wenn sie eine bessere Position bekommen.
00:53:51: Aber du sagst, du musst bereit sein, alles zu riskieren.
00:53:56: Nur dann bist du scharf.
00:53:57: Ja,
00:53:58: absolut.
00:54:00: Also, nicht alles.
00:54:00: Du musst das dein Leben nicht riskieren, aber ich meine es jetzt ja nicht so bittig gesprochen, aber wenn man Angst hat, dann ... Ja, dann läuft man langsamer.
00:54:10: Vielen, vielen Dank, Philipp Plein hier.
00:54:12: Live-Pork
00:54:14: in München, Kuba City Garage aus Nugano hier.
00:54:19: Vielen, vielen Dank, große Ehre, dass du da warst.
00:54:21: Danke.
00:54:22: Vielen Dank.
00:54:24: Hat noch jemand aus dem Publikum eine Frage?
00:54:26: Haben wir ein Mikrofon?
00:54:26: Da gibt es noch Fragen an Philipp.
00:54:30: Vielen Dank euch erst mal.
00:54:32: Ich heiße Luigi.
00:54:33: Hallo.
00:54:33: Ich bin
00:54:34: Designunternehmer hier aus München und gerade heute aus Mainland gekommen.
00:54:37: ... wo ich sehr spannend fand, wie man von Corso Venezia ... ... zur Piazza Cavour geht und genau sieht ... ... wie du einfach ein Fashion Store hast ... ... und nicht weit von Piazza Cavour ... ... eben deine Restaurant aufgemacht hast.
00:54:52: Wo nimmst du die Inspiration her?
00:54:53: Wir haben sehr viel gehört ... ... von Prekten, die du gemacht hast.
00:54:56: Wir haben vorhin dieses Video gesehen ... ... mit ganz vielen Themen.
00:55:02: Wo hast du da die Inspiration hergenommen?
00:55:04: Was sind da so eine Quellen?
00:55:05: Also, viele ... Erzählen wir immer viel Bullshit über Inspiration.
00:55:09: Du musst nach Indien fahren oder auf irgendeine Weltreise gehen, um eine Inspiration mit nach Hause zu bringen.
00:55:16: Inspirationen sind überall.
00:55:17: Wir können bei dir zu Hause im Wohnzimmer stattfinden oder auch auf der Straße.
00:55:23: Ich denke, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht und das passiert leider zu wenig, wir sehen einfach nicht, was um uns rum passiert.
00:55:32: Du musst einfach nur bereit sein.
00:55:35: Inspirationen aufzunehmen oder die Sachen, die um dich rum passieren, überhaupt zu realisieren.
00:55:40: Weil wir sind oft so gefangen in unserem eigenen Kopf, in unseren Gedanken, mit unseren Sorgen, mit unseren, keine Ahnung, was, Gefühlen, dass wir oft eigentlich gar nicht wahrnehmen, was um uns rum passiert.
00:55:54: Und ich meine jetzt, okay, das Restaurant oder das Hotel, das sind natürlich persönliche Inspirationen.
00:56:01: von Da bin ich natürlich gereist.
00:56:03: Ich habe viele Restaurants gesehen oder Hotels erlebt, wo ich viele Eindrücke mit nach Hause genommen habe.
00:56:09: Aber jetzt für meine eigenen Ideen oder Produkte oder was auch immer, das sind meistens einfach Sachen, die um dich rum passieren.
00:56:19: Und du musst einfach bereit sein, aufnahmefähig zu sein.
00:56:23: Das ist das Wichtigste.
00:56:25: Gibt es noch eine Frage?
00:56:26: Kasper, hast du Mikro?
00:56:28: Also, etwas unterbeleuchtet ist, dass du auch ein Familienmensch bist.
00:56:32: Du hast viel Söhne und ich bin mal neu.
00:56:34: Bereitest du deine Kinder auch vor, geschaffen zu kommen?
00:56:39: Meine drei Kinder sind eins, zwei und drei.
00:56:45: Die bereite ich vor, auf die Toilette zu gehen.
00:56:50: Und das ist nicht so einfach, ich war neulich ... Ja.
00:56:55: Richtig.
00:56:56: Ich habe einen zwölfjährigen Sohn und der ist sehr stolz, weil der lebt bei seiner Mutter in Brasilien.
00:57:01: Und die Mutter hat zwei Geschäfte, zwei Philipplein-Geschäfte, einzelne Riehe und einzelne Sao Paulo.
00:57:08: Und der ist sehr stolz.
00:57:09: Und der träumt schon von, also der träumt von der Fußballer Karriere, weil er Brasilianer ist.
00:57:16: Aber wenn das nicht klappt, dann will er wahrscheinlich auch irgendwie in so einer Branche arbeiten.
00:57:22: Aber ich meine, weißt du, Die Mode ist so mankelmütig.
00:57:25: Ich meine, ich bin jetzt achtundzwanzig Jahre in diesem Business und ich kann selber manchmal nicht glauben, dass wir immer noch da sind, weil ich habe so viele Marken kommen und gehen sehen, die zum Teil, also die ganz groß waren und die nicht mehr da sind oder keine Bedeutung mehr haben.
00:57:41: Das heißt, das ist ein Geschäft, ist ein Business, das sehr hart ist, weil es sich immer wieder neu erfinden muss.
00:57:48: Und in der Mode kannst du auch nicht alt werden, weil wenn du alt wirst, dann bist du tot.
00:57:54: in dieser Branche, weil du musst immer wieder cool sein, dich neu erfinden, die neue Generation ansprechen.
00:58:00: Es ist ein Sport.
00:58:01: Es gibt wenig Branchen, in der du dich immer wieder neu erfinden musst, weil wenn du sowas hast wie ein Coca-Cola oder Red Bull, die verkaufen dieses selbe Produkt jetzt seit dreißig Jahren und es gibt kaum mal eine Änderung an dem Produkt.
00:58:18: Und in der Mode musst du dich immer wieder neu erfinden, gerade in der modischen Mode.
00:58:21: Wenn du jetzt in der klassischen unterwegs bist, ist es was anderes.
00:58:25: Aber auch Ralph Lauren ging es lange Zeit schlecht.
00:58:27: Jetzt haben sie wieder einen zweiten Frühling.
00:58:29: Die mussten sich erst mal kämpfen, aber es ist wirklich ein harter Job.
00:58:34: Ich weiß nicht, ob es in zwanzig Jahren noch Philipp Lahn geben wird, aber vielleicht gibt es dann was anderes.
00:58:40: Aber wie gesagt, die müssen alle das machen, was ihnen Spaß macht.
00:58:45: Weil wenn es ihnen nicht Spaß macht, dann werden sie nicht erfolgreich sein.
00:58:49: Danke.
00:58:50: Letzte Frage noch.
00:58:51: Gibt es noch eine Frage aus der Runde?
00:58:53: Lars, Lars Donner amt.
00:58:55: Kapgemini.
00:58:56: Richtig, ich leite bei Kapgemini das Innovation-Center hier München.
00:59:00: Und die Diskussion war bis jetzt für mich zu analog, muss ich sagen.
00:59:04: Du hast ja gesagt, das Business verändert sich.
00:59:06: Gib uns mal einen Einblick in deinen Kopfrichtung, Innovationsführerschaft.
00:59:10: Wie siehst du in zehn bis zwanzig Jahren Mode, vor allen Dingen auch in Kombination mit Technologie?
00:59:16: Wir haben in dem Einspieler gesehen, du bist sehr schnell ins Mieterwurst gegangen.
00:59:20: Du hast NFTs gemacht.
00:59:23: Welchen Impact hatte das auf deinem Business?
00:59:25: Und was machst du mit KI in Zukunft?
00:59:28: Wie sieht das aus mit Bioengineering und Realien in der Zukunft?
00:59:32: Das ist da mal ein bisschen was kleine Einblicke gegeben.
00:59:36: Also die Modellindustrie nach Hause hin wirkt immer sehr innovativ, weil sie immer sehr modern wirkt.
00:59:41: In der Realität ist die Modellindustrie eigentlich eine der ältesten und langsamsten Adapter der neuen Technologie.
00:59:50: Wir waren in der Tat der erste, der in dem Segment Krypto-Auszahlungsmittel angeboten hat.
00:59:56: Du kannst auch heute bei uns mit Krypto im Geschäft bezahlen und wir haben als erstes ein Label entwickelt selber, wo du mit deinem Telefon das Produkt scanst und dann sofort den Preis kriegst in der Krypto-Korinzine, der du bezahlen möchtest.
01:00:13: akzeptieren über zwanzig Kryptokorinzis und du kriegst natürlich dann immer den genauen Wert zu der Minute, wo du bezahlst.
01:00:20: Das hat uns sehr viel neue Kunden gebracht, das hat uns eine komplett neue Zielgruppe gebracht, das hat uns sehr viel Presse auch gebracht damals, als das angefangen hat und gehygt wurde.
01:00:30: Und wie gesagt, hat uns einen neuen Kundenstamm aufgetan, die das geil fanden, die gesagt haben, ich bin in dieser Community und ich habe Bock mit meinen mit meinen Kryptowährungen zu bezahlen.
01:00:41: Die Metaverse Experience war auch interessant, weil wir haben da zwei Fashion Shows gemacht in der Metaverse als Early Adapter.
01:00:49: Und meine Mutter hat damals gesagt, du bist bescheuert.
01:00:51: Für eine Komma fünf Millionen habe ich damals Land gekauft in der Metaverse und war bestimmt nicht das beste Investment.
01:00:59: Aber ich habe meine Mutter gesagt, es geht gar nicht darum.
01:01:02: Es geht eher darum, was zu lernen.
01:01:05: Und und wir haben sehr viel dadurch gelernt.
01:01:07: Wir hatten tatsächlich dann eine Fashion Show mit Ich weiß nicht, zweitausend Avatars, die da bei uns waren, für durchschnittlich fünfzehn Minuten.
01:01:17: Das war das beste Event damals in der Metaverse gewesen mit der höchsten Engagementrate.
01:01:22: Und das war spannend.
01:01:24: Und das war es dann auch wert gewesen, diese Experience mitzunehmen, auch wenn dann da nicht viel mehr daraus geworden ist.
01:01:30: Wir wissen nicht, was in Zukunft passiert.
01:01:33: Um auf die Frage zurückgekommen mit Innovation und Technologie und AI, ich glaube, ist überhaupt das spannendste Momentum überhaupt, dass wir gerade durchleben, wie alle.
01:01:46: Ich habe gerade angefangen, im Unternehmen mit AI zu experimentieren und habe allen erklärt, wie wichtig das ist und was wir alles damit machen können.
01:01:57: Wir haben Videos gemacht, wir haben Fotoshootings kreiert, die neue Kollektionen, die wir jetzt kreiert haben, es zu siebzig Prozent mit AI designt.
01:02:11: Also, die Designer waren alle etwas schockiert, weil sie Angst gehabt haben, wegratzunziert zu werden, okay?
01:02:18: Und ich hab ihnen erklärt, wenn ihr wisst, wie man damit umgehen könnte, dann seid ihr für uns wichtig.
01:02:23: Und jetzt haben sie relativ schnell angefangen, sich damit auseinanderzusetzen, unglaublich schnelle Fortschritte gemacht.
01:02:28: Und ein gutes Beispiel.
01:02:31: Gestern war ein Lieferant da, und wir haben Preise gemacht in Meiland.
01:02:37: Und ... Lieferant, der macht so Hand-Stickereien in Indien.
01:02:41: Und ich hab dann mit der EI ein Foto gemacht und hab dann nachkalkuliert, was das wirklich kostet.
01:02:48: Und dann haben wir festgestellt, der ist über dem normalen Marktwert liegend.
01:02:52: Und haben damit dann gestern, das liess, die Preise nach unten gedrückt.
01:03:00: Ganz einfach, der hatte gesagt, Stoffverbrauch, Stoffqualität.
01:03:03: Was ist der Durchschnittszeit für den Labour und so weiter?
01:03:10: Es war unglaublich.
01:03:11: Der konnte nichts sagen.
01:03:12: Der hatte keine Argumente mehr.
01:03:14: Und tatsächlich, es war ganz offen, ganz klar, ganz deutlich.
01:03:20: Und ich meine, es gibt viele Möglichkeiten.
01:03:22: Was jetzt die Stoffe angeht und so weiter.
01:03:24: Ich glaube, dass Menschen ihr Verhältnis, ihre Beziehung zu marken, sehr stark ändern werden.
01:03:34: Wir sind ja sehr markenaffin und von Marken lassen uns sehr schnell beeinflussen.
01:03:39: Ich glaube, mit Social Media und so weiter.
01:03:43: Es ändert sich sehr viel.
01:03:44: Es ist ein großer Umbruch da.
01:03:45: Ich glaube, dass irgendwann wirst du auch selber dein eigenes Produkt entwickeln.
01:03:48: Du wirst dein eigenes Design machen und du schickst es irgendwo hin und dann kommt dein eigendesigntes T-Shirt, dein eigendesignte Hose, dein Maskeschneideranzug kommt nach Hause.
01:03:59: Du brauchst dann diese ganzen Marken nicht mehr.
01:04:02: Und das wird auch sehr spannend.
01:04:05: Und was jetzt die Innovation der Stoffe angeht und so weiter.
01:04:07: Es gibt ja schon viele Innovationen schon seit Lange, dass sie sich dann nicht durchsetzen oder... Ich meine, wir sind relativ old-school, weil du musst mal rumschauen.
01:04:15: Wir tragen immer noch ein Bläser, wie vor hundert Jahren fast.
01:04:19: Wir tragen immer noch Jeans, T-Shirts.
01:04:21: Es hat sich nicht so viel verändert in der Mode.
01:04:24: Mit der ganzen Innovation um uns rum, ziehen wir es eigentlich immer noch genauso an wie vor zwanzig Jahren oder dreißig Jahren.
01:04:30: Vielleicht... tragen die Frauen andere Haare, anderen Make-up, aber letztendlich ist keine große Innovation in der Mode gewesen seit Jahrzehnten.
01:04:40: Irgendwann kommt dann das Revive von den Neunzigern, von den Achtzigern, dann kommt die Siebziger wieder zurück, aber wo ist die Innovation?
01:04:48: Ich sehe sie noch nicht so sehr.
01:04:49: Und das liegt aber nicht so an der Innovation selber, es liegt an dem Verbraucher, der noch nicht bereit ist.
01:04:56: auf das Neue.
01:04:57: Kennst du noch die Nike-Schuhe, die man aufpumpen konnte von früher aus den Achtzigern oder Neunzigern?
01:05:02: Da gab es diese Nike-Schuhe mit diesem Pump-Pump-Function und so weiter, wo man keine Schnürsenkel mehr hat.
01:05:08: Da können wir so zutrehen.
01:05:10: Alles nicht da, hat sich alles nicht durchgesetzt.
01:05:13: Also, solange wir nicht bereit sind, als Konsumenten diese Innovationen anzunehmen, werden die noch lange brauchen.
01:05:22: Philipp, vielen Dank.
01:05:23: Der Kotz zum Erfolg.
01:05:24: Wir sehen, der wird weitergeschrieben, der muss weitergeschrieben werden.
01:05:26: Großseere, dass du heute da warst.
01:05:28: Vielen, vielen Dank.
01:05:30: Vielen, vielen Dank an die Kupras City Garage und das tolle Team hier an Hallima, an Michael, an Paul, dass wir hier heute da sein dürfen.
01:05:37: Danke an das ganze Team, dass das möglich gemacht hat.
01:05:39: Danke, dass ihr alle hier seid.
01:05:41: Holt euch das Buch,
01:05:42: den besten Businessrad von Menschen, die
01:05:44: wirklich Erfolg gehabt haben.
01:05:46: Kein Erfolgstheoretiker, sondern erfolgreiche Menschen.
01:05:49: Vielen, vielen Dank.
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