Brad Pitt reist mit Mojo. Nicht mit Marken.

Shownotes

Warum rollt Brad Pitt mit einem Koffer auf Skaterrollen durch die Welt? Was hat das mit Popkultur, Haltung und der Zukunft des Reisens zu tun?

Die Antwort gibt uns Bernd Georgi, Gründer von Floyd – der Marke, die aus einem Gebrauchsgegenstand ein globales Kultobjekt gemacht hat.

Kein Status. Sondern Mojo.

In dieser TOMorrow-Folge:

  • Wie Floyd ohne Werbung Superstars wie Brad Pitt und Miley Cyrus begeistert
  • Warum Skaterrollen mehr verändern als nur unser Rollenverhalten
  • Wie Bernd Georgi den 10-Billionen-Dollar-Travel-Markt neu denkt
  • Was wir alle daraus lernen können: über Design, Mut & Unternehmertum

Jetzt reinhören bei TOMorrow – auch als Videopodcast auf YouTube.

Transkript anzeigen

00:00:01: Hier ist Tom Juncker-Storff mit Tomorrow.

00:00:05: Ausgezeichnet als Podcast des Jahres.

00:00:09: Heute mit einer der besten Founder-Stories des Jahres.

00:00:14: Von einem Münchner, der auf die DCAM Skater rollen, unter einen Koffer zu bauen.

00:00:20: Und jetzt plötzlich Kunden wie Brad Pitt und Miley Cyrus hat.

00:00:25: Hier ist er von Floyd, der Co-Founder.

00:00:28: Bernd

00:00:29: Georgi.

00:00:35: Der Unterschied zwischen denen, die Erfolg haben und denen, die keinen haben, ist ja immer der.

00:00:39: Die einen, die machen was, und die anderen überlegen immer, wie es wäre, wenn sie was machen würden und lassen sich dann abbringen, weil er dann hat wieder irgendeiner Zweifel und so, nicht abbringen lassen, machen.

00:00:50: Also das Machen ist, glaube ich, das Entscheidende.

00:00:56: Wie heißt es doch immer, man kann das Rad nicht neu erfinden, aber man kann ein Rad nehmen und etwas ganz anderes damit anstellen.

00:01:05: Wie Bernd Georgi und sein Geschäftspartner

00:01:08: Horst

00:01:08: Kern es vormachen.

00:01:10: Früher Hobby Skater, jetzt bringen sie das Skateboard-Feeling in die Reisebranche.

00:01:16: Ein Zehn, neun Billionen Euro Business.

00:01:20: Zehn Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung hauen wir jedes Jahr drauf, nur für Reisen.

00:01:27: Und trotzdem schlagen wir uns rum mit hässlichen und kaputten Koffern auf Rollen, die immer irgendwie abreißen, haken oder knattern und nie richtig funktionieren.

00:01:39: Die geniale Lösung, die Flight Story, wie ein Koffer aus München, ein Herz, der Superstars rollt.

00:01:47: Jetzt hier in Tomorrow und im Tomorrow-Video-Podcast auf YouTube.

00:01:59: Hey Bernd, willkommen bei Tomorrow.

00:02:02: Tom, freu mich sehr, dass ich dabei sein darf.

00:02:05: Freu mich auf die nächste Stunde.

00:02:08: Ich freu mich auch total und ich muss sagen, Ich muss jedes Mal an dich denken werden, wenn ich wieder mal am Flughafen bin und du weißt, ich bin unglaublich viel unterwegs hier mit dem Podcast und Reise und ich sehe, dass mein Gepäck ankommt, mein Koffer ankommt und wieder mal irgendwie diese Rollen abgebrochen sind.

00:02:24: Und ich muss sagen, gerade bei Remover, ich habe echt so viel Remover-Koffer und jedes Mal ärgere ich mich, wenn meist erstmal die Rede ankommt, bevor der Koffer ankommt.

00:02:34: Und jetzt bist du hier und du hast das Problem einfach mal so gelöst.

00:02:40: Wir sind es ein bisschen anders angegangen.

00:02:42: Wir haben überlegt, aber gar nicht mal, weil die vielleicht abbrechen könnten, sondern wir haben überlegt, wieso haben eigentlich alle Kofferhersteller mehr oder weniger die gleichen Rollen?

00:02:50: Und wir haben gedacht, da muss es was Besseres geben und ich glaube, wir haben was Besseres gefunden.

00:02:55: Ich finde das so fasziniert, so eine im Grunde genommen ja einfache Idee, die du hast, dass du eine einfache Idee so viel verändern kannst zu sagen, hey, ich denke, Wenn ich an Koffer denke, denke ich an ein Skateboard und ich baue da die Räder von einem Skateboard unter und plötzlich ist alles anders.

00:03:12: Das ganze Reisegefühl ist anders.

00:03:15: Wir haben ja schon ein bisschen mit Koffern zu tun gehabt.

00:03:18: Wir haben für etliche Jahre lang für andere Leute Koffer hergestellt.

00:03:22: Ich fand die Koffer zwar immer praktisch, aber gleichzeitig auch unheimlich spießig.

00:03:28: Und ich schaue ja von meinem Schreibtisch aus dauernd auf Skateboards in meinem Büro.

00:03:33: Und ich habe noch im Kopf gehabt, wie in den Siebziger Herren, tatsächlich schon so lange her, wie Polyurethan-Rieder auf Skateboard kamen.

00:03:43: Und das war ein Game-Changer, weil die Skateboards waren davor laut und haben gerattert und die hatten keinen Grip und waren auch nicht besonders schnell.

00:03:52: Und mich hat es unheimlich erinnert an die Rollen, die bei Koffern verwendet werden.

00:03:55: Und ich dachte mir, wieso macht man nicht auch auf die Koffermahls-Gateboardrollen.

00:04:03: Dazu bedarf es natürlich ein bisschen, also eine Änderung der Achsen.

00:04:07: Und das haben wir einfach mal probiert.

00:04:08: Es hat super funktioniert und wir sind total happy, dass wir es gemacht haben.

00:04:12: Ja, totaler Gamechanger und lass uns da mal wirklich Big Picture machen, also deinen Blick auf dieses ganze Reise-Business.

00:04:19: Wenn du am Flughafen wirst und du siehst wie die Menschen verreisen oder du kommst jetzt gerade aus Amerika, du siehst natürlich auch im Hotel, wenn Menschen... Einchecken, wie nimmst du das wahr?

00:04:30: Gerade, wie nimmst du unser Reisegepäck wahr?

00:04:32: Also, ich freue mich natürlich sehr, dass es so viel langweiliges und gleichaussehendes Gepäck gibt, weil es zeigt mir, da ist so viel Raum für was Erfrischenderes.

00:04:42: Und mir geht es oft so, wenn ich in einer Hotellobby stehe, von einem guten Hotel, und dann sehe ich, mit was die Leute da ankommen.

00:04:51: Also, die zahlen dann für eine Nacht teilweise richtig viel Geld, reisen aber mit Koffern, die

00:04:56: echt ...

00:04:57: unterirdisch sind.

00:04:59: Also es freut mich mit anderen Worten, wenn ich das sehe, weil ich sehe, da ist noch viel Platz.

00:05:03: Aber warum ist das so, Bernd?

00:05:04: Ich habe mal in Vorbereitung auf dem Podcast Medizahlen angeschaut und wirklich die Reisebranche ist die größte Branche der Welt.

00:05:11: Travel weltweit macht zehn Komma neun Billionen Euro Umsatz, zehn Komma neun Billionen.

00:05:20: Das sind rund zehn Prozent des globalen Boto-Inland.

00:05:24: Produkte gehen nur fürs Reisen drauf.

00:05:27: Das heißt, die Menschen zahlen so viel Geld fürs Reisen, um von A nach B zu kommen.

00:05:32: Aber scheinbar, wenn es darum geht, hey, was haben sie für Gepäck dabei?

00:05:35: Ist es so, ja, they just don't care oder was ist es?

00:05:39: Ich glaube, viele Leute müssen das erst lernen, dass Gepäck war viele Jahre in der Commodity.

00:05:45: Das war billig, praktisch schwarz.

00:05:48: Und dann kam Remover, weil vorhin von Remover gesprochen, ein paar andere Marken natürlich auch.

00:05:53: Die haben plötzlich mit Gepäck, was eine andere Preisklasse war, ein bisschen andere Qualität, vielleicht auch anderes Marketing.

00:06:01: Und plötzlich hat man gemerkt, da gibt es ja noch mehr.

00:06:05: Da gibt es ja auch Gepäck, womit man sich vielleicht... bisschen identifizieren kann, was man als, was ein Style auch unterstreichen kann.

00:06:15: Und das ist, glaube ich, das ist was, was Leute langsam erst merken.

00:06:19: Vielleicht Erziehung, Erfahrung, das dauert ein bisschen.

00:06:22: Aber ist es den Leuten wirklich weitgehend, egal, ich meine, wenn du am Gepäckband bist und du siehst, was kommt da eigentlich an, ja auch für... Ich sag mal wirklich auch Schrotten.

00:06:31: So Koffer, die so mit einer Schnur zusammen gebunden sind, die nochmal in Folie gewickelt werden, wo du dann manchmal denkst, okay, wow, dann siehst du Leute, die selbst einen ganz guten Style haben, die stehen dann im Gepäckband und dann ziehen die deinen Koffer runter und du denkst, okay.

00:06:46: Fieses Gepäck kommt vor.

00:06:48: Aber wie gesagt, ich begreife das eher als was Schönes, weil ich sehe, da geht was.

00:06:53: Aber wie schlimm wäre das, wenn jetzt ganz viele Leute schon ganz tolles Gepäck hätten, da wäre gar kein Raum mehr.

00:06:58: Ja,

00:06:59: aber so ist es ein guter Raum und ihr habt ja wirklich ein tolles Motto dazu.

00:07:03: Das finde ich total witzig.

00:07:04: Euer Motto ist Giving Modern Travel Its Mojo Back.

00:07:12: Das finde ich sehr, sehr schnell.

00:07:14: Wie meinst du das?

00:07:15: Was bedeutet das, wenn du sagst, du möchtest den Menschen, die wieder reisen, dass du den... das Mojo Back geben möchte.

00:07:21: Ja,

00:07:21: es soll ein bisschen der Spirit, die Seele, das Schöne, der Joy sozusagen, die Freude am Reisen, die soll ein bisschen wiederkommen.

00:07:32: Und interessanterweise, die Kunden, die wir haben, die begreifen Floyd auch so.

00:07:36: Die sehen Floyd, die sehen den Spirit und das gefällt den.

00:07:39: Das Gepäck natürlich auch, das sieht toll aus, hat eine hohe Qualität, aber es ist ein bisschen auch dieser Spirit, den die Leute lieben an Floyd.

00:07:49: Dieser Spirit beim Reisen, haben wir den eigentlich noch?

00:07:51: Ich weiß nicht, was dein Eindruck ist, Bernd.

00:07:53: Ich hab das Gefühl, das hat sich irgendwie, hat es sich verändert.

00:07:56: Also diese, dieser Vibe, diese Energie, diese Lust drauf, die geht an so vielen Punkten verloren.

00:08:03: Also auch nach dem Koffer.

00:08:05: Ich meine, wenn du versuchst, irgendwo hinzufliegen, immer dieser Hasel beim Einchecken, ist der Koffer zu schwer?

00:08:11: Ist er zu leicht?

00:08:12: Musst du noch was dazu buchen oder nicht?

00:08:14: Dieses Reisen hat Reisen aus deiner Sicht noch... Das ist Mojo.

00:08:20: Also mal so, es ist höchste Zeit, dass es das Mojo wieder kriegt, weil du hast natürlich recht, da ist es teilweise wirklich mühsam und du stehst da ewigen Schlangen und das wird auch nicht einfacher mit diesen ganzen, mittlerweile dieses elektronische Einchecken, wo da gar keine Menschen mehr sind.

00:08:36: Ich finde es höchst unschöne eigentlich die Entwicklung, aber man kann ja gegenarbeiten mit schönen Elementen und der Koffer ist eins davon.

00:08:44: Die Leute freuen sich, wenn sie eine Koffer haben, freuen sie sich schon glaube ich ein Stück weit auf das, was da mit verbunden ist, auf Verholung, auf schöne Momente und auch auf das Rollen des Koffers.

00:08:57: Ich merke richtig, und das bild ich mir glaube ich nicht ein, wie die Leute, die mit dem Floyd Koffer reisen.

00:09:03: Die haben eine andere Ausstrahlung.

00:09:04: Die grüßen sich auch gegenseitig.

00:09:06: Am Flughafen ist mir vorher noch nie so aufgefallen oder selbst so gegangen, dass mich irgendeiner am Flughafen gegrüßt hätte, weil er die gleiche Marke Koffer hat, wie ich.

00:09:16: Und bei Floyd ist das so.

00:09:17: Aber warum ist das so?

00:09:18: Was verbindet die?

00:09:19: Und vor allem natürlich für mich auch die Frage, warum haben so viele Superstars Floyd Koffer?

00:09:25: Ich hab gesehen, Brad Pitt hatten Floyd Koffer, Miley Cyrus hatten Floyd Koffer.

00:09:29: Warum?

00:09:30: Warum?

00:09:31: Wollen die alle ein Floyd-Koffer haben?

00:09:34: Runde ist jetzt genau so, das weiß ich auch nicht.

00:09:36: Aber es scheint sich so ein bisschen rumzusprechen, dass es die Marke gibt, dass die Marke ganz cool ist und auch eine gute Qualität hat.

00:09:46: Ich bin ja ganz froh darüber, dass es sich so umspricht.

00:09:49: Aber ich kann es dir gar nicht sagen, wie die Information zu den Leuten kommt.

00:09:53: Aber es haben offensichtlich ... die richtigen Leute benutzen's und die tragen's weiter in ihrem Freundes, in ihrem Bekanntenkreis.

00:10:02: Aber um das hier mal klarzustellen, es sind keine Testimoniers von dir.

00:10:06: Du hast nicht einen Vertrag mit Brad Pitt

00:10:07: oder so?

00:10:08: Es ist Brad Pitt, könnten wir uns, glaub ich, nicht leisten.

00:10:11: Und wir haben mit überhaupt niemand einen Vertrag.

00:10:14: Nee, mit keinem Star oder nichts da.

00:10:18: Wir sind auch eine kleine Firma und wir haben begrenztes Budget.

00:10:21: schon allein deswegen.

00:10:23: mussten wir von Anfang an immer eher Guerilla Marketing betreiben und konnten nicht fette Verträge machen.

00:10:30: Wo du gerade Guerilla sagst, Guerillas haben auch eure Koffer, die Band?

00:10:35: Ja, die haben auch unsere Koffer, was mich sehr freut.

00:10:38: Die mag ich sehr.

00:10:40: Und das kam eigentlich über deren Schlagzeuger, der uns irgendwann mal auf dem Post einen Kommentar geschrieben hatte.

00:10:46: Und dann habe ich gesehen, oh, Das ist ja der nicht Schlagzeuger, der Bassist.

00:10:51: Das ist der Bassist von den Gorillas.

00:10:54: Und habe ich ihm geschrieben, dass die Band gut führen und so weiter.

00:10:56: Dann hat der mich eingeladen zu einem Konzert oder uns sogar.

00:11:00: Und dann kamen wir mit denen in Kontakt.

00:11:02: Und dann hat sich dann wollte der Schlagzeuger auch noch ein und dann irgendwie ging es weiter.

00:11:07: Und dann hat plötzlich irgendwann die ganze Band ein Floyd Koffer gehabt und die reisen auch so.

00:11:11: Das machen andere Bands auch.

00:11:13: Und das sind vor allen Dingen ... Wir stellen fest, sind viele kreative Leute, die Floyd gut finden.

00:11:21: Das sind Musiker, das sind Agenturen teilweise auch, ja, Kreativagenturen, Designer.

00:11:28: Irgendwie nette, gute Leute.

00:11:30: Okay, ich versuch das immer noch ein bisschen zu verstehen, weil ich ja auch mit meinem Hauptbusiness, mit meiner Agentur Offscript, mach ich Vermarktung natürlich von Superstars.

00:11:38: Und ich kenn das natürlich, du hast diese Millionen-Deals und dann benutzen sie deinen Produkt natürlich und präsentieren das und posten das.

00:11:43: Aber das ist bei dir wirklich ... ist, weil es ein Lovebrand ist und du das aus München gebaut hast.

00:11:50: Und ich habe es natürlich vor allem auch gesehen, oh Gott, in der Serie White Lotus.

00:11:54: White Lotus, die meine, das ist die Hit-Serie des Jahres weltweit gefeiert.

00:12:00: Alle drehen durch wegen White Lotus und dann fängt die neue Folge an und bei der ersten Staffel kommen die Stars an.

00:12:08: und was haben sie?

00:12:09: Sie haben Floyd Koffer.

00:12:12: Ja, hat mich auch sehr gefreut.

00:12:14: Wir wussten es ehrlich gesagt auch nicht beziehungsweise.

00:12:16: Irgendwann hatten sie sich mal gemeldet, ob es okay wäre, wenn sie Floyd Koffer in der Serie zeigen würden.

00:12:22: Und dann haben wir gedacht, ja, finden wir okay.

00:12:24: Ich kannte die Serie, fand die Serie auch immer gut, hat mir immer gut gefallen.

00:12:28: Wir wussten aber natürlich nicht, sind die wirklich zu sehen, sind die eine Sekunde lang zu sehen oder vielleicht nur ein Teil davon.

00:12:35: Und ja, hat uns extrem gefreut, dass sie wirklich präsent zu sehen waren.

00:12:40: Und im Nachhinein habe ich dann gehört, wie es zustande kam, weil der Mike White, der hat über einen Freundin diesen Koffer mal gesehen oder bei der den Koffer gesehen, war sofort ein Fan und gesagt, den hätte ich gerne in der Serie.

00:12:52: Und dann hat der, ich glaube, ihm was zu verdanken, dass es da gelandet ist.

00:12:57: Und wie gesagt auch da, es gab keinen Vertrag und es war eher eine positive Überraschung.

00:13:03: Okay, schön groß an der Stelle.

00:13:04: mal an alle, die viel Geld bezahlt haben für Product Placement in dieser super, super Serie.

00:13:09: Es geht offenbar auch anders, aber Bernd, wie bitte geht das?

00:13:12: Wie schafft man das?

00:13:13: Wir sind hier in München bei dir, wir sind hier in deinem Headquarter und dass du es schaffst, ein Produkt auf den Markt zu bringen.

00:13:19: Ja, was am Ende ein Brad Pitt hat, eine Mali Cyrus, eine Bernd geht damit auf Tour, eine Serie.

00:13:24: frag dich an, ob sie deinen Koffer benutzen können.

00:13:28: Wie hast du das geschafft?

00:13:30: Also ich glaube, was ... was den Leuten gefällt ist, ist es was Authentisches, die sehen, das ist echt, das ist jetzt nicht ... irgendjemand hat sich was ausgedacht, wie er viel Geld verdienen kann, sammelt dann Geld ein, bläst auf.

00:13:43: Nee, wir haben klein angefangen, wir haben ein Produkt gemacht, was wir wirklich lieben, was wir eigentlich fast wie ein Hobby angefangen haben zu machen.

00:13:51: Und dann haben wir gesehen, gesehen, das gefällt ja nicht nur uns, gefällt unseren Freunden, gefällt unseren Kindern, deren Freunden.

00:13:56: Und das hat sich dann so verbreitet, quasi natürlich verbreitet.

00:14:00: Und ich glaube, das sehen die Leute.

00:14:03: Die sehen, dass es nichts Konstruiertes ist, sondern was irgendwie echt ist.

00:14:08: Und das wird gewertschätzt.

00:14:11: Ich finde das so fasziniert, dass noch niemand, niemand vorher auf die Idee... kam zu sagen, hey, ich baue da einfach an so ein Koffer Skateboardrollen ran.

00:14:19: Weil jeder kennt es beim Koffer, dass die Rollen nicht funktionieren, dass sie abbrechen, dass sie kaputt gehen, dass sie rattern, dass es nervig ist, damit durch die Stadt zu fahren, wenn du einen längeren Weg hast, dass es immer unbequem ist mit diesen Rollen.

00:14:32: Und jetzt kommst du mit ein Skateboardrollen und das Ding ist so, das ist so leise und das ist so, es ist so schnell.

00:14:40: Es hat eine kleine Downside, ehrlicherweise.

00:14:42: Und viele Leute, die gehen, wenn sie ein Koffer machen, könnt ihr mir vorstellen, Firmen, Fabrikanten, die gehen da ran über so Punkte wie Gewicht.

00:14:51: Gewicht wird immer wieder gesagt so wichtig.

00:14:54: Das haben wir nicht gemacht.

00:14:55: Wir wussten, dass die Skateboardrollen ein bisschen schwerer sind, weil jede Rolle hat zwei Kugelager, es sind acht Rollen.

00:15:00: Das addiert sich natürlich, die Rollen sind ein bisschen dicker, weil dann sehen die einfach besser aus, wenn es nicht so Teerschneider sind.

00:15:07: Und dann addiert sich das zu.

00:15:10: Ich würde mal sagen, gut ein halben Kilo mehr und mit den Achsen, auf jeden Fall mal mehr Gewicht als ein anderer Koffer hat.

00:15:17: Auch haben wir diese Aloramen, wir haben ja keinen Reißverschluss, sondern wir haben Aloramen, der hat so einen Schnappverschluss, wo du mit einer Bewegung das Ding im Stehen aufmachen kannst, kannst dich draufsetzen.

00:15:27: Aber all das fanden wir so viel cooler und besser, als nur aufs Gewicht zu schauen.

00:15:32: Und es könnte sein, dass Das, wie schon gerade gesagt, dass Hersteller anders rangehen, die sagen, was müssen wir machen, damit das Ding leicht wird?

00:15:40: Und uns fahrt es.

00:15:40: egal, wir wollten, dass es geil wird und so sondern entstanden.

00:15:44: Jetzt

00:15:44: könnte man aber vermuten, hey, das hat irgendein Typ in Los Angeles entwickelt, aus dem Skaterpark, aber du hast es entwickelt, hier aus München heraus.

00:15:53: Aber du bist auch Skater, du warst früher Skater.

00:15:56: Nein, Skater ist ein großes Wort.

00:15:58: Ich habe meinen Geschäftspartner beim Skateboardfahren kennengelernt, tatsächlich im Alter von zehn Jahren.

00:16:03: und Mitte der Siebziger.

00:16:05: Und wir waren damals die Ersten, die in unserem Dorf kommen aus dem kleinen Dorf westlich von München.

00:16:11: Und wir waren die Ersten, die ins Gateboard hatten.

00:16:15: Da sind wir uns über den Weg gelaufen.

00:16:16: Und daraus hat sich eine langjährige Freundschaft und dann auch Geschäftsbeziehungen ergeben.

00:16:21: Also wir sind damals Gateboard gefahren, aber nicht so wie heute in Halfpipes oder so.

00:16:26: Wir sind einfach Berge runtergefahren, wie das damals alle gemacht haben.

00:16:30: Und insofern bin ich Skateboard gefahren, aber ich war nie professioneller Skater oder so.

00:16:36: Okay, aber heute, wenn man auch bei euch auf Social Media ist, sieht man ja bei euch im Feed unglaublich vieles Skater, die eure Koffer da haben, eben auch mit den Koffern nebenher fahren.

00:16:45: Und ja, es ist einfach krass, weil diese, diese Rollen ja eigentlich ein Gamechanger sind.

00:16:51: Total, ja, ja.

00:16:53: Und was mir auch gut gefallen hat, damals beim Skateboard, du konntest dein Board individualisieren.

00:16:59: Du konntest andere Farben drauf machen, andere Rollen.

00:17:01: Und allein das hat schon so Spaß gemacht, damals schon.

00:17:05: Und dann macht es heute natürlich auch Spaß.

00:17:08: Du kannst an deinem Koffer mittlerweile elf verschiedene Rollen bauen, die wir anbieten, unter anderem glow-in-the-dark oder irgendwelche wilden Farben.

00:17:16: Und da sind also wirklich viele Möglichkeiten für die, die es wollen, sich im Koffer zusammenzubauen, so wie ihr ihn gefällt.

00:17:23: Ich finde das so krass, weil gerade immer so die Frage ist, wenn ich eine Company baue, ich brauche eine große neue Idee, einfach zu sagen, okay, so eine, sorry, dass ich das sage, aber so eine simple Idee.

00:17:32: Koffer gibt's seit immer.

00:17:35: Koffer haben Räder, seit immer.

00:17:36: Aber ja, Koffer haben Räder, die nicht funktionieren oder die hässlich sind.

00:17:40: Und dann zu sagen, okay, ich baue da Skaterräder unter.

00:17:43: Und wie du schon sagst, plötzlich an einem Kofferräder glow in the dark.

00:17:47: Oder ich hab auch gesehen, Räder, die heißen bei euch Rocket, Gold oder Race.

00:17:54: Wir haben jetzt gerade Rollen gemacht, die heißen Superspeed.

00:17:57: Weil ich habe mir gedacht, es ist nicht schlecht, eine Rolle zu haben, mit der man auch schneller als hundert kmh fahren kann.

00:18:03: Die haben dann Keramiklager, statt wie die anderen einfach nur Stahlkugellager.

00:18:06: Die haben Keramiklager.

00:18:08: Da geht noch ein bisschen mehr.

00:18:09: Und das ist natürlich alles mit einem Augenzwinkern.

00:18:12: Und die Leute finden das gut.

00:18:14: Das ist schön.

00:18:15: Es ist auch toll, solche Themen zu haben.

00:18:18: Wir haben dann einen Film, um die Rolle zu bewerben.

00:18:21: Dragstrip gedreht, da hat sich jemand auf den Koffer gesetzt, wurde von einem Dragster gezogen, um zu dokumentieren, wie schnell man also auf diesem Koffer sitzen fahren kann oder wie schnell der Koffer fahren kann.

00:18:33: Das macht natürlich Spaß und am Ende geht es wirklich um Spaß und um natürlich auch um Freiheit, aber es geht um Spaß und das sollte eigentlich mit Reisen verbunden sein, Spaß.

00:18:45: Absolut, wie schnell kann euer Koffer fahren, wenn er hinter dem Rennwagen hängt?

00:18:49: Keine

00:18:49: Ahnung, ich hab's noch nicht ausgereizt, aber ich könnte mir vorstellen, hundert Grad mal ging schon.

00:18:55: Nur, wir wollen es natürlich gar nicht zu sehr übertreiben, weil gar nicht auszudenken, wenn irgendeiner da dann runterfällt oder so.

00:19:03: Aber der Koffer selber, der kam schon was.

00:19:05: Aber dahinter steckt ja auch eine Psychologie.

00:19:08: Und das finde ich ja ganz interessant.

00:19:09: Du hast ja anfänglich gesagt, Herr Koffer sind eigentlich immer schwarz, sind silber, sind immer alle Koffer sehen aus wie alle Koffer aussehen.

00:19:17: Heißt das auch, dass sich Menschen, wenn sie reisen, gar nicht trauen?

00:19:22: auch ein bisschen herauszustechen.

00:19:25: Und das ist ja auch interessant, bei euren Koffern zu sehen.

00:19:28: Die haben ja auch ganz andere Farben.

00:19:29: Das sind ja grelle Farben.

00:19:30: Eure Koffer sind ja nicht schwarz und sehbar.

00:19:32: Eure Koffer sind orange, oder die sind pink, oder die haben ein krasses Blau.

00:19:36: Und sind innen orange.

00:19:38: Die arbeitet ja mit ganz anderen

00:19:40: Farben.

00:19:41: Also natürlich, das ganze, wie gesagt, soll Freude machen und da gehören Farben dazu.

00:19:46: Farben sind immer toll.

00:19:48: Die Koffer sind alle orange.

00:19:50: Normalerweise sind Koffer ja immer ab schwarz.

00:19:53: Und schwarz ist aber auch wieder so wahnsinnig langweilig.

00:19:56: Und deswegen, orange ist eine Farbe, die fand ich immer super.

00:19:59: Und das steht ja auch für diese Zeit, in der wir Kinder waren, in der für die Siebziger in der unsere Träume entstanden sind.

00:20:08: Also das war schon mal gesetzt.

00:20:10: Orange musste irgendwie dran.

00:20:12: Und die Farben, die die Koffer haben, kommen auch ein bisschen aus den Siebzgern teilweise.

00:20:16: Das waren Tankfarben, das sind Matchbox-Autofarben oder Hot Wheels besser gesagt.

00:20:22: Und das sollte also schon eine Freude ausdrücken.

00:20:26: Und das gibt, wie du sagst, viele Leute, die trauen sich das nicht, aber nicht nur beim Reisen, sondern generell, wenn du schaust im Stadtbild.

00:20:34: Die, ich glaube, am häufigsten verwendete Farbe ist schwarz, grau und dunkelblau.

00:20:39: Und da schadet so ein kleiner Farbklecks nicht.

00:20:42: Und wir sehen ja auch die Leute, die den gefällt.

00:20:45: Und ich kann auch nicht sagen, wir bieten zum Beispiel schwarz gar nicht an, weil wir haben gesagt, es sollen andere machen.

00:20:51: Aber die eher konservativen Farben, die gehen jetzt bei uns nicht besser als die farbigen, also als die krachigen, also zum Beispiel orange oder hellblau oder pink oder so.

00:21:03: Das gefällt den Leuten.

00:21:04: Aber was ist deren Grund, warum Sie es kaufen?

00:21:08: Wir haben gesehen, die Stars haben es.

00:21:09: Du sagst bewusst, das benutzen auch viele Kreative, die ja nun eigentlich grundsätzlich eher schwarz tragen, die eigentlich eher so reduziert sind.

00:21:16: Ist das so ein Statement, was man ausletzt?

00:21:19: Klar,

00:21:19: ich glaube, es ist sicher auch ein Statement.

00:21:21: Also die Leute fangen an, sich auszudrücken über nicht nur ihre Klamotten, sondern auch über Accessoires.

00:21:28: Und der Koffer in dem Sinn ist ja ein Accessoire.

00:21:31: Und es spricht sich eben mehr um, dass man so was, dass man das machen kann, auch über ein Koffer, über eigentlich alles, was man mit sich führt.

00:21:41: Und das heißt?

00:21:41: Wirklich, du beobachtest das und kriegst das Feedback, wenn sich Leute, die sich nicht kennen, am Flughafen sehen und sagen, okay, da hat auch jemand diesen Koffer, dass die sich grüßen.

00:21:50: Die

00:21:50: grüßen sich mir selber auch schon zigmal passiert.

00:21:53: Wir waren jetzt zum Beispiel diesen Sommer in Griechenland auf einer Fähre und da kam einer mit einem Floyd-Koffer uns entgegen und dann hat der gleich gewunken.

00:22:01: Also das ist oder mindestens mal nickt man sich so zu, so, oh, ist auch einer aus meiner Gruppe.

00:22:08: Das ist eine Community.

00:22:09: Man kann es wirklich sagen, die Floyd-Kunden, das ist eine Community.

00:22:14: Die teilen auch Werte, glaub ich.

00:22:16: Ähm, das ist interessant, die ... Wir haben auch ... Ich kann jetzt von keinem einzigen Kunden berichten, wo ich sagen würde, boah, das ist aber jetzt ein echter Idiot.

00:22:27: Oder wenn du jemanden siehst und denkst dir, ah, wie ist der an den Koffer gekommen?

00:22:31: Noch nie.

00:22:31: Sind immer irgendwie Leute, wo ich mir denke, cool.

00:22:34: Was sind das für Werte, die ...

00:22:36: Also, ich glaub ...

00:22:37: Wie

00:22:39: ich vorhin schon gesagt habe, freiheitsliebende Leute, sehr abenteuerlustig, sportiv, outgoing, kreativ eben auch.

00:22:49: Also es sind schon meistens Leute, die sich auch trauen, die sich trauen ein bisschen lauter zu, also nicht jetzt unangenehm, sondern die einfach mutig sind in gewisser Weise.

00:23:01: Aber irgendwie auch freundlich.

00:23:02: Ich hab noch nie einen unfreundlichen Floyd-Kunden erlebt.

00:23:06: Wir kriegen jede Menge E-Mails und auf Instagram und so einen Anfragen.

00:23:11: Sie sind eigentlich immer angenehm.

00:23:14: Was heißt das für dich von der Markenführung?

00:23:17: Wenn ich das so richtig verstehe, ist für dich Floyd mehr als eine Marke.

00:23:21: Es ist

00:23:23: ein Baby.

00:23:24: Ist es ein Lebensgefühl?

00:23:26: Ja, ich würd sagen, es ist ein Lebensgefühl.

00:23:28: Ich würde sagen, es ist ein Lebensgefühl.

00:23:30: Und ich freue mich auch wirklich, weil wir so viele nette Leute kennenlernen über die Marke.

00:23:35: Also einerseits, wie schon gesagt, Leute, die uns auf der Straße begegnen, auch die uns mit den Floyd-Autos sehen oder so.

00:23:41: Wir haben ja diese Autos, wo die Koffer drauf sind.

00:23:44: Und das ist eigentlich immer so, dass wir ... einen Daumen hochkriegen, dass wir angesprochen werden, aber immer auf eine angenehme, immer positiv, immer eher zustimmen.

00:23:53: Ich habe das noch nie erlebt, dass einer, das sind teilweise so amerikanische große Kisten, könnte auch sein, dass einer sagt, boah, das Auto stinkt so oder was müsst ihr hier so leer, also gar nicht, sondern ist eigentlich immer eher Daumen hoch und hammer.

00:24:10: Wenn du diesen riesigen Markt Reisebusiness siehst und es ist ja sensationell, dass du da so eine Nische entdeckt hast.

00:24:17: Aber warum ist es so?

00:24:19: Warum hat dieser Markt so wenig Lust auf Innovation?

00:24:22: Du hast gerade natürlich auch Remover erwähnt.

00:24:25: Bei Remover fällt mir natürlich immer dieser Virtual Abloh Effekt ein, als Remover gekauft worden ist von LVMH.

00:24:32: Das war ja vorher eine Company aus Köln.

00:24:35: Dann hat LVMH, der größte Luxuskonzern der Welt, Remover gekauft und haben als allererst ist natürlich mal ihren Star Designer drauf gesetzt, Virgil Abloh mittlerweile tot, leider viel zu früh gestorben.

00:24:46: Und der hat ja mal so eine wirklich revolutionäre Idee, dass er gesagt hat, okay, ich designe einen neuen Koffer und der hat ihn komplett durchsichtig designt.

00:24:53: Und das war so ein ja ganz Social Media ausgerastet, weil es plötzlich einen durchsichtigen Koffer gab.

00:24:59: Und wenn du damit natürlich über den Flughafen gegangen bist, hat ja jeder gesehen, was du im Koffer hast, konnte jeder unter deinem Unterwäschel sehen, wenn du so wolltest.

00:25:06: Und das war natürlich so wirklich der super auf Social Media.

00:25:11: Aber das war auch, muss man heute sagen, so ein one-off.

00:25:15: danach ist auch nichts mehr passiert.

00:25:17: Alles war ein super Marketing Gag, ohne Frage.

00:25:20: Und ja, aber die haben es geschafft.

00:25:23: Die werden als Luxusmarke wahrgenommen und es gibt viele Leute, die wollen so einen Koffer haben als Startersymbol.

00:25:29: Und es ist okay.

00:25:31: Also wir sind denen dankbar, weil die haben den Weg aufgemacht, die Tür aufgemacht zu anderen Preislagen, zu... den Bewusstsein, dass ein Koffer mehr sein kann, als einfach nur ein Transportverstau, wie sagt man, Gepäckverstaumittel.

00:25:46: Also insofern, ich finde das alles okay.

00:25:48: Und wir sind auch gern in dem Umfeld von Remover.

00:25:52: Wir haben Kunden, wo wir zum Beispiel Samaritan in Paris gehört, der gehört ja, LVMH.

00:25:59: Da sind wir in so einem Umfeld und ich finde das okay.

00:26:03: Seid ihr eine Luxusmarke, begreifst du, Floyd, als Luxusmarke?

00:26:08: Luxus klingt immer so ein bisschen... Also die Frage ist, was ist jetzt Luxus?

00:26:14: Ist Luxus, weil es teuer ist?

00:26:16: Ist Luxus, weil es limitiert ist?

00:26:19: Das ist ja Remover nicht.

00:26:21: Es ist ja nicht so, dass es nur an wenigen Verkaufstellen gibt.

00:26:24: Ja, es ist teuer.

00:26:25: Ich würde sagen, Floyd ist ein Abmarket-Brand.

00:26:32: Luxus... Ich würde lieber einen anderen Begriff finden.

00:26:37: Er ist mir ehrlich gesagt aber noch nicht eingefallen.

00:26:41: Oder ich würde es mal anders sagen.

00:26:43: Ich glaube nicht, dass Leute ein Floyd-Koffer kaufen aus Statusgründen.

00:26:47: Die kaufen den eher, weil sie gern zu der Community gehören würden.

00:26:51: Aber nicht, um damit zu zeigen, guck mal, ich habe so viel Geld ausgegeben.

00:26:56: Der Floyd-Koffer ist ja auch ein bisschen günstiger als ein Removakoffer.

00:27:01: ist das vielleicht auch nicht der Grund, warum man den kauft.

00:27:04: Weil er rumzuzeigen, dass man sich einen teuren Koffer leisten kann.

00:27:07: Ich habe gerade natürlich immer die Preise bei euch gecheckt.

00:27:09: Der Cabin-Koffer kostet Rp.

00:27:17: Rp.

00:27:17: Rp.

00:27:19: Rp.

00:27:20: Rp.

00:27:20: Rp.

00:27:21: Rp.

00:27:21: Rp.

00:27:21: Rp.

00:27:21: Rp.

00:27:22: Rp.

00:27:22: Rp.

00:27:23: Rp.

00:27:23: Rp.

00:27:24: Rp.

00:27:25: Rp.

00:27:26: Rp.

00:27:27: Rp.

00:27:28: Rp.

00:27:30: Das finde ich gut, soll ich nicht so machen.

00:27:34: Es ist so, wenn du anschaust, gibt es auch noch andere Marken, die auf einem Preisniveau sind, was nicht niedrig ist.

00:27:42: Und da gibt es Tumi, da gibt es auch Samsonite, da gibt es ein paar Koffer, die auf einem ähnlichen Preisniveau sind.

00:27:50: Und man muss halt jeder gucken, was ihm am besten liegt.

00:27:53: Also ich finde es gut, dass es diese Vielfalt gibt.

00:27:58: Ich finde immer toll, wenn wir da mittendrin sind, mittendrin angeboten werden und dann kaufen automatisch die richtigen Leute, kaufen ein Floyd-Koffer.

00:28:06: Und du willst auch nicht auf den Pricetag gehen von Rimowa, dass du sagst, hey, wir können das genauso treffen?

00:28:11: Nein, das haben wir nicht vor.

00:28:12: Wir kommen mit einem, ich weiß gar nicht, wann der Podcast gesendet wird, aber auf jeden Fall, wir kommen demnächst mit einem Aluminium-Koffer auf dem Markt.

00:28:23: Und der wird richtig cool.

00:28:26: Okay, was ist daran cooler?

00:28:28: Was ist noch cooler?

00:28:29: Ich kann es jetzt noch nicht so genau sagen, aber der wird, dass ein tiefgezogener Koffer, der nicht gefaltet ist, wie die meisten Aluminiumkoffer, die werden gefaltet.

00:28:37: Wir werden erst mal eingeschnitten, da werden die gefaltet und dann kommt über diese Schlitze, die dann an den Ecken entstehen, kommen die Kappen drüber.

00:28:44: Die Kappen, die finden wir aber nicht so schön.

00:28:47: Also haben wir gesagt, nee, wir wollen das Ding tiefgezogen aus einem Stück.

00:28:52: Wie ein Kotflügel muss ich es vorstellen, ohne diese Kappen.

00:28:54: Also das heißt, der hat die gleiche Form wie der Floyd Koffer jetzt schon hat, aber der ist dann eben aus Aluminium.

00:29:00: Und da hat man ein paar andere Details, bisschen anders, aber der wird gut.

00:29:06: Okay, wow.

00:29:09: Um nochmal zu verstehen, wie du das geschafft hast, eben aus München heraus so ein Brand zu schaffen, der für Menschen begeistert positiv aufleht, wenn sie reisen und Stars fasziniert.

00:29:20: Du bist ja schon lang in der in der Branche aber hast jetzt eigentlich mit Fleuten erst jetzt in einem Brand gegründet.

00:29:29: Was bei dir total interessant ist, du hast eine Agentur und hast so lange so lange für andere.

00:29:36: Brands gearbeitet, hast für andere Kunden gearbeitet, hast sie beraten, hast für sie produziert.

00:29:42: Wir sind hier auch bei dir im Headquarter.

00:29:44: Hier sind überall Caps, die du produziert hast, die ihr ja gestellt habt.

00:29:51: Was war für dich der Punkt zu sagen, du willst nicht mehr für andere herstellen, sondern du willst was Eigenes machen.

00:30:00: Du willst deinen eigenen Brand bauen.

00:30:02: Also... Wir stellen immer noch für andere her.

00:30:05: Nicht als Floyd, aber mit unserer anderen Firma, mit der Agentur.

00:30:09: Und es macht auch Spaß.

00:30:10: Aber nach so vielen Jahren, in denen wir für andere Leute produziert haben, also für drei Jahre, kommt erst mal ein bisschen Erfahrung zusammen.

00:30:18: Du kriegst ein Gefühl dafür, wie ist der Markt?

00:30:21: Du kriegst ein Gefühl, was geht, was geht technisch.

00:30:25: Dann kommen dir natürlich Ideen.

00:30:26: Immer mal wieder, wenn ein Kunde was produzieren lässt, wo du dir denkst, oh Mann, ey, wieso macht das so?

00:30:31: Wieso macht das nicht in einer anderen Farbe oder mit einem anderen Material?

00:30:36: Und all das schlummerte wahrscheinlich tief drinnen.

00:30:40: und speziell das Thema Koffer.

00:30:41: Das hat, ich fand Koffer immer wahnsinnig langweiliger.

00:30:46: Ich habe nie in Interesse an Harzschalenkoffern gehabt.

00:30:50: weil ich diese uncool fand.

00:30:51: Und es war irgendwie eine Herausforderung zu überlegen, was kann man ... Es gab ein spezielles Erlebnis, wo ich mal ein Koffer, den wir für einen Kunden hergestellt haben, benutzt hab.

00:31:00: Da musste ich mir schon eingestehen, der ist irgendwie ganz praktisch.

00:31:03: Aber ich fand ihn halt nicht schön.

00:31:04: Und dann haben wir überlegt, wie kann man das Ding cool machen?

00:31:08: Da kam dann plötzlich die Idee mit den Skateboardrollen einerseits, aber auch mit dem Aluminiumrahmen statt dem Reißverschluss.

00:31:16: Weil mich hat das immer gestört, dass man so ein Koffer aufheben musste und irgendwo hinlegen, um den Reißverschluss aufmachen zu können.

00:31:22: Also fand ich irgendwie umständlich.

00:31:24: Und ja, so kamen diese Ideen dann in den Floyd-Koffer oder der hieß ja damals noch gar nicht Floyd, aber in das Projekt und haben eben überlegt, wie kann der aussehen, was musste er haben, welche Qualität, wir wollten, das war immer klar, wir wollten wirklich Top-Qualität bei allen Komponenten.

00:31:44: Und irgendwann kam der Floyd Koffer dann raus.

00:31:46: Und hast du nicht einmal überlegt, ob du das vielleicht für ein dieser Brands, für die du arbeitest, produzierst?

00:31:51: Ich meine, du machst Kappen für Boss, du machst Kappen für Mako Polo.

00:31:55: Doch,

00:31:55: doch natürlich.

00:31:57: Aber die waren nicht... Da hast du immer das Problem, du hast einerseits die Produktmanager, die wollen immer ein tolles Produkt, dann hast du aber auch den Einkauf.

00:32:06: Der Einkauf ist ein möglichst günstiges Produkt.

00:32:08: Und diese Diskussionen mit den Einkaufsabteilungen, die sind natürlich manchmal auch ein bisschen frustrierend.

00:32:14: Und wir wollten auf keinen Fall diese Diskussionen, wir wollten sie jetzt einmal so machen, wie wir es wollten.

00:32:21: Und es war auch richtig so.

00:32:24: Heute kommen natürlich Marken und sagen können wir mit euch eine Kollaboration machen und manchmal passt dann halt nicht.

00:32:33: Also ich finde es auch gut, dass es so getrennt ist.

00:32:35: Nehmen

00:32:35: wir uns bitte noch mal mit an die Anfänge deiner Karriere, um alle aus der Tomorrow Community abzuholen, wie du das gemacht hast.

00:32:41: Du warst eigentlich immer schon selbstständig.

00:32:43: Du hast für so viele Firmen produziert.

00:32:46: Du hast für Arena Badanzögel gemacht.

00:32:48: Und ja, du hast für Brands wie Boss und Marco Polo, hast du Kappen gemacht und produzierst die heute noch.

00:32:56: Der Mann für diverse Automarken natürlich.

00:33:01: Wie gesagt, ich mache das ja mit meinem Geschäftspartner seit dreißig Jahren.

00:33:05: Da lernt man viele Marken kennen.

00:33:08: Interessanterweise haben wir die meisten Marken behalten.

00:33:12: Wir haben viele langjährige Kunden.

00:33:16: Das macht natürlich Spaß, da so viel dazu zu lernen.

00:33:22: Interessanterweise haben wir die Fabrikanten, mit denen wir arbeiten.

00:33:25: Auch die haben wir seit vielen Jahren.

00:33:27: Wir haben sehr viel Treue auf beiden Seiten zu unseren Fabrikanten und auch unsere Kunden zu uns und wir zu unseren Kunden.

00:33:35: Also ist irgendwie ganz schön zusammengewachsen.

00:33:38: Aber warum ist das?

00:33:38: Warum stellen die nicht ihre Kappen selbst her?

00:33:45: Der Grund, warum die mit uns arbeiten ist, einerseits Manpower manchmal, dann auch die sind oft nicht spezialisiert auf diese Artikel.

00:33:53: und die meisten großen Firmen, von denen vielleicht der Laie denken würde, die haben eigene Fabriken, die haben keine eigenen Fabriken, auch eine Firma Adidas, also die haben auch nicht eigene Fabriken, sondern die produzieren bei Leuten, die sind spezialisiert auf bestimmte Artikel.

00:34:09: Wir haben immer unsere Orders gebündelt natürlich, alle unsere Kunden.

00:34:14: Wenn wir die Orders zusammenzählen, sind wir immer größer als jeder einzelne Kunde haben, deswegen bessere Bedingungen auch beim Fabrikanten.

00:34:21: Und insofern macht es schon Sinn, wenn Firmen sich jemand suchen, der Spezialist ist.

00:34:28: Wir finden sie uns auch vor, abgesehen davon.

00:34:30: So kommt er auch noch dazu.

00:34:32: Okay.

00:34:32: Aber es ist ja mittlerweile auch ein krasses Business, wenn man es mal sieht.

00:34:35: Ich glaube, ja, ganz früher war so eine Baseball-Cap mal so eine Art Giveaway oder ein Fanartikel.

00:34:42: Und man hat so gesagt, okay, das ist eine ganz gute Verlängerung fürs Branderlebnis, wenn die Menschen am Ende eben auch mit so einer Kappe rumlaufen.

00:34:50: Aber mittlerweile gerade im Luxusbereich ist es natürlich auch ein krasses Business.

00:34:54: Ich habe gerade zum Beispiel mal gesehen, dass ... Gerade die neuen Balanciaga-Caps kosten fünfhundertfünfzig Euro für eine Kappe.

00:35:05: Ja, völlig verrückt.

00:35:06: Vor allen Dingen die Kappe, ich würde mal sagen, die kostet wahrscheinlich nicht mehr, also maximal zehn Euro in der Herstellung.

00:35:13: Also eine schöne Kalkulation.

00:35:15: Aber ja, so ist es mit vielen Luxus-Brands leider.

00:35:20: Ich kann noch nicht mal sagen, leider, es ist so, die haben natürlich irrsinnig viel Geld in das Brand gesteckt und irgendwie wird das dann auch wieder rausgeholt oder versucht rauszuholen.

00:35:32: Leider ist es oft so, dass die Luxusmarken nicht unbedingt die Qualität haben, die vergleichbare, also was man erwarten würde.

00:35:42: Also gerade jetzt bei den Beispiel Kappen, das ist ein besonders extremes Beispiel, vielleicht ist es bei Klamotten nicht ganz so schlimm.

00:35:48: Aber bei Kappen, die kommen, also die kommen meistens aus Asien, weil es gibt sonst gar niemand, der gute Kappen herstellt, außer den Asiaten.

00:35:56: Und da gibt es auch nicht so viele Factories, in denen wirklich sehr hochwertige Mützen hergestellt werden.

00:36:02: Das heißt, du hast in Factories Luxusbrands und weniger luxuriöse Brands, die kommen eigentlich aus der gleichen Herstellung.

00:36:10: Aber warum wird gerade dann an Qualität gespart?

00:36:14: Ich meine, wenn ich doch am Ende bereit bin, die Kappe für fünfhundertfünfzig Euro zu verkaufen und es gibt sogar Kunden, die sagen, ich bin bereit dafür zu bezahlen und du sagst, hey, die Herstellungskosten sind maximal zehn Euro, könnte man doch auch noch viel, viel, viel mehr in die Qualität reininfestieren und würde trotzdem noch ein gutes Business mit.

00:36:32: Frage ich mich ehrlich gesagt auch immer.

00:36:33: Also wir versuchen auch bei unseren Floyd-Mützen natürlich höchste Qualitätsstufe und ja, da irgendwann stößt er da an Grenzen.

00:36:44: Also du nähst jetzt Goldfäden ein oder so, aber irgendwann geht nicht mehr mehr an Qualität.

00:36:50: Ich meine, was ist Qualität, dann Materialien vielleicht oder aber die Herstellung, also die Produktionsstätte.

00:36:58: Die ist gesetzt weniger, weil da gibt es nicht so viele, die auf so einem Niveau produzieren können in gleichbleibender Qualität und hohe Stückzahlen usw.

00:37:08: Würdest du auch sagen, Bernd, dass das ein Risiko ist, was die ganze Luxus-Branche eingeht, weil wir erleben im Moment, dass es schon eine Veränderung gibt, dass alle Luxus-Brands plötzlich auch zu kämpfen haben, dass sie sehen, das geht nicht immer nur weiter hoch hoch hoch, sondern sie verlieren deutlich Marktanteile.

00:37:22: Viele Luxuskäufer, auch gerade in Asien, in China, sich auch verabschiedet haben und gesagt haben, sie haben da gar keine Interesse mehr, weil vielleicht am Ende auch dieser Gap zwischen Qualitätsversprechen und Preistag doch Ganz schön groß ist.

00:37:37: Also, sagen wir so, ich glaube, die Leute hinterfragen ein bisschen mehr die Artikel, als sie es vielleicht früher noch getan haben.

00:37:46: Es hängt auch damit zusammen, dass der Wirtschaft geht es nicht wahnsinnig gut in etlichen Ländern.

00:37:53: Das heißt, weniger Geld da.

00:37:54: Es wird das Geld mehr zusammengehalten und die Leute hinterfragen vielleicht mehr, ob Artikel.

00:38:00: Und dann muss man auch sagen, Wenn es so weit geht mit dem Pricing, dass man sich ein bisschen verarscht vorkommt als Kunde, ja dann, also ich denke das auch manchmal, da kostet ein T-Shirt tausend Euro oder so.

00:38:14: Wieso?

00:38:15: Was soll das?

00:38:17: Und selbst wenn ich mit es leisten könnte, manche Dinge die macht man dann nicht mehr, weil man sie als eben als Verarschung empfindet.

00:38:27: Und ich würde jetzt auch nicht, wenn eine Breze hundert Euro kostet und ich mir die Breze vielleicht kaufen könnte, würde ich sie mir vielleicht auch nicht kaufen, weil ich sage, nee, das passt irgendwie nicht zusammen.

00:38:36: Es gibt aber nach wie vor Luxus-Brands, die auch tatsächlich sehr hochwertig produzieren.

00:38:42: Und da ist natürlich auch klar, das hat alles einen gewissen Preis.

00:38:45: Also wenn zum Beispiel Handarbeit oder bestimmte Materialien so ... kostet natürlich auch wirklich viel und es kostet doch immer mehr in unserer Zeit, weil es immer weniger Betriebe gibt, die so arbeiten können.

00:38:57: Total.

00:38:58: Also diese Qualität können wirklich nur ganz, ganz wenige herstellen.

00:39:01: Problem ist natürlich, alle sind irgendwie auch gierig.

00:39:05: Sorry, dass du offen zu sagen.

00:39:06: Jeder möchte natürlich heute ein Luxus-Brand sein.

00:39:09: Jeder hat natürlich Lust, so viel zu verdienen wie Hermès verdient und sagt, meine Taschen sollen auch so teuer sein, sollen auch achttausend, zehntausend, zwölftausend Euro kosten und nicht mehr achthundert Euro, sondern ich möchte die gleichen Gewinner haben.

00:39:23: Nur halt ja am Ende des Tages, wenn du eben nicht der Brand bist, wenn du nicht die Qualität hast, wenn du nicht die Heritage hast, hast du vielleicht am Ende des Tages auch nicht die... Die Käufer, die es kaufen.

00:39:33: Was bei euch total spannend ist, muss man nur sagen, ist ja auch natürlich der Namen des Brands.

00:39:38: Nämlich Floyd.

00:39:40: Floyd kommt von Pink Floyd, oder?

00:39:42: Also ursprünglich mal tatsächlich von Pink Floyd.

00:39:46: Wir haben Pink Floyd immer gern gehört.

00:39:47: Wische wir hier und so weiter.

00:39:49: Und ich fand auch Floyd immer einen tollen Namen.

00:39:52: Also der hat für mich immer so eine Leichtigkeit gehabt und so was, so was.

00:39:56: Ja, irgendwie was.

00:39:58: was Positives, was ein bisschen Undurchsichtig ist, so ein bisschen wie Motio.

00:40:03: Floyd fand ihm einen guten Namen.

00:40:05: Und wir haben anfangs auch gar nicht damit gerechnet, dass wir den schützen könnten und haben es eigentlich mehr, so nach dem Motto, ach komm, jetzt schauen wir es einfach mal.

00:40:16: Und dann waren wir erstaunt, dass wir das konnten.

00:40:18: Also zunächst mal in Deutschland, dann kam ein bisschen Gegenwind von Pink Floyd tatsächlich, deren Anwälte wollten es eigentlich nicht, dass wir den Namen benutzen.

00:40:27: Und dann konnten wir uns mit denen aber einigen, ohne dass wir da was zahlen mussten.

00:40:32: Und dann haben wir das Land für Land schützen können.

00:40:35: Und das ist natürlich toll.

00:40:41: Einfach Idee zu haben, ich revolutioniere das ganze Koffer-Business, indem ich andere Räder unterbaue, nämlich Skateboard-Räder und das ist der Game Changer.

00:40:49: Und dann gibt es noch so einen Namen wie Floyd und der ist auch noch frei, der ist noch auf dem Markt.

00:40:54: Und eine Band wie Pink Floyd erlaubt es euch auch noch.

00:40:59: Ja, also die konnten dann am Schluss nicht mehr so viel dagegen setzen, weil Koffer haben die ja nicht im Programm.

00:41:06: Aber es war trotzdem gut zu sehen, wie wie schnell und unkompliziert es dann eigentlich möglich war, dass wir den Namen verwenden können.

00:41:13: Das schwingt ja auch so ein bisschen Flight immer mit dem Namen Floyd.

00:41:17: Also das heißt irgendwie Assoziäste damit auch ein bisschen Flugzeug oder Reise oder wie auch immer.

00:41:24: Also das ist eigentlich so im doppelten Sinn ein ganz schöner Name, finde ich.

00:41:28: Ja, sehr cool.

00:41:29: Wie geht es für dich weiter?

00:41:30: Wie geht der Flight von Floyd weiter?

00:41:32: Ihr habt das Koffer-Business damit revolutioniert.

00:41:38: Ihr macht mittlerweile auch Weekender.

00:41:39: Natürlich macht ihr Kappen.

00:41:41: Ich meine, du bist der King of Kappen-Produktion.

00:41:44: Ihr macht Beanies.

00:41:45: Er gibt es bei euch.

00:41:47: Was ist diese Vision?

00:41:48: Wo bist du mit Floyd hin?

00:41:49: Da

00:41:50: geht noch mehr.

00:41:52: Allein schon die Artikel, die wir jetzt machen.

00:41:54: kannst du natürlich ausweiten, dann gehen wir in immer mehr Länder.

00:41:57: Wir waren jetzt gerade vor drei Wochen in Amerika, haben dort jetzt auch Arbeit mit dem Distributeur zusammen und das entwickelt sich alles wirklich gut.

00:42:06: Auch da wieder supernette Leute, die das Produkt verstehen, wo man irgendwie auf gleicher Welle ist, wie auch schon mit den anderen Importeuren, mit denen wir arbeiten in Asien.

00:42:16: Also das breitet sich so ein bisschen aus international.

00:42:22: Und dann gibt es natürlich auch noch Ideen für andere Artikel.

00:42:26: Es war neulich jemand da, der uns gerne eine Fleut Duft entwickeln würde.

00:42:33: Das Thema Sonnenbrille ist ein Thema.

00:42:35: Da gibt es alles Mögliche, was aber immer noch irgendwie mit Reise zu tun hat.

00:42:40: Und im Moment ... Machen wir Koffer und irgendwann machen wir vielleicht auch noch andere Artikel.

00:42:44: Aber das Thema Reise ist auf jeden Fall ein total schönes Thema, weil das ganze Leben ist ja irgendwie eine Reise und alles, was damit zusammenmängt.

00:42:53: Ja, total.

00:42:54: Und du gibst einfach den Menschen ein gutes Gefühl.

00:42:56: Es ist einfach, dass die Reise eben in dem Moment schon anfängt, wo du den Koffer siehst und den Koffer aufmachst und den Koffer packst und einfach schon denkst, es fühlt sich schon nach Sonne an, weil er eben Orange ist.

00:43:11: weil du dich auch mal draufsetzen kannst.

00:43:13: Wir leben ja alle in der Zeit, du musst Mails machen bis ständig am Handy, brauchst du euch mal das Laptop und du kannst dich einfach draufsetzen.

00:43:19: Das heißt immer, setz dich bloß nicht auf den Koffer.

00:43:21: Bei euch kann man sich draufsetzen.

00:43:23: Das finde ich schon total interessant.

00:43:25: Ich würde noch ein paar Dinge gerne von dir lernen, weil ... Du bist ja eben schon selbstständig, aber trotzdem hast du dich nach fast dreißig Jahren entschieden zu sagen, ich bin nicht nur selbstständig, sondern ich bringe jetzt auch meinen eigenen Brand.

00:43:39: und für all die aus der Tomorrow Community, die sagen, hey, ich will auch was Eigenes machen.

00:43:45: Was ist so dieser Moment und dein Learning, dass du gemacht hast?

00:43:49: Wie anders ist es, wenn du plötzlich sagst, ja, du hast ja auch das ganze Risiko.

00:43:53: Vorher hast du nur für den Kunden gearbeitet, hast das wahrscheinlich präsentiert.

00:43:56: Die haben gesagt, ja, ganz nett, aber mach mal so.

00:43:58: Oder ganz nett, aber ist uns zu teuer, mach mal billiger.

00:44:01: Und jetzt sagst du, okay, ich trage dir die Verantwortung, ich kann machen, was ich will.

00:44:05: Ist ein Riesenunterschied.

00:44:06: Weil wie du richtig sagst, zuvor haben wir, das war eine Auftragsproduktion, wir haben Auftrag gehabt, das wurde produziert, wurde geliefert und damit war das erledigt.

00:44:14: Heute müssen wir uns überlegen, wir brauchen ja Ware für einen längeren Zeitraum.

00:44:20: Was brauchen wir?

00:44:21: Welche Farben?

00:44:21: Welche Modelle?

00:44:23: In unterschiedlichen Ländern, wir haben in Amerika ein eigenes Lager zum Beispiel, wir haben in der Nähe von Rosenheim hier, bei München auch ein Lager.

00:44:30: Und du musst ja immer gucken, dass du genügend Ware hast.

00:44:33: Du musst vorhersehen, wie viel brauche ich.

00:44:35: Du musst das vorfinanzieren.

00:44:38: Das sind ja auch Produktionszeiten.

00:44:39: Das dauert ja vom Zeitpunkt der Idee, dass du jetzt von der Orderplatzierung bis die Ware da ist, kann ja bis zu einem halben Jahr dauern.

00:44:47: Also das heißt, du musst ein bisschen ins Risiko gehen, musst dir ... schon ein paar Gedanken machen.

00:44:52: Und das ist ein Unterschied.

00:44:54: Und du musst auch überlegen, du musst dir auch verkaufen.

00:44:58: Und wie verkaufst du?

00:44:59: Also wir haben zum Beispiel den Einzelhandel.

00:45:03: Anfangs gar nicht so im Sinn gehabt.

00:45:05: Wir dachten, wir machen eigentlich nur online.

00:45:07: Und dann kamen aber Einzelhändler zu uns, auch noch gute.

00:45:09: Und dann haben wir gedacht, okay, machen wir halt auch Einzelhandel mittlerweile.

00:45:13: wissen wir, Einzelhandel ist total wichtig für ein Brand, weil du kannst die Markenpositionierung ganz klar definieren.

00:45:21: Du kannst sagen, ich will neben den Marken, ich will bei dem Händler sein.

00:45:25: Und das hilft natürlich auch, das Brand ein bisschen bekannter und besser einschätzen zu können.

00:45:35: Aber all die Dinge musst du plötzlich bedenken und mitspielen.

00:45:41: Marketing und also welche Sachen, wo wir früher gesagt haben, Gott sei Dank müssen wir das nicht machen.

00:45:48: Hast du es auch mal bereut?

00:45:50: Nie.

00:45:51: Nie.

00:45:52: Nee.

00:45:52: Man ist immer super.

00:45:54: Und das macht ja auch Spaß, sich diese ganzen Gedanken zu machen.

00:45:58: Und manchmal ist es auch herausfordernd natürlich, klar.

00:46:01: Weil es ist ja nicht immer alles nur Autobahnen, wo es gerade ausgeht.

00:46:06: Manchmal ist Holprig, manchmal ... Ja, es gehört alles dazu, aber ich habe es nie bereut und es macht wirklich Spaß, weil wir sehen, wie es sich entwickelt.

00:46:15: Und weil ich vorhin gesagt habe, es ist wie ein Baby, so ist es ein bisschen.

00:46:18: Es ist wie ein Baby, was wächst und du willst, dass sie eine richtige Richtung wächst und es schön zu sehen, dass es das tut.

00:46:29: Wie ist das für dich?

00:46:30: Ich habe schon viele Gäste hier bei Tomorrow gehabt, schon über zweihundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund Traden dein Produkt und sind auf deiner Plattform.

00:46:55: Wie ist das für dich?

00:46:56: Du hast diese Idee im Jahr zwei Tausend Neunzehnte und irgendwann siehst du auf Social Media oder wo auch immer, weil es dir jemand drüber droppt.

00:47:02: Ah, okay.

00:47:03: Brad Pitt hat mein Koffer.

00:47:05: Ah, Miley Cyrus hat mein Koffer.

00:47:06: Und ich habe ja nichts dafür gezahlt.

00:47:09: Wie ist das?

00:47:09: Wie fühlt man sich als Founder, wenn man dann sowas

00:47:13: erlebt?

00:47:14: Es ist natürlich eine tolle Bestätigung.

00:47:16: Freut mich am liebsten mit ihr manchmal am Flughafen, wenn ich jemanden sehe, hingehen und sagen Danke übrigens.

00:47:23: Aber ist toll.

00:47:24: Also es macht wirklich Spaß.

00:47:26: Und bei mir übrigens so, weil du sagst, wer, wann, welche Ideen, wo hat.

00:47:33: Mir kommen die Ideen ganz oft beim Schwimmen.

00:47:36: Also ich schwimmen gern.

00:47:37: Und so eine Routine.

00:47:39: Und das hat was Meditatives.

00:47:41: Und das ist so für mich so ein Raum, in dem ich bitte wo die Gedanken fließen.

00:47:46: Und da kommen dann solche Sachen.

00:47:51: Ganz gut, weil wir denken, es wäre nicht schlecht, was mitzuschreiben, um es dann zu behalten.

00:47:56: Aber das ist ja nicht eine Idee, die da entstanden ist, sondern das ist ja über einen schon längeren Zeitraum.

00:48:01: Und das spricht man nicht nur mit meinem Chefspartner, mit Familie, mit allen möglichen Leuten.

00:48:06: Das spricht man darüber.

00:48:09: und holt sich auch ein Feedback.

00:48:10: Wie kommt das an und ist das richtig?

00:48:12: Und klar, du hinterfragst natürlich auch.

00:48:15: Aber eigentlich war das nie mit richtig großen Zweifeln verbunden.

00:48:19: Was war im Grunde genommen schon klar, was wir Produktionsseite können, weil wir wussten, was die Fabrikanten können.

00:48:25: Wir wussten ungefähr, wie ist das preislich.

00:48:27: Was wir nicht so richtig wussten, war die Rollen, die sind ja doch anders als bei anderen Koffern, die sind ein bisschen größer im Durchmesser.

00:48:34: Die stehen also ein bisschen weiter raus, was wir auch wollten.

00:48:37: Wir wollten, dass das so bisschen bammäßig ist, so wie bei Hot Wheels eben früher.

00:48:42: Und weil die weiter raus stehen, dachten wir, die sind vielleicht auch anfälliger.

00:48:47: Also die Achsen könnten vielleicht abbrechen im schlimmsten Fall.

00:48:51: Und Gott sei Dank, wir haben keinen einzigen Fall in diesen mittlerweile fast sechs Jahren, wo eine Achse gebrochen ist.

00:48:56: Also das ist schon mal schön, aber wir wussten es nicht.

00:48:58: Und das sind natürlich so Zweifel.

00:49:00: Da musst du ein kleines bisschen Try and Error machen und schauen, klappt es so.

00:49:05: Und es bis jetzt hat es gut geklappt.

00:49:07: Sehr cool, sehr cool, dass du das machst.

00:49:10: Denken wir manchmal, wenn es darum geht, ich würde auch gerne was eigenes erfinden, würde gerne was eigenes machen, denken wir manchmal zu kompliziert.

00:49:17: Natürlich gerade in der heutigen Zeit der Überdigitalisierung jetzt noch mit KI, dass man denkt, okay, ich muss irgendwas entwickeln mit KI, ich muss irgendeine App entwickeln, die so revolutionär ist.

00:49:28: Und jetzt kommst du und sagst, hey, in der ganzen Welt von allen Möglichkeiten, was ich businessmäßig machen kann, Stelle ich fest, dass einfach Koffer prinzipiell erstens hässlich sind, zweitens, dass sie einfach die falschen Räder haben und ich baue da einfach erstmal an der Räder runter und habe damit wirklich so einen Gamechanger und ich habe dadurch einfach plötzlich einen kompletten Markt für mich.

00:49:53: geschaffen, mit so einem klaren USP, den du ja gar nicht beschreiben musst, weil den ja jeder sieht, wenn dieser Koffer neben einem Herr rollt, dass man denkt, okay, der sieht erst mal krasser aus, die Rollen sind cool, haben dieses Skateboard-Feeling, aber ja, es ist so, es ist fast erschreckend simpel.

00:50:11: Ja, aber es ist ja ganz oft so mit solchen Ideen, wenn du dann im Nachhinein dir überlegst, wieso ist da eigentlich nicht ein anderer?

00:50:18: Also, man gibt's wahrscheinlich Tausende Produkte.

00:50:20: Wo man im Nachhinein sagt, Mensch, wir sind da vorher eigentlich nie einer draufgekommen.

00:50:24: Also ist das halt.

00:50:25: Und es meistens so, dass du ja in dem Feld, in dem du tätig bist, da hast du vielleicht auch am meisten Ahnung, was möglich ist oder was fehlt.

00:50:35: Und kann ich also nur Leuten sagen oder Leute ermutigen, die irgendeine Idee haben, die sollen der Idee nachgehen.

00:50:45: und sich nicht entmutigen lassen.

00:50:47: Es muss natürlich schon insgesamt einen gewissen Sinn machen.

00:50:49: Manchmal gibt es ja auch Ideen, die vielleicht nicht so viel Sinn machen, aber wenn das alles irgendwie umsetzbar ist, dann würde ich sagen, probieren.

00:50:59: Probieren und machen.

00:51:00: Was ich an deiner Idee noch cool finde, ist einfach, die hat ganz andere KPIs.

00:51:06: Weißt du, du sprichst von Freiheit, du sprichst von Spaß, du sprichst von Glück, du sprichst davon Giving, Modern Travel.

00:51:14: It's mojo-backed.

00:51:17: Ich hab das Gefühl, wir leben in so einer Welt von Effektivität und Funktionalität und du kommst mit Mojo.

00:51:25: Ja, aber am Ende geht's doch da.

00:51:27: Am Ende geht's immer ums Gefühl.

00:51:28: Wie fühl ich mich, wenn ich irgendwas mache?

00:51:31: Ich fühl mich am liebsten immer gut.

00:51:32: Und wenn der Koffer dazu beiträgt, sich gut zu fühlen, super.

00:51:38: Und das war eigentlich auch die Idee.

00:51:42: dass man sich gut fühlt mit diesem Ding, dass es Spaß macht, damit zu reisen.

00:51:46: Und ich fand eben im Kontrast, im Gegensatz, diese ganzen anderen Marken, die man so kennt, diese No-No-Name-Marken, die machen halt einfach keinen Spaß.

00:51:56: Da geht es nicht um Spaß, da geht es um Funktionalität und wir wollten es eben bewusst nicht.

00:52:02: Floyd Koffer kauft keiner, weil bei Stiftung-Wahntest am Schluss rauskommt, das ist der billigste, leichteste, praktisch stabilste Koffer.

00:52:12: Nee, die Leute kaufen ihn, weil die den sehen und sagen, boah, den will ich haben.

00:52:16: Und so ist das richtig.

00:52:18: Ich finde, man muss gar nicht so viel hinterfragen oder so.

00:52:22: Oft sind es diese einfachen Gefühle, die einen auch dazu bringen, was zu machen oder nicht zu machen.

00:52:29: Gerade in unserer Zeit.

00:52:31: Sehr, sehr cool.

00:52:33: Was ist dein Live-Learning, Bernd?

00:52:35: Du bist jetzt sechzig Jahre alt, wenn du auf alles zurück schaust, was du gemacht hast, was du produziert hast.

00:52:43: Welchen Business-Rad würdest du heute in deinem zwanzigjährigen Ich geben?

00:52:48: Den Ideen nachgehen, weil der Unterschied zwischen denen, die Erfolg haben und denen, die keinen haben, ist ja immer der.

00:52:56: Die einen, die machen was, und die anderen.

00:53:00: überlegen immer, wie es wäre, wenn sie was machen würden und lassen sich dann abbringen, weil dann hat wieder irgendeiner Zweifel und so nicht abbringen lassen.

00:53:07: Machen.

00:53:08: Also das Machen ist, glaube ich, das Entscheidende.

00:53:10: Und natürlich geht es dann auch durch Täler manchmal, aber machen und sich in gewisser Weise treu bleiben.

00:53:20: Und bei alledem aber auch schauen, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.

00:53:23: Also so verbissenes Arbeiten allein ist nicht die Lösung.

00:53:26: Also es muss schon irgendwie auch Spaß machen.

00:53:29: Und natürlich ist es leicht gesagt, aber ich finde, man sollte immer ein bisschen darauf gucken, dass das alles nicht zu kurz kommt, dass auch die Freude da ist.

00:53:40: Dann arbeitet es jetzt auch leichter.

00:53:41: Und mir macht es total Spaß, was wir machen.

00:53:44: Und ich glaube, da ändert sich auch jetzt nicht allzu bald was dran.

00:53:49: Gibt es Momente, wo du manchmal ... Ich will jetzt keine Negativität zum Abschluss reinbringen, aber wo du sagst, oh Mann, das hätte ich schon ... zwanzig Jahre, dreißig Jahre früher machen können.

00:54:00: Ich hätte schon vor dreißig Jahren schon Floyd gründen können.

00:54:03: Dann wären wir heute schon noch weiter.

00:54:05: Dann wäre die ganze Welt mit mit meinen Floyd-Koffern fröhlich happy und und mojo wäre da.

00:54:13: Ja, theoretisch ja, aber so ist es eben nicht.

00:54:17: Es ist genau jetzt und wahrscheinlich gibt es irgendwelche Gründe dafür.

00:54:22: Klar, wenn ich jetzt zurückdenke und sage, wieso haben wir es eigentlich vor zwanzig Jahren gemacht?

00:54:27: Wahrscheinlich mal da halt noch nichts richtige Timing dafür war.

00:54:30: Vielleicht waren wir noch nicht bereit, vielleicht war die Welt noch nicht, keine Ahnung.

00:54:34: Deswegen, ich denke so gar nicht, weil es ist halt so, wie es ist und so ist es gut.

00:54:38: Also es fühlt sich gut an.

00:54:41: Und ich finde es jetzt auch nicht schlimm, dass es erst jetzt so ist.

00:54:44: Perfekte Founder-Story.

00:54:46: Bernd, vielen, vielen Dank.

00:54:47: Es hat super viel Spaß gemacht.

00:54:49: Mojo is back in tomorrow auf jeden Fall.

00:54:52: Viel gelernt und vielen Dank und wirklich... Sehr, sehr.

00:54:58: Tom, danke dir und ich hoffe auch, du reist ab jetzt nur noch mit Floyd.

00:55:03: Unbedingt, unbedingt.

00:55:04: Ich muss sagen, ich habe ja mittlerweile einen deiner Koffer.

00:55:07: Es macht wirklich einen Unterschied.

00:55:08: Du wirst wirklich angesprochen.

00:55:10: Ich finde, es macht schon einen Unterschied, wenn man... rausgeht auf die Straße und fängt seine Reise an und du hast diesen bunten Koffer.

00:55:17: Ich hab den krassen, orangenen Koffer mit diesem krassen Orange und die Leute schauen dich an und du hast schon wirklich das Gefühl, okay, wenn ich jetzt auch eintreffen würde, ich würde ihn wahrscheinlich auch anquatschen.

00:55:30: Und das macht eben, muss ich sagen, wirklich einen Machenunterschied.

00:55:33: Ja, freut mich das von dir zu hören.

00:55:37: Es gibt auch Leute, die haben den Koffer nicht irgendwo im Keller oder im Schrank versteckt.

00:55:41: Die haben den tatsächlich so stehen, dass man ihn sieht, weil die damit schon irgendwas Positives verbinden.

00:55:47: Die nächste Reise oder irgendwas Ähnliches.

00:55:50: wird auch als Dekoobjekt verwendet.

00:55:52: Muss ich auch sagen, also bei mir zu Hause im Hausflur stand die ersten Tage, weil ich auch wieder auf Reisen war und hab den dann einfach dazwischen durchstehen lassen.

00:55:59: Und wenn Gäste kamen oder Leute vorbeikamen, haben die immer gesagt, oh, das ist ein Floydkoffer.

00:56:04: Ich war überrascht, wie viele den Brand schon kennen.

00:56:06: Das war mir gar nicht klar, wie viele den schon kennen.

00:56:08: Ehrlich gesagt bin ich auch oft überrascht.

00:56:10: Ich war jetzt wie gesagt in Amerika und hab mich auch überrascht, wie viele Leute die Markt erkannten.

00:56:17: Also ist natürlich schön, aber ... Ja, weiß ich eigentlich auch nicht, wieso das so ist, aber es scheint sich irgendwie rumzusprechen.

00:56:24: Und wie gesagt, da geht noch mehr.

00:56:28: Ich liebe solche Frauen, dass du auch ist, hier in München zu sitzen und zu sehen.

00:56:31: Hier ist ein Mensch, der sich diese Gedanken gemacht hat und die ganze Welt ist jetzt irgendwie ein Stück fröhlicher dadurch geworden.

00:56:39: Also vielen, vielen Dank.

00:56:41: Alles Liebe für dich, für deine Familie, hier für das Floyd-Team und für alle da draußen, die mit Floyd-Koffern unterwegs sind.

00:56:49: Tolle Reise und viel Mojo.

00:56:53: Vielen Dank!

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